Gierl

Hase Eduard

Gierl

Von Prudhoe Bay nach Feuerland auf Berta, meiner GS 1150 2013
Von Nairobi nach Kapstadt auf Paulchen 2015
Von Delhi nach Bangkok 2016
Einmal um den Block. 2017 30.000 km
Ans Ende der Welt via Marokko 2018



Europe » France June 2nd 2018

Schon wieder schönes Wetter. Weil Wochenende ist, sind die Straßen voll, besonders MR und Radfahrer. Mir hat zum Geburtstag jemand, der mich offensichtlich hasst, eine Weltkarte geschenkt, aud der man die Länder freirubbeln kann, in denen man schon mal war. Damit ich da nicht außen rum kratzen muss bin ich heute nach dem ersten Pass nach Andorra gefahren. Andorra ist heute mit 78.000 Einwohnern und 468 km² Fläche der Fläche nach der größte unter den sechs europäischen Zwergstaaten. Es ist das einzige Land der Welt, in dem zwei ausländische Amtsträger gemeinsam die Funktion des Staatsoberhauptes wahrnehmen. Der Bischof von Urgell und der Präsident von Frankreich regieren in einer symbolischen Doppelherrschaft. Zudem wird ein andorranischer Regierungschef gewählt. Andorra gehört zu den so genannten Steueroasen. Eine beachtliche Anzahl von Tagesbesuchern kommt der billigen... read more
Andorra
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das Unwetter

Europe » Spain June 1st 2018

Das Frühstück im Hotel Floida war spartanisch. Wofür fat das Hotel 3 Sterne? Brot, Butter, Marmelade. Die Pilger waren alle schon recht früh auf und bald weg. Alle sausten zur Kirche. Als ich dann fuhr, wimmelte es von Rollstühlen im ganzen Ort. Heilungen waren über Nacht offenbar nicht erfolgt. Aber das Wetterwunder hat geklappt, es war schön. Das hat mir dann gleich ein schlechtes Gewissen bereitet, denn wenn das Wunder auf so etwas Unwichtiges, wie das Wetter verschwendet wurde, dann habe ich auf Kosten eines Kranken einen schönen Tag...... 4 Pässe. Viele Motorradfahrer, meist in Kolonne fahrend. Plötzlich war ich wieder in Spanien. Das Gebiet ist eine gigantische Skiregion, was bedeutet, dass fast alle Dörfer menschenleer sind mir hochgeklappten Bürgersteigen. Es ist unmöglich, irgendwo einen Kaffee zu trinken. Hotels gibt es zwar massenhaft, aber alle sind ... read more
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Europe » France » Midi-Pyrénées » Lourdes May 31st 2018

Pamplona schnell verlassene, wandte ich mich den Pyrenäen zu. Auch hier überrascht: steile Hänge, oben noch Schneefelder und wunderschön. Ich fuhr neun der Pässe, mehr war nicht drin aus Zeitgründen. Dann nach Lourdes. Die Stadt hat das wirtschaftliche Potential der Marienerscheinung erkannt und perfekt vermarktet. So viele Hotels auf einem Haufen habe ich noch nie gesehen. Ich fand meines lange nicht und fuhr am Schluss wutschnaubend in die verkehrte Richtung durch eine Einbahnstraße. Es schüttete und es kam keiner. Nur in Singapur hatte ich ein kleineres Zimmer. Dann ging ich zur GROTTE, die nicht verschlossen wird, weil außerhalb, unter der Kirche. Die Leute pressen Sachen an die Wände der Grotte, fahren mit den Händen die Felswände entlang. Bisher hat noch keiner geschrien, dass er wieder sehen oder gehen kann. Die Läden im Umfeld sind von der ... read more
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Europe » Spain » Basque Country » Bilbao May 29th 2018

Die Hotel in Bilbao waren weitgehend ausgebucht. Frei waren nur noch Betten in Schlafsälen mit 10 Betten oder Hotels mit Zimmerpreisen von vielen Hundert Euro - bis zu 3500 €. Ich wusste gar nicht, dass es das gibt. Also buchte ich außerhalb in einem Kurheim, das mindestens 100 Jahre alt ist und diesen Charm bewahrt hat. Es ist früher von einem Orden geleitet worden und mein Zimmer schaut aus, wie eine Klosterzelle. Es waren 50 km bis Bilbao aber eine wunderschöne Fahrt durch so eine Art Schwarzwald. Und es hat nicht geregnet!!! Mit Paul fuhr ich bis direkt vors Museum, wo er brav auf mich wartete. Die Stadt ist weitgehend toll hergerichtet. Der Begriff Bilbao-Effekt bezeichnet die gezielte Aufwertung von Orten durch spektakuläre Bauten von Architekten. Der Begriff geht auf die Entwicklung der nordspanischen Stadt Bilbao ... read more
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Europe » Spain » Asturias » Llanes May 27th 2018

Tiefe Wolken. Das Gute war, dass es nicht den ganzen Tag geregnet hat, sondern immer wieder. Es gab also Pausen. Zuerst wollte ich zu einem Spickloch. Das Kalkgestein an der Küste ist sehr zerklüftet. Wenn sich vom Meer her ein Gang in Richtung Land gebildete her, dann pressen die Wellen das Wasser in diesen Gang. Und falls dann irgendwo eine Öffnung ist, dann wird das Wasser in einer imposanten Fontäne herausgepresst. Allerdings: heute war das Meer spiegelglatt, so dass sich gar nichts tat. Frust. Rundfahrt. Dabei wollte ich quer durch die Berge. Traf auf ein Schild, das Navibesitzer davor warnte, diesen zu folgen. Die Straßen hier seien schmal und ungeteert. Ich fuhr trotzdem, aber als die Straße von geteert, schlecht geteert, ungeteert zu steil und schlecht und mit dicht bewachsenem Mittelstreifen wechselte, kehrte ich um. Meine ... read more
das Spuckloch das nicht wollte
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Römische Brücke in Cangas

