Machu Picchu


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Peru's flag
South America » Peru
June 28th 2012
Published: June 20th 2017
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Geo: -13.1628, -72.5158

Es ist kurz nach vier als der Wecker klingelt und wir uns aus dem Bett quälen. Der Blick aus dem eh offenen Fenster verspricht, dass es trocken bleibt. Wir packen also unsere 7 Sachen und marschieren nach unten zur Rezeption. Frühstück gibt es im 4ten Stock – wir lehnen ab und machen uns gleich auf den Weg in den Ort. Als wir die Preise im 24 Std. Caffé sehen, verlassen wir den Laden wieder ohne etwas zu kaufen. Das war mal locker deutsches Preisniveau!Weiter geht es also zur Bus-Station. JJ hat keine Lust den Berg zu Fuß in Angriff zu nehmen und da es mittlerweile auch nach 5 ist ich auch nicht...

Es hat sich schon eine endlos scheinende Schlange gebildet und die Busse fahren auch noch gar nicht, so dauert es eine Weile bis wir wirklich abfahren.

Wir kommen gegen 6:00 Uhr (und somit genau zur Öffnungszeit) am Eingang an und hetzen zum Haus des Wächters hoch, um möglichst noch touri-freie Fotos machen zu können. Und wer erwartet uns schon freudig, dort oben auf dem Berg? Ein paar dämlich guckende Lamas, die wir natürlich sofort zu Fotomodels machen...

Der Anblick des Machu Picchu ist wirklich gigantisch: eine andere Welt scheint sich vor einem aufzutun und im frühen Morgenlicht und mit ein paar Wolken, die ins Tal der Inka-Stadt ziehen, wirkt das ganze wirklich mystisch.

Wir geniessen den Anblick von einer der oberen Terassen aus eine ganze weile und schießen eine Menge Fotos – man hat jedes mal das Gefühl „nein, so ganz hat es das Foto nicht getroffen“. Kein Wunder allerdings, denn solche Orte kann wohl einfach keine Kamera der Welt einfangen.

Als wir uns endlich loseisen können müssen wir uns auch schon sputen: um 7:45 Uhr treffen wir unseren Guide am Eingang.

Mittlerweile herrscht auch schon Hochbetrieb und so wird der 2te Anstieg zum Haus des Wächters eine kleine Schneckenparade: Piss-Pott, Piss-Pott...

In den folgenden 2 Stunden wandern wir das komplette Gelände mit unsere 16-köpfigen Gruppe plus Guide ab. Einmal mehr ist es schön einen Guide zu haben, der einem erklärt was man sieht und Hintergrundinformationen liefert. Bei dem allgemeinen Gewirre ist es aber auch ein Kampf dem Guide und der Gruppe zu folgen.

Wir bekommen zu erst Einiges über die ausgepfeilte Landwirtschaft im Agrar-Sektor erzählt, so wurden die Terassen in der untersten Schicht mit Steinen, dann mit Sand und dann mit Humus angelegt. Nicht schlecht in einem Bereich, wo es viel regnet.

Als nächstes geht es dann in den Stadt-Bereich. Hier gibt es den Sonnentempel, das Königs-Grab (wo allerdings nie ein König gefunden wurde), das Inka-Haus, den „drei Fenster Tempel“, den Haupt-Tempel, die Intihuatana-Sonnenuhr, den neuen botanischen Garten, den Kontrollposten zum Waynapicchu, den heiligen Stein, die astronomischen Spiegel und den Tempel des Kondor zu bestaunen.
Es ist doch wirklich immer wieder erstaunlich, wie ausgewieft die Menschen damals schon waren. Die Sonnenuhr funktioniert, die astronomischen Spiegel erleichterten die Vermessung des Himmels und der Tempel des Kondor ist einfach wunderbar aus den Begebenheiten gemacht.

Als unsere Führung endet, besuchen wir einmal die Örtlichkeiten, ehe wir ein drittes Mal das Gebiet betreten und uns an den Anstieg machen. Dieses mal wollen wir die Inka-Brücke erkunden. Es ist eine schöne Wanderung von etwa einer dreiviertelstunde und auch hier ist der Blick auf Tal und Berge einfach toll. Die Inka-Stadt sieht man zwar von hier nicht mehr, dafür aber den reißenden Fluss im Tal.

Als wir zurück sind, genießen wir noch einmal den Blick auf die Stadt, ehe wir uns an den Abstieg gen Aguas Calientes machen.

Nachdem wir ein gutes Stück bergab geschafft haben, welches uns noch einmal verdeutlicht, dass es die richtige Entscheidung war am Morgen den Bus genommen zu haben, sehen wir vor uns ein bekanntes Gesicht: Karly, die wir auf der Pampas-Tour in Rurre kennengelernt hatten, marschiert in Begleitung von einer Deutschen (Julia) vor uns. Im Dauerschnack mit Julia und Karly vergeht der Marsch bergab im Handumdrehen und da wir pünktlich zum Fussi wieder in der Stadt sind, schauen wir uns gemeinsam das Spiel an. Spanien gewinnt im Elfmeterschießen und hat Glück, dass es dazu überhaupt gekommen ist. Schade, Portugal.

Nach dem Spiel heißt es dann die nächsten 2 Stunden bis zur Abfahrt des Zuges herumzubringen. Unsere tolle Hamburger-Tante ist leider heute (noch) nicht da, also bummeln wir noch einmal über den Markt ehe wir in den Zug steigen.

Gute 1,5 Std später sind wir in Ollantaytambo und steigen in einen PKW um, der uns und unsere israelitischen Mitbewohner im Eiltempo ins Hotel bring.

Nach dem frühen Morgen und anstrengenden Tag fallen wir nach einer Dusche wie tod ins Bett.

Es war einmal wieder ein toller Tag mit vielen bleibenden Erinnerungen an eine bemerkenswerte Kultur.



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9th July 2012

.... wer kann weiter spucken, wohl keine Frage !!??habt Ihr Anja mal beim Fussball beobachtet ??? grins

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