San Cipriano - Cali - Popayan - San Augustin - Tatacoa-Wueste - Villavieja 06.07. - 18.07.2010


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July 22nd 2010
Published: July 26th 2010
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San Cipriano - Cali - Popayan - San Augustin - Tatacoa-Wueste - Villavieja - Bogota 06.07. - 18.07.2010

Nach der Tauchsafari verabschiedete ich mich ein mal mehr von meinem Buder und hoppte in Cordoba aus dem Bus. Cordoba war der Ausganspunkt fuer meine naechste Destination, San Cipriano. Das coole an diesem Kaff ist nicht das Kaff selbst, sondern der Weg um hinzukommen... auf selbstgebastelten Eisenbahnwagen bestehend aus ein paar Rollen, Brettern und einem Motorrad. Das Vorderrad ist auf dem “Wagon” waehrend das Hinterrad den Antrieb darstellt. Gefahren wird einspurig und es hat Gegenverkehr.... das bedeutet, dass immer einer sein ganzes Zeug von den Geleisen nehmen und dann wieder hinauf hieven muss. Es wird natuerlich darum wird diskutiert wer gehen und wer bleiben muss. Punkte wie wer hat mehr Leute an Bord, schwereres Gepaeck, folg noch ein anderer... etc. weden beruecksichtigt. Mein grosser Rucksack war zwar eine Hilfe, aber wir mussten unser Zeug trotzdem mehrmals rauf- und wieder runterladen.
San Cipriano ist ein Kaff im in der Pampa draussen und ausser Tubing und Spaziergaengen im Nationalpark kann man nicht viel machen.... Die Haeuser sind sehr einfach, die Bevoelkerung ist fast ausschliesslich schwarz und die maennlichen Teenager haben alle einen Knall! Ich wurde an dem Tag als ich alleine unterwegs war x-mal angequatscht von irgendwelchen Schnoeseln unter 20, die mich fragten ob ich nicht ihre Freundin sein wolle.... (nein, danke, ich hab einen Freund und ich will keinen zweiten) - daran hab ich mich mittlerweile gewohnt. Die Kroenung kam aber noch... als es am Abend an meiner Tuer klopfte und ein Junge mit einer 20’000 Peso Note in den Fingern davor stand und was von “ama” nuschelte. Es dauerte ein Weilchen bis ich verstand, dass er mich fragte ob ich mit ihm fuer das bisschen Geld ins Bett gehen wuerde - das Zenario war einfach zu absurd.... aber noch nicht fertig. Ich verneinte und als er wissen wollte warum, da sagte ich ihm, dass ich keine Kinder anfasse. Er sah mich entruestet and und antwortete: ich bin kein Kind mehr, ich bin 15 Jahre alt! Ich dachte ich spinn!! Es geschieht ja nicht oft, dass ich sprachlos bin.... aber ich konnte darauf irgendwie nichts gescheites antworten, also entschloss ich mich dazu, mir an den Kopf zu fassen und einfach zu lachen!
In den 2 Tagen San Cipriano ging ich 2 mal spazieren, schaute 2 mal Fussball und ging 2 mal Tubing. Die Spaziergaenge unternahm ich jeweils alleine und das Tubing einmal mit einem netten Kerl vom Ort und das zweite mal mit ein paar Kanadiern und einem Australier, welche ich am 2. Tag dort kennengelernt habe (gottseidank)... das allerdings am letzten Tag nach einem langen lustigen Abend begleitet von insgesamt 72 Bier! Dank der langen Zeitspanne war der Kater am naechsten Tag sehr mild - zum Glueck ;-). Nach dem Tubing ging es zurueck nach Cali... wieder mit dem selbstgebastelten Zug und diesmal in stroemendem Regen.

In Cali blieb ich dann alleridings etwas als geplant. Ich wollte noch das Visum verlaengern und kriegte das am Freitag Nachmittag nicht gebacken. Deshalb war der Plan fuer Samstag morgen noch einmal das DAS zu besuchen... aber da ich am am Abend zuvor mit den Jungs (welche ich in San Cipriano kennengelernt habe) und noch ein paar anderen in den Ausgang ging, machte ein diesmal nicht-milder Kater meine Plaene zunichte und mein Visumsverlaengerungs-Vorhaben wurde auf Montag morgen verschoben. Und das kam so: Wir bezahlten 20’000 Pesos Eintritt und dafuer konnte man Trinken bis der Laden um 3 am zumachte.... Ein Whiskey Cola sahen zum Beispiel so aus: Eis, Schnapps und einen Schluck Cola... und kurz vor Ladenschluss ging ihnen die Cola aus - kein Wunder hatte Frau einen Kater J
Da ich nun etwas laenger in Cali blieb und das noch ueber das Final-Weekend ging ich mit ein paar Nasen vom Hostal in den Park X um Fussball auf Gossleinwand zu schauen. Das unter anderem mit Frank, dem Hollaender und wir malten uns solidarisch seine Farben auf die Wange.... es nuetzte nicht wirklich, denn die Hollaender spielten grottenschlecht und verdienten es zuverlieren. Es machte aber trotzdem Spass, obwohl wir in der 2. Halbzeit koeniglich verregnet wurden - da kam uns Franks Fahne zu Nutze - als Regenschutz!

