fiesta a cusco


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Peru's flag
South America » Peru » Cusco » Cusco
June 18th 2014
Published: June 19th 2014
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unser erster tag in peru überrascht mit einer neuen parade! hier wird weniger gestreikt und mehr gefeiert als in bolivien. peru ist ruhiger, teurer, zurückhaltender, sicherer, sauberer. direkt am hauptplatz, wieder mal ein plaza de armas, werden riesige heiligenfiguren auf den schultern schwitzender junger männer und unter kapellen-musik in die kathedrale getragen. wir wissen leider nicht genau, wozu, aber das spektakel inklusive tanzender masken und geschmückter lamas, ist sehenswert! der eingang zur kathedrale wird polizeilich gesichert wie die staatsbank - soll ja niemand auf die idee kommen, der heiligen anna (hier besonders verehrt) zu nahe zu treten. in glitzernden roben und von “fliegenden” engeln umgarnt werden auch zahlreiche marien, heilige martins und heilige cristobals durch die riesigen kirchentore getragen. zeitgleich tanzen kostümierte und maskierte männer und buben, mit ausgestopften lama-babies am rücken, über den platz. sie peitschen einander gegenseitig die nackten waden… soll einer südamerikanische bräuche verstehen - wir tun es nicht, genießen aber sehr das bunte treiben.
entlang der lonely planet city walking tour durchqueren wir wieder mal einen markt - diesmal mit eigenartigem meeres-fang. scheinbar getrocknete algen, in pakete gepresst und vermeintliche fischeier verwundern uns ebenso, wie getrockneter rindermagen und zig verschiedene maissorten. in riesigen säcken werden außerdem allerorts “puffadas” verkauft - wie popcorn geblähtes, meist gesüßtes, getreide in allen formen und farben, gerne von den beleibten marktfrauen gefuttert.
weiters finden wir ein veganes (!) lokal und die versuchung meinerseits ist einfach zu groß! wunderbar gesundes essen darf man hier nicht einfach so ignorieren, die möglichkeit bietet sich zu selten! außerdem verweigert markus das obligatorische meerschweinchen. ich versteh ihn aber, denn diese großen, rattenähnlichen, getiere, wie sie da so übereinander gestapelt auf den märkten in der sonne schwitzen… die verbleibenden nagezähne geben, neben vom braten grotesk geplatzter haut, wohl den endgültig letzten grund, sie nicht zu essen.
cusco liegt bezaubernd inmitten eines bergringes, die stadtausmaße schwingen elegant an den hügeln entlang und die vielen kirchen sowie die tönernen dächer erinnern an italien. brunnen mit löwen-köpfen, schönes kopfsteinpflaster und malerische, wenn auch nach urin stinkende, gässchen laden zum schlendern ein. die plaza de armas könnte so auch überall in europa zu finden sein. mit blitzblanken straßen und gepflegten grünflächen hebt sich peru deutlich von bolivien ab. auch die einwohner sind anders. schlanker, eleganter, etwas weniger kinder. “die stadt der tussies”, meint markus, ob der vielen jungen frauen in knallengen leggings und hohen hacken. “ das hätte es in bolivien nicht gegeben!”. ;-)
nach gesundem mittagessen werden wir abends die gassen nach triefendem straßen-futter absuchen. knusprig frittierte schweinehaut, papas frittas, maisküchlein, empanadas oder saltenas finden sich immer schnell und markus hat sie verdient nach dem essen unter “körndlfresser-frauen”!


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19th June 2014
cuy

OH my--
Local cuisine.

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