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Brazil's flag
South America » Brazil » Maranhão » Barreirinhas
August 8th 2014
Published: August 11th 2014
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heute wird es sehr brasilianisch!


wir verlassen das wunderhübsche städtlein são luis mit seinen tönernen dachschindeln voll unkrautbewachsener idylle und fahren nach barreirinhas.
die dünen lençóis maranhenses im gleichnamigen nationalpark erwarten uns. “lençóis” bedeutet “leintuch” und das ist völlig einleuchtend, sobald man über die hellen hügel aus feinstem sand blickt. wie fein gefältelte bettwäsche erstrecken sich die dünen etwas abseits des dörfleins am fluss. dazwischen blitzen smaragdfarbene bänder aus lauwarmen wasser unter blassblauem rahmen. mit großen 4x4 gefährten stolpern wir eher als wir fahren. hüpfend geht es an den rand des nationalparkes und dann weiter zu fuß. der nachmittag wird mit baden in den herrlichen lagunen genutzt. dank regenwassers füllen sich die vertiefungen kurz nach der regenzeit und auch nur für zwei monate. wir haben also gerade ziemliches glück mit unserem timing! jede menge knappe strand-outfits von jung bis alt sind natürlich auch wieder dabei, in neon-pink und tiger-lilly. später folgt noch gemeinsames sonnenuntergang-schauen auf einer der dünen, funkelndes wasser unter uns und der blick gen horizont gerichtet. und dann passiert etwas witziges, erstmaliges: sobald die sonne für heute den himmel verlassen hat, wird eifrig und unisono geklatscht. zum dank an patchamama für das natur-schauspiel? wir wissen es nicht so genau, es gefällt uns aber sehr. fragen hilft heute auch nicht viel, da die vorherrschenden sprachen portugiesisch und französisch sind… mein eingeschlafenes schul-französisch reicht gerade noch zum lesen des tagesplans, aber dann sind auch schon meine grenzen erreicht :-(.
abends wird es, wie gesagt, einheimisch. so, wie wir uns brasilien vorgestellt haben! aus tapioka-mehl werden auf offener flamme kleine knusprige crepes gezaubert und anschließend mit schinken, käse, henderl gefüllt. am hafen von barreirinhas herrscht buntes treiben mit einer mischung aus live-musik und boxen-krach, tanzenden paaren, einer schier unüberschaubaren angebotsmenge an havaianas und schließlich sogar einer kleinen gruppe capoeiristas auf offener straße. der ort ist gemütlich, gar nicht städtisch, verschlafen und entgegen der meinung von lonely planet durchaus einen besuch wert. denn auch hier sind die niedrigen häuser mit gebrannten schindeln gedeckt und die restaurants entlang des hafens sind einladend wuselig mit vielen cocktail-schuppen dazwischen.


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