Europe » Spain » Asturias May 26th 2018

Aufgewacht und gleich abgesoffen. Es hat so geschüttet, dass man schon nass wurde, wenn man nur aus dem Fenster geschaut hat. Rumgetrödelt. Aber als ich um 11.30 endlich aus der Tiefgarage kam, regnete es nur wenig und es war bedeutend heller. Sofort entschied ich mich, nicht auf der Autobahn nach Bilbao zu fahren, sondern zuerst einen Schlenzer durch die Berge zu machen. Sehr schön dort! Die Straßen wieder extra für mich ausgebaut, obwohl ich heute nicht immer ganz allein unterwegs war. Ich traf zum Beispiel eine Kuhherde, die in Richtung neuer Weidegründe marschierte. Dann wurde es wieder tiefschwarz, es schüttete, ich fuhr nach Norden, Richtung Autobahn. Und so war es 17.00 als ich erst etwa 60 km von Oviedo und noch 230 km von Bilbao entfernt war und keine Lust hatte auf die lange Fahrt. Endlich ... read more
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Europe » Spain » Principality of Asturias » Oviedo May 25th 2018

Tief hängende Wolken. Kühl. Trotzdem fuhr ich durch die Berge nach Oviedo. Ab 900 m Höhe dichter Nebel. Bären gab's auch (fast). Ich überlegte, wie ich auf die Bärenwarnung am Straßenrand reagieren sollte und kam zu dem Schluss, dass ich mich wohl fürchten muss Das tat ich dann den ganzen Tag. 1600 m: Schneeflecken neben der Straße. Ein Skigebiet. Aber immerhin im Sommerschlaf. Wieder mal früher Frühling mit Schlüsselblumen und austreibenden Bäumen. Ins nächste Tal. Um 12.30 begann es zu regnen/schütten. Nächster Pass. Wunderschöne Land, ganz anders als gestern. Weite, offene Täler. Mehr bewohnte Häuser. Die Nordrampe des Passes war dicht bewaldet mit Laubbäumen. Die Blätter glitzerten im Regen. Spektakuläre Schluchten mit senkrechten Wänden. Prähistorische Siedlungen mit Höhlenmalerei aber ohne mich... Eine köstliche lokale Spezialität: zwei dünne S... read more
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Europe » Spain » Galicia May 24th 2018

Nach einer kurzen, lauten Nacht im Studentenheim fuhr ich zum ersten mal wirklich nach Osten, auf der Autobahn bis Lugo. Dann begannen die Berge und die schöne Strecke. Winzige Dörfer. Ich wollte etwas Notvorrat in einem Supermarkt einkaufen, fand nur mühsam einen kleinen... Hier kommen wieder massenhaft peregrinos die Straße entlang und ich wundere mich über die Wegeführung. Oder vielleicht sind es nur die Pilger selbst, die lieber der Teerstraße folgen als den kleinen Weglein, die hemmungslos ins Tal und wieder in die Höhe führen. Die Berge sind leicht 1000 m hoch, da kommen dann zu den Kilometern auch noch die Höhenmeter dazu. Die Nebenstraßen, die ich so fuhr wären natürlich optimal zum Wandern. Nur sind die Dörfer weitgehend verlassen, es gibt nichts zum Essen und keinen Schlafplatz. Ich traf eine Schulklasse und stellte mir das ... read more
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Europe » Spain » Galicia » La Coruña » La Coruña May 23rd 2018

Heute bin endlich nach A Coruna gekommen und mich hat der Schlag getroffen. Opernhaus, mondäne Strandpromenade, Höllenverkehr. Mir Landei wurde ganz anders. Ibis kostete 120.- €. Vor drei Tagen noch 49. Ich fand McDonald's und Internet und buchte was außerhalb für 30.-. Vor meinem Fenster wird Fußball gespielt und Radio dröhnt. Genau wie ich es mag.... read more
Friedhof
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Europe » Spain » Galicia » La Coruña May 22nd 2018

Die Atlantikküste und das Wetter sind so schön, dass ich immer noch hier bin. Und nur genussvoll durch die Gegend geschlichen bin. In Camelle gbt's das Museo Aleman. Der Deutsch Manfred Gnädiger hat hier viele Jahre seines Lebens verbracht und ist auch da gestorben. Er hat am Strand aus den dortigen Granitbrocken Skulpturen gebaut. Nach seinem Tod fand man in seiner Hütte Skizzenbücher, Zeichnungen und Objekte. Aus all diesem ist ein interessantes, kleines Museum gemacht worden. Manfred Gnädinger kam im Jahr 1962 in das Fischerdorf Camelle. Woher er kam, ist unbekannt. Er wurde als zu jene Zeit gut gekleidet und gebildet beschrieben. Ein paar Jahre später baute er sich eine kleine Hütte am Strand des Atlantischen Ozeans. Hier verbrachte er die nächsten dreißig Jahre und wurde zu einer Attraktion im Ort. Mit einem langen Bart und ... read more
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