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March 12th 2020
Published: March 14th 2020
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Carcassonne
Tag 3 – Do, 12.3 Tagesbesuch in Carcassonne

Heute mussten wir wieder früher aufstehen. Nach einem Frühstück aus französischen Backwaren, abgepackten Pain au lait und Schokopudding liefen wir zum Bahnhof. Dort nahmen wir einen Regionalzug nach Carcassonne. Da wird doch später als geplant losgekommen waren mussten wir uns beeilen, da waren wir froh, dass im Zug netterweise jemand uns in den Vierer lies. Die Frau hiefte dann sogar meinen Rucksack nach oben auf die Ablage, weil wir innen saßen. Nachdem wir die Fahrt in unsere Interrailpässe eingetragen hatten sprach sie uns an. Sie war auch schon mal mit Interrail gereist. Wir unterhielten uns nett, und sie erzählte uns, dass wir als europäische Studenten unter 25 Jahren gratis auf die Burg in Carcassonne kommen würden. Außerdem gab sie uns noch Tipps für València, wo sie früher mal gelebt hatte, sie empfahl uns Saler, wo Reisfelder waren. Dann musste sie auch schon aussteigen, um zu ihrer Arbeit im Vorort von Toulouse zu gelangen.
Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir Carcassonne. Im Bahnhof hing ein Plan, an dem wir uns orientierten. Dann liefen wie durch die Innenstadt. In der Fußgängerzone kauften wir uns ein Zipfelbaguette. Wir liefen über einen kleinen Markt auf einem Platz und setzen uns auf den Springbrunnen, um unser Baguette mit Aufstrich und dem restlichen Chèvre zu verspeisen. Danach gingen wir an der Touristinfo vorbei, wo ich von einer netten Französin einen Standplan bekam. Sie empfahl mir, den weiteren, aber dafür weniger steileren Weg zum Hintereingang zu gehen. Leider führte der aber an einer großen Straße entlang, und wir verpassten die Abzweigung. Schließlich hatten wir jedoch den Burggraben erreicht und betraten über die Hängebrücke das alte Carcassonne. Uff, mit dem Gepäck war das lange Laufen wirklich anstrengend. Aber das war uns ja auch schon vorher klar gewesen. Wir liefen ein paar Gassen entlang und erreichten eine Kirche. Dann gelangten wir zur Stadtmauer und konnten endlich mal kurz unsere Sachen ablegen und die Aussicht genießen. Daraufhin gelangten wir zur Burg. Der Security-Mann meinte, wir dürften mit dem Gepäck nicht hinein, aber in einer Jugendherberge könne man Gepäck für wenig Geld deponieren. Und tatsächlich brauchten wir nur 2 € für unsere ganzen Sachen bezahlen, und die Toilette konnten wir auch noch benutzen. Befreit gingen wir zurück und holten unser Umsonst-Ticket. Dann aßen wir erstmal ein Milchbrötchen, bevor wir auf die Stadtmauer stiegen. Andauernd waren kleine Türmchen in die Mauer integriert, sodass man treppauf und treppab laufen musste. Schließlich stiegen wir die Mauer hinab und erreichten den Ausgang. Mmh, zur anderen Seite der Burg konnte man ja auch noch auf die Mauer gehen, da musste wir wohl noch mal rein. Wir passierten also zum dritten Mal den Security-Mann, der Kassierer erkannte uns wieder und wir betraten erneut die Burg. Diesmal machten wir auch einen Rundgang durch das Innere, und liefen dann zur anderen Seite auf die Stadtmauer. Eigentlich hatten wir gehofft, an der anderen Seite auch runtergehen zu können, und auf dem Rückweg noch eine andere Ecke der Stadt zu sehen, doch leider mussten wir wieder zurücklaufen. Wir liefen noch ein paar Minuten herum, holten dann unsere Sachen wieder ab und machten uns auf den Rückweg Richtung Bahnhof.
