Tag in Kashgar


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China's flag
Asia » China » Xinjiang » Kashgar
June 9th 2017
Published: June 10th 2017
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Ein typischer Tag, der mit Einreiseformalitäten verbracht wird. Das Frühstück war ganz chinesisch, aber immerhin gab s außer Reisbrei und Hefeteilchen auch noch andere Köstlichkeiten. aber einige von uns waren schon überrascht. Das Hotel, in dem wir wohnen ist ganz vornehm, voller Marmor und Gold, riesige Halle... Aber für die Tassen gab's beim Frühstück keine Untertassen, für den Saft keine Gläser usw. In meiner Dusche ist eine Anti-Rutsch Matte, die ich nicht mal anschauen will, geschweige denn benützen will. Sie ist schwarz von Schimmel. Ich weiß von vielen Hotels, dass sie in weit entfernten Gegenden europäische Manager einstellen. Das ist hier offensichtlich nicht der Fall und man merkt es.

Aber natürlich ist das Hotel prima, wir kommen aus Kirgisien und Tajikistan - da hatten wir ganz andere Unterkünfte.

Ja, und dann trafen wir uns um 11.00 um die Fahrzeuge aus dem Zoll zu holen. Vorher müssen allerdings sehr viele Formalitäten erledigt werden von den Beamten. Die machen drei Stunden Mittag und hören recht früh auf. Sie waren also einfach nicht fertig. Also zurück, MR Kleidung ausgezogen, Stadtbummel.

Die Hauptsehenswürdigkeit Kashgars ist die alte Stadt, bewohnt von Moslems. Aber ganz offensichtlich ist diesr Stadtteil auch der Kulturrevolution zum Opfer gefallen, oder auch nur der Abrißbirne der folgenden Jahre. Jedenfalls ist dieser Stadtteil sehr hübsch gemacht, aber aus der Retorte. Alle Häuser haben die gleichen Dekore, die gleichen Aufrisse..... Die Moschee wirkt etwas authentischer, aber nach Bukhara und Samarkand war es halt eine weitere Moschee an der Seidenstraße, aber nichts Aufregendes.

Schon bei der Einfahrt in die Stadt gestern laberte der Chinesische Reiseführer endlos, über die Sicherheit. Man kommt nicht in die Stadt, ohne einen Kontrollposten zu passieren. Und in der Stadt sind mindestens alle 500 m kleine Polizeistationen. Da steht ein uniformierter Knabe in martialischem Gehabe davor, drinnen sitzt noch einer, der darf auf dem Handy spielen. Auf den Straßen ist eine unübersehbare Polizeipräsenz, bewaffnet, mit Schilden zu ihrer Verteidigung, in kleineren oder größeren Gruppen. Wüßte gern, was da los ist. Aber in China ist die Nachrichtensituation eingeschränkt. Whats App, Facebook etc sind alle gesperrt.... Ganz entgegen den Versicherungen unseres Führers fühle ich mich nicht sicher sondern bedroht.
Nachmittag: Fahrt zum Zoll. Und siehe da, kaum 5 Stunden später waren die MR unser.
Viele verbrachten den Abend mit Besäufnis, schließlich ist morgen nichts geplant.


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