Chitwan Nationalpark Tag 2


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Asia » Nepal
April 3rd 2012
Published: June 20th 2017
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Nachdem der gestrige Tag so voll war mit Programm, wird der heutige Tag etwas entspannter angegangen: nach dem Fruehstueck haben wir erst einmal bis zum Mittagessen Freizeit.

Wir nutzen diese natuerlich sinnvoll und es gelingt uns schliesslich ein paar Fluege zu buchen!

Kalkutta – Trivandrum am 11.4. ist gebongt, dann geht es am 24.04. von Mumbai nach Sydney und tada: auch unser Rueckflug ist nun gebucht: am 29.07. fliegen wir per Direktflug mit Condor von Rio De Janeiro nach Hamburg! Ankunft: 11:35 Uhr am 30.07.! Wir freuen uns schon auf Euch!

Aber noch sind wir ja hier und nachdem wir ueber den Flugbuchungen gebruetet haben, ist es auch wirklich an der Zeit sich abzukuehlen… Wir machen uns also auf den Weg zum Elefantenbaden!

Ihr koennt Euch ja gar nicht vorstellen, wie cool das ist! Ich bin aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus gekommen!

An der Badestelle angekommen, die praktisch direkt neben unserem Hotel ist, bestaunen wir erst einmal das Treiben: es wird geduscht und geputzt, trompetet und gelacht.

Als mich dann ein besonders symphatischer Mahout anspricht, ob ich auch will, bin ich schon ein bisschen aufgeregt. Wenige Sekunden spaeter sitze ich zum ersten mal in meinem Leben direkt auf einem riesigen Elefanten – nicht im "Balkonsitz", sondern direkt auf der Haut, hinter den Ohren…

Und dann geht es los: wir schreiten ins Wasser und dann faengt meine Elefantenkuh auch sogleich an Wasser in den Ruessel zu ziehen und dieses dann ueber ihren Kopf hinweg, mir direkt ins Gesicht und auf den Koerper zu pusten. Was fuer eine Gaudi!

Das ganze wiederholt sich dann, sehr zu meinem Entzuecken, mehrere male und dann geht es ins etwas tiefere Wasser. Hier ist dann der Spass, dass der Elefant (meine Dame ist uebrigens 24 und Fussballerin – kein Scherz!) den Touri (natuerlich nicht den Mahout) vom eigenen Ruecken befoerdert, sodass man im mehr oder weniger hohen Bogen ins Wasser platscht und denkt, gleich ist man unter dem tonnenschweren Tier begraben… Dem ist aber natuerlich nicht so, und so wiederholt sich auch das Abwerfen und das nicht ganz einfache “Wiederbesteigen” des Elefanten einige male. Zwischendurch schuette ich immer mal Wasser ueber die Elefantenkuh und schubber ihr den Ruecken. Als kleinen, letzten Hoehepunkt, stelle ich mich dann noch einmal auf den Ruecken der Elefantendame und sie verpasst mir ein paar Extra-Duschen im stehen. Oh, man – das war wirklich ein grossartiges Erlebnis – ich bin ganz glueckselig und wir beschliessen morgen gleich noch einmal zu kommen, damit auch Netti das einmal erlebt.

Sehr lustig ist auch, dass meine Elefantendame mit ihrer aelteren Schwester stets kommuniziert, wenn sie aus dem Wasser kommt. Ein solches Trompeten habe ich zuvor noch genausowenig gehoert wie das Geraeusch, dass eine Elefantenruessel macht, wenn der Elefant ihn auf den Boden haut. Irre!

Nach der Brackwasser-Dusche brauche ich dann leider doch noch eine richtige Dusche und waehrend ich diese geniesse bucht Netti den letzten fehlenden Flug: Sydney – Buenos Aires am 24.05.

Nach dem Mittagessen steht dann noch eine Kanufahrt, der Jungle-Walk und das Elephant Breeding Center (also unser 2tes EBC) auf dem Programm.

Die Flussfahrt bestreiten wir in einem Kanu, dass in einem Stueck aus einem riesigen Baum geschnitzt wurde und ehrlich gesagt ist es ziemlich wackelig und wir haben ein wenig Angst um unsere Kamera… Was wir zu sehen bekommen ist allerdings toll: etliche Voegel halten sich am Wasser auf und alle paar hundert Meter liegen Krokodile in ihren Hoehlen, oder am Ufer.

