Tag 54


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China's flag
Asia » China » Xinjiang
June 13th 2017
Published: June 18th 2017
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Als ich aufwachte, war der Van weg. Es stellte sich heraus, dass der Checkpoint VOR dem Pass (75 Meilen, ca 110 km) am Vortag keinen Pass sehen wollte, aber heute schon. Deshalb erging um 7.00 ein Anruf an unseren chinesischen Führer, um 7.30 fuhren Pete und Andi im Van ck. Pass rauf, Pass runter. Dann zum Checkpoint - was auch immer die wollten. Um 15.00 waren sie zurück. Die Passstraße ist sehr steil, kurvig und recht eng. Motorräder können schon irgendwann mal überholen, aber für einen Mercedes Transporter gibt's da eher wenig Gelegenheiten. Inzwischen konnten wir nur schlafen oder irgendwo rumlungern. Die Unterkunft war eher beschdeiden, kein fließendes Wasser, keine Duschen, Plumpsklo im Hof.

Aber als sie zurück waren ging alles blitzschnell, Campbags in den Van. Abfahrt. Leider dauerte der Fahrspaß nur zwei Minuten, da war dann der nächste checkpoint.Dort warteten wir zwei Stunden, bis wir endlich weiter durften.

17.00 Uhr. Es wurde kalt. Der nächste Pass begann sofort. Haarnadelkurven, Bergstürze/Rutsche, die die Strecke im Winter weggerissen hatten, dort war jetzt Schotter, Schlamm, Wasser, Matsch.Es begann zu regnen, weiter oben Schneetreiben. Lehm auf der Strecke sorgte für volles Fahrvergnügen.

Weiter oben war dann komplett gesperrt. In der Nacht vorher war ein Bergrutsch herunter gekommen, und wo vorher Straße war, entstand ein tiefes Loch. Die Straßenarbeiter waren schon den ganzen Tag am Werk gewesen und hatten inzwischen das Loch ziemllich zugeschüttet. Hier stellte sich also heraus, dass unsere Warterei in der Unterkunft sogar noch ein Glücksfall war, denn da oben hättn wir auch warten müssen, nur unter unngenehmeren Umständen. Die straßenarbeiter in Asien oder Südamerika sind weit unkonventioneller, als die in Europa. Obwohl die Straße keineswegs fertig war, durften wir weiterfahren. Inzwischen hatte ich den Anschluß an die Gruppe verloren, nur Khalid/Quatari war noch bei mir. Wir kämpften uns gemeinsam durch die nächsten grauenhaften Strecken. Khalid war am erfrieren, er ist solche Temperaturen einfach nicht gewöhnt. Oben war das Schneetreiben noch schlimmer, das Visir war voller Schnee, der dort angefroren war, die Spiegel ebenso, von Durchblick keine Rede. Gemeinsam fuhrren Khalid und ich zum Hotel. Und dort eine wunderbare Überraschung: Es gab Heizung, ein waschbecken mit Wasser (kalt) und ein klo in jedem Zimmer. Es war einfach wunderbar.

Natürlich war es schon spät, als wir uns dann in einem nahegelegenen Restaurant zum Essen hinsetzten. Die prinzessin war ganz aufgeregt - das ist doch nach meiner Schlafenszit!!!

In der Nccht fielen große Teile des Verputzes von der Decke - es schaute recht spaßig aus.

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