Namid wollte unbedingt über die hübsche alte Brücke gehen, die wir auf dem Hinweg gesehen hatten. Sie hieß Pont Vieux, und die andere über die wir gekommen waren Pont Neuf, eigentlich ziemlich unoriginell, alte und neue Brücke. Wir folgten einem alternativen Weg zum Bahnhof, auf dem laut Karte Sehenswürdigkeiten zu sehen sein sollten, doch irgendwie sahen wir die nicht uns es waren eher so Hintergassen. So bogen wir wieder in die Fußgängerzone ab und kauften noch ein Zipfelbaguette sowie eine Tüte mit Gebäck vom Vortag. Am Fluss neben dem Bahnhof aßen wir unsere Orange, und dann war es auch schon Zeit, zum Zug zu gehen.
Wir fuhren nach Narbonne. Auf dem Weg versuchten wir mehrfach, das RENFE-Zugunternehmen anzurufen, um unsere Sitzplatzreservierung zu machen, die online nicht möglich war. Es kam eine sehr lange Ansage auf Spanisch. Namid konnte irgendwann für Englisch drücken, aber er meinte, die sprächen mit so starkem Akzent, dass das auch nicht besser sei. Ich versuchte es mal. Die Englisch-Ansage hörte ich nicht, aber drückte die 3 für Französisch. Schließlich meldete sich endlich ein Mensch. Der Mensch meinte aber leider, er spräche nur Spanisch. Na gut, ich brach mir einen ab und sprach Spanisch mit ihr, so ungefähr jedenfalls. 😉 Sie meinte, es gäbe noch 66 Plätze in dem Zug nach València. Naja, dann sollte das ja vor Ort auch klappen. Ich hatte nämlich keine Carte Bleu! In Narbonne versuchten wir unser Glück am Schalter, in Deutschland war die Reservierung für Spanien ja nicht möglich gewesen, aber vielleicht ja hier. Im Eingangsbereich des Reisezentrums stand ein Security-Mann mit großem Hund mit Maulkorb. Ich sagte, wir wollten Plätze von Barcelona
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Pinien-Meer :)
nach València buchen. Er rief das den Leuten am Schalter zu. Dann meinte er zu uns, wir könnten es probieren. Komische Situation. Wir gingen also zum Schalter, und die Frau konnte uns tatsächlich Sitzplatzreservierungen verkaufen, allerdings hatte sie nicht auf das gesamte Kontingent Zugriff, weshalb die Plätze in verschiedenen Wagons lagen. Naja, egal, aber das entspannte die Sache auf jeden Fall. Wir liefen noch etwas vor dem Bahnhof auf und ab, da war eine für einen Parkplatz schöne Anpflanzung. Dann nahmen wir den Zug nach Barcelona. Er war uns irgendwie nicht so sympathisch, ziemlich eng, voll und wir waren etwas besorgt, dass da kranke Leute waren. Aus dem Fenster konnte man eine ziemlich schöne, Camargue-ähnliche Landschaft sehen, und ich sah mehrere Hundert Flamingos!
In Barcelona mussten wir einen Flughafen-ähnlichen Check-In vollführen, mit Sachenscannen und Ticketabpiepen. Dann konnten wir einsteigen. Der Zug wirkte etwas vertrauenserweckender. Allerdings war es mittlerweile dunkel draußen und er huppelte einmal langsam durch eine merkwürdige Gegend mit schummrig beschienenen Gebäuden mit vergitterten Fenstern. Namid bekam gratis Kopfhörer im Zug, und wir konnten einen spanischen Film gucken, der über Monitore gezeigt wurde. Dann nutzte ich die Zeit zum Blogschreiben. Namid versuchte solange, in meinem spanischen Buch zu
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Archäologische Arbeiten in Carcassonne
lesen.
Um 22.55 Uhr erreichten wir València. Nachdem wir nicht die richtige Straße vom Bahnhof aus gefunden hatten, navigierte ich uns mit der FGM Karte – so kamen wir ohne Probleme nach halbstündigem Fußmarsch an. Ich rief unseren Host Lorenc an, und er öffnete uns die Tür. Als erstes bat er uns Desinfektionsmittel an, das war ja gut, dass er auch entsprechende Vorkehrungen in seinem Haushalt traf. Wir unterhielten uns kurz und gingen dann in unser Zimmer. Dort aßen wir unser Zipfelbaguette und gingen recht spät schlafen.


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