Jakarta


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Asia » Indonesia » Java » Jakarta
February 23rd 2012
Published: March 2nd 2012
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Es ist kurz nach Mitternacht, während wir im Taxi vom Flughafen in die 28-Millionen-Metropole Jakarta einfahren. Es sieht irgendwie aus, wie in einem schlechten Horrorfilm. Heruntergekommene Bauten, das wenige Licht wirft sich bewegende Schatten auf die etwas helleren Teile der fast schwarzen Wände, während es von den düsteren Straßenschluchten dazwischen dann vollständig verschluckt wird, obwohl im Diffusen doch ab und zu so etwas wie eine Straßenlaterne erkennbar ist. Im Scheinwerferlicht tauchen vereinzelt kleine Gestalten auf und verschwinden wieder. Wir hören das deutliche klicken, als die Zentralverrieglung verschließt. Es ist schon etwas gruselig, wenn wir dann an der nächsten Ampel anhalten. Und plötzlich schlägt etwas gegen die Seitenscheiben und den Kofferraum. Zwischen etwas, was wie Hände aussieht, erscheint ein verdrecktes und verlebtes Kindergesicht, was man noch eindeutig an den Augen sehen kann.
Weiter geht die Fahrt, links und rechts der Straße werden die Müllberge immer größer, sonst scheint alles wie ausgestorben. Das Taxi hält vor einem Siebziger-Jahre-Sündenbau, uneinladend, fast will es sagen, fahrt bloß weiter. Der Fahrer dreht sich um: „Endstation!“ Hier? Kein Hinweis auf das Hotel. „Das ist die Adresse, was kümmert es mich.“ sagt uns das Achselzucken des Fahrers und zeigt auf das Haus.

Hier aussteigen? Wir können von Glück reden, wenn wir es lebend wenigstens bis zum nächsten Bordstein schaffen. Wir schauen uns gegenseitig zweifelnd an. Da steht unser Gepäck auch schon auf der Straße und wir finden uns daneben ein. Ein paar Gestalten in Begleitung zweier knapp bekleideter Frauen tauchen aus dem Schatten des Gebäudes auf. Wir fragen nach dem Hotel und man weist uns den Weg, ein Treppe hinunter in das Untergeschoss. Stockduster! Ein Licht fängt an zu flackern und ein Mann kommt uns entgegen. „Security!“ sagt er und zeigt auf sich. Das hätten wir jetzt auch gern, doch beim Mustern seiner Figur fallen nur seine dunklen Klamotten und ein großes Messer an seinem Gürtel auf, dessen kalter Stahl lüstern im kalten Licht der Energiesparlampe schimmert.
Da gongt es hinter ihm und eine Tür öffnet sich. Ein Fahrstuhl, darin hängt ein Schild, auf welchem in großen Buchstaben der Name unseres Hotels für den dritten Stock ausgewiesen steht.

An uns ist noch alles dran und wir sehen nach einem Speed-Sightseeing zu, dass wir dieser Stadt den Rücken kehren, obwohl das Essen sehr lecker und die Menschen bei Tageslicht betrachtet doch recht freundlich scheinen.


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6th March 2012
mal etwas ansehnliches (leider etwas unscharf geworden)

Grüße aus Berlin
Hallo Jens, hab alles aufmerksam gelesen. Hoffe ihr habt Jakarta überstanden...sonst soll es auf Java doch recht schön sein? Land, Vulkan? Bei Singapur freue ich mich schon auf unsren Urlaub. Also noch viel Spass euch beiden...ich werde es verfolgen. LG Sebastian

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