Die grossen Krokodile sind in guter Zahl vorhanden und sind gerade zur Brutzeit gar nicht so ungefaehrlich, erzaehlt uns unser Guide – war fast gar nicht noetig, denn Respekt hatten wir vorher schon. J

Die zweite Krokodilsart (die mit spitzem Maul) ist hingegen sehr selten und das ist eben auch die Art, die sie im Crokodile Breeding Center, welches wir am Vortag haetten besichtigen sollen, zuechten um sie vom Aussterben zu bewahren. Unser Guide berichtet, dass dort 700 Krokodile geboren wurden und auch ausgewildert wurden, jedoch nicht mehr als 5% der in Gefangenschaft gezuechteten Tiere in freier Wildbahn ueberleben. Schade – gerade wo diese Art komplett harmlose Fischfresser sind und nicht wie die, die wir staendig sehen, alles fressen, was ihnen vor die Nase kommt…

Aus dem Kanu gestiegen, geht es dann mitten im Dschungel zu fuss weiter… Wir bekommen erst noch eine Einweisung, wie wir uns zu verhalten haben, sollten wir auf eine der 4 auf den Menschen mitunter aggressiv reagierenden Spezies stossen: Tiger, wilde Elefanten, Rhinozerosse und Wildschweine…

Dadurch und durch die Aufzaehlung der giftigen Schlangen und Spinnen motiviert, stapfen wir also kurz spaeter mit gehoerigem Respekt durch den Dschungel, wie ich es mir nicht haette vorstellen koennen. Leider ist es gerade jetzt in der Hochphase der Trockenheit unmoeglich sich als Mensch wirklich leise zu bewegen: ueberall liegen vertrocknete Blaetter auf dem Boden, die unter lautem Getoese unter einem bersten, wenn man darauf tritt, was leider unvermeidlich ist. Ein bisschen Wild, viele Voegel (so z.B. Storche und Reiher sowie Indian Roller) sehen wir aber trotzdem –wenn auch nicht von so nahem wie das Krokodil im See…

Ganz besonders beeindruckt haben mich die Singvoegel. Wir haben eine Stelle gehabt, wo es aus allen Richtungen die tollsten Laute gab – das hat man wirklich noch nicht gehoert und ich haette einfach stundenlang lauschen koennen.

Nach 3 Stunden des Umherwanderns und jedes mal denken, dass die wilden Huehner ein riesiges Tier sein muessen (sie sind naemlich gefuehlt noch lauter gewesen als wir) kommen wir am Elephant Breeding Center an. Hier wurden in den letzten Jahren 26 Elefantenbabies gezeugt und 18 davon lebend geboren. Vater war stets ein wilder Elefant. Das neueste Mitglied der grossen Familie ist dann auch wirklich betoerend: die kleine ist erst 2 Wochen alt und noch extem ungar und tollpatschig. Man hat das gefuehl, die kleine weiss noch nicht, wie man den Ruessel kontrolliert und auch das Gesicht wirkt noch sehr unfertig. Niedlich ist es dann, als der 4 Monate alte, ebenfalls noch kleine Elefant versucht die Juengste zum Spielen zu annimieren – leider vergeblich.

So viele, Junge Elefanten auf einem Haufen sind schon toll. Schade nur, dass auch hier die Elefanten (bis auf die 2 ganz jungen) an Ketten liegen und sich kaum bewegen koennen. Auch hier heisst es, tagsueber seien die alle auf Nahrungssuche und nur nachts an Ketten. Hoffen wir, dass es stimmt. Zumindest geht es ihnen scheinbar gut genug um sich eifrig zu vermehren. Elefanten tragen 22-24 Monate und gebaehren dann 70-80 Kg schwere Kaelber, sie schlafen nur 3 Stunden die Nacht. Wahnsinn!

Leider ruft nun auch schon das Abendessen und im Hotel angekommen wird uns erst einmal berichtet, was dort los war: eine 3 Meter Viper, die wohl nicht ungefaehrlich war, wurde dort vom Personal erlegt. Der Ranger (unser Guide) hat die Schlange dann wohl recht traurig beerdigt. Waere er anwesend gewesen, haette er sie wohl nicht getoetet…

Ich gebe zu, bevor ich heute Abend schlafen gehe, schaue ich noch mal in die Ecken und in die Toilette… Man weiss ja nie…


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6th April 2012

na wir freuen uns doppelt so sehr!!!!!!! ilona und rene
6th April 2012

Rspekt, toller Bericht und super Bilder !! .... auch die Berichte vom Everest waren super genial.

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