in Santiago de Compostela


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May 19th 2018
Published: May 19th 2018
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Jakobus der Ältere war einer der zwölf Jünger Jesu, Sohn des Zebedäus und Bruder von Johannes. Der Legende nach ging er gleich nach Christi Himmelfahrt in die römische Provinz Hispania, das heutige Spanien, um dort zu missionieren – allerdings mit wenig Erfolg. Er kehrte dann nach Palästina zurück und wurde dort schließlich auf Befehl des Königs Herodes Agrippa I. von Judäa im Jahre 44 enthauptet. Nach einer in Spanien seit dem Mittelalter verbreiteten Legende wurde sein Leichnam in ein Boot gelegt, das dann an die Küste Spaniens getrieben wurde. Nach einer anderen Version brachten seine Jünger Athanasius und Theodorus den Leichnam auf dem Seeweg in sein Missionsgebiet Spanien und setzten ihn in einem Steingrab auf dem Gebiet der heutigen Stadt Santiago de Compostela bei. Nach einer anderen in Kirchenkreisen verbreiteten Legende schenkte Kaiser Justinian die Gebeine dem Sinaikloster; in den Stürmen des Islam brachten Mönche die Reliquien in Spanien in Sicherheit. Als die Muslime auch Spanien eroberten, vergrub man die Reliquien an der Stelle, an der sich heute Santiago de Compostela befindet. Ausgrabungen zeigen, dass sich dort eine Nekropole befand, die zu einem römischen Militärlager aus dem 1. bis 4. Jahrhundert und einer suebischen Siedlung aus dem 5. bis 7. Jahrhundert gehört hatte.
Der Sarg des Hl. Jakobus befindet sich unter dem Hochaltar. Hinter diesem ist eine große Statue von ihm, die man umarmen kann. Dafür gibt es großes Interesse und eine lange Schlange.
Ich wüßte ja zu gerne, was in dem Sarg wirklich drin ist...
Der geballte Aberglaube ist schwer zu ertragen. Schön ist, dass der Eintritt in die Kirche kostenlos ist.
Auf allen Straßen nach SdC sieht man die Pilger herbeiströmen. Allerdings ist so ein Fußmarsch entlang einer viel befahrenen Straße kein Vergnügen. Und wenn sie dann angekommen sind, dann folgt die völlige Ernüchterung. Tage- oder Wochenlang gab's ein Schema: Aufstehen, Frühstück, Wandern, Bett suchen, Wäsche waschen, Abendessen, nächster Tag planen, Schlafen. Und dann ist man angekommen, fährt heim und beginnt das völlig sinnentleerte Leben wieder: Kochen, Putzen,Hund ausleeren, Abendessen richten. Und keine dieser Tätigkeiten ist je beendet. Mir geht es jedes Mal so nach einer Reise. Ich habe großes Mitleid mit ihnen.


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20th May 2018

Na, wenn das so ist!
Bleibe ich doch lieber gleich zuhause, weil ich dann soll eine Ernüchterung nicht habe.... Ach nee, das war, weil ich es mir nicht leisten kann, hihi! Na, was solls, ich wohne wenigstens schön und habe mehr Freizeit als vorher. Aber möchte doch gerne mal wieder länger weg, so wie meine zwei Monate hier unterwegs, ach, war das schön.... Viel Spaß und genieße das freie Leben so lange wie möglich!!!!!

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