Am Montag verlaengerte ich ohne Probleme mein Visum und dann machten ich mich in Begleitung von Frank auf den Weg nach Popayan. Wir erreichten das auch einige Stunden spaeter und bezogen ein guenstiges Hotel, wo wir unser Zimmer fuer 30’000 Pesos kriegten, weil wir kein Warmwasser hatten.... ich duschte dann kalt... und war innerhalb von wenigen Sekunden fertig, denn es war saukalt! In Popayan gibt es nicht viel zu machen, aber es verfuegt ueber eine huebsche Altstadt, die sich ohne Probleme an einem Morgen erkunden liess.

Von Popayan aus ging es weiter nach San Augustin... 6 Stunden lang extrem holperige Busfahrt - uebel! Endlich angekommen, bezogen wir ein Dorm in der Finca El Maco - ein schoenes Anwesen etwas ausserhalb, das von einem Schweizer gefuehrt wird. Das beste an der Finca war das Essen... insbesondere das home made Brot und die Thai-Curries!
Wir lernten am 1. Abend noch zwei lustige Chicas kennen - Emma und Silke. Emma hat sich noch als eine ganz spezielle Hilfe herausgestellt.... ich Superheldin habe im Hotel in Popayan meinen Pass liegen lassen. Zuefaelligerweise hatte Emma einen Flug von Popayan nach Santa Marta und wollte auch nach Taganga reisen. Und sehr netterweise meinte sie, dass sie meinen Pass nach Taganga ins Poseidon bringen koennte... nun steht Taganga mit gutem Grund nochmals auf meiner Reisezielliste.
San Augustin ist ein kleiner huebscher und ziemlich ruhiger Ort mit einigen archaeologischen Sites und einem archaeologischen Park (gehoert zum Museum). Frank und ich wollten eigentlich zum Park und dem Museum spazieren, aber wir durften dann hoch zu Ross dahin, weil die Pferde sowieso in den Park mussten. Wie nett! Wir besuchten das Museum und den Park... war interessant, aber wir waren dann doch froh, als wir den letzten Stein gesehen hatten, denn es war halt trotzdem immer wieder das selbe.... Loecher im Boden und dann die Figuren, Waechter und Beschuetzer der Graeber. Auf dem Heimweg beschlossen wir noch einen kleinen Umweg zu machen, weil da noch 2 Sites sein sollten... irgendwie verpassten wir aber eine Abzweigung und begamen nur El Tablon zu Gesicht... 5 Steine unter einem Dach, nichts von beeindruckend.
Da wir genug Archaeologie gesehen hatten, stand am naechsten Tag etwas Action auf dem Programm.... Rafting. Wir waren zu 6. im Gummiboot und nach einer Reihe von Paddeluebungen ginges dann auch los.... es war eine Kaffee-Fahrt und es war nett, aber nichts weltbewegendes. Es hatte ein paar Stromschnellen, aber wo genau da Nivel 3 sein sollte, fanden wir nicht heraus. Wieder zurueck im Hostal goennten wir uns nochmals ein Curry.

Am Tag danach wurde ich vom Herr des Hauses auf dem Toeff in die Stadt gefahre, weil der Hang von den Taxis nicht bewaeltigt werden konnte... die Strasse hat einen ziemlich steilen Abschnitt und nach dem heftigen Regen hatten die Taxis keine Chance. Im Dorf ging es per Collectivo Pitalito, dann im Van nach Neiva, dann einem Jeep nach Villavieja und zu guter letzt mit einem Motocarro (3-Rad-Toeff) in die Tatacoa-Wueste und zu Dona Elvia wo ich in ein Cabana einzog. Den Rest des Tages verbrachte ich mit lesen in der Haengematte und einem kurzen Spaziergang zur Sternwarte.... und wieder zurueck. Mit Sterne gucken war leider nichts - bewoekt und regen. Geschlafen habe ich wieder mal nicht sonderlich gut... das lag aber nicht am Bett, sondern an den immer klaeffenden Scheiss-Hunden.
Am naechsten Morgen wurde ich in den verschiedenen Teilen der Wueste rumgefahren... es gibt 2 graue (Los Hoyos) und 2 rote Teile (El Cuzco). Das es in der letzten Zeit geregnet hatte, war die ganze Umgebung ziemlich gruen... auch schoen, aber nicht gerade was man sich so unter Wueste vorstellt. Auch war es ziemlich schlammig und rutschig als wir in den Canyons rumspazierten - meine Schuhe sahen aus.... Aber die Strukturen geformt von Wasser und Wind sahen interessant aus.
Nach dem Lunch ging es wieder zurueck nach Villavieja wo ich etwas im Staedchen rumspazierte und das winzige Museum besichtigte. So sah ich noch die versteinerten Schildkroeten und erfuhr noch etwas ueber die Geschichte der Wueste, da mein Guide mir so gut wie gar nichts brauchbares erzaehlen konnte. Ich uebernachtete im steinalten Hotel La Casona... es hatte diesmal keine Hunde die die ganze Nacht jaulten, aber dafuer Muecken und kein Moskitonetz - tja, so kam mein Antibrumm wieder mal zum Zuge!

Von Villavieja aus ging es dann wieder nach Neiva und von da aus mit dem Coach nach Bogota....


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