bolivian canyons


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Published: June 7th 2014
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wenn viet nam am besten mittels moped erkundet wird, dann ist wohl das pferd die beste wahl um die canyons boliviens zu besuchen.
nur wir zwei mit einem caballero, braven pferden und zu beginn herrlichem wetter beginnen den ritt entlang der bahngleise, bevor es in die roten felsentäler geht. mächtige sandtürme zu beiden seiten zwischen trockenen grasbetten. leider scheint ganz bolivien ein, durchaus mit afrika oder asian zu vergleichendes, müllproblem zu haben. sämtliche wege und abwege sind gepflastert mit teils jahrzentealten plastiksackerl-“mülldeponien”! sehr schade! der blick wird also etwas höher gerichtet, zu bergspitzen und kreisenden raubvögeln. die vormittägliche sonne wärmt schnell auf, von trab und galopp kommen wir fast ins schwitzen. kurz bevor die mittagspause ansteht kommt ein fast orkanartiger sandsturm auf, der uns ehrlich zusetzt. als kontaktlinsenträgerin reite ich dann vornehmlich “blind” und bei erreichen unserer müllhalde, die als lunch-platz dienen soll, verwechselt der carballero auch noch unser essen und ich esse völlig unwissend lama-fleisch. erst bei der dritten nachfrage stellt sich heraus, dass es doch nicht vegetarisch ist - ich bin ziemlich sauer, auch weil der völlig verdreckte und viel zu windige platz so ziemlich die schlechteste wahl für eine mittagspause ist!
es ist dann auch viel zu windig, um die tour, wie geplant, durch einen fluss fortzuführen - wir drehen um. sand-knirschen zwischen den zähnen und einen schier unüberbietbaren dreckfilm über uns, genießen wir aber den rückweg so gut, wie möglich. trotz kleiner rückschläge sind die grün-blau-roten hügel, klippen und die idyllischen schaf- und ziegen-herden ein erlebnis. genau so haben wir uns bolivien vorgestellt! die kleinen lehmhäuschen, immer eine tür in der mitte und rechts und links je ein kleines fenster, sind sicher einfach, wenn nicht sogar etwas trist. mit offenen ställen nebenan und den obligatorischen kindern davor, strahlt der gesamteindruck jedoch gewisse friedlichkeit aus. immer wieder überholen uns trucks, pick-ups, vieh-transporter - die ladefläche voller menschen. jedes mal werden wir in die riesigen staubwolken katapultiert und die frage, wohin diese menschen gekarrt werden bleibt als mindestens ebenso unangenehmer nachgeschmack haften.
zurück in tupiza lassen wir in der dusche kleine sanddünen zurück, bevor wir uns auf den weg zu frischer wäsche und !vegetarischem! essen (für mich) machen!
und morgen? will ich nichts tun! mal sehen, wie ich mich durchsetzen kann…


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