Huaraz aus Sicht der Ausgebremsten


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South America » Peru » Ancash » Huaraz
June 8th 2015
Published: June 26th 2015
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Wie schon gesagt sollte uns die Gemütlichkeit unseres Hostels noch zugute kommen. Auf der Rückfahrt von unserer Akklimatisierungstour zur Laguna Churup ging's mir nämlich plötzlich zunehmend elender und am nächsten Tag lag ich auch schon flach. Gewöhnliche oder spezielle Bergsteigererkältung ist schwer zu sagen, jedenfalls waren weitere Pläne damit erstmal hinfällig.
Sandra hat in den Tagen wenigstens mal einen Ausflug zum Pastoruri-Gletscher als Auflockerung des Pflegedienstes mitgemacht und durch dessen Höhe von 5200m etwas die Akklimatisierung aufgefrischt.
Als es mit mir dann wieder aufwärts ging, haben wir versucht, den Haushügel zu erklimmen. Abgesehen von leichten Orientierungsproblemen war's wohl auch zuviel zu früh, denn nach 300hm war schon Schluss mit lustig. Und am nächsten Tag hat mich dann Sandra im Krankenstand abgelöst. Am Ende hat uns das ganze zum Kennenlernen des Krankenhauses, vielen bunten Pillen in geschlechtsspezifischer Farbe und insgesamt 10 Tagen Zwangsaufenthalt in der Stadt verholfen.
Da jeder zwischendurch ja auch mal frei von krank hatte kennen wir uns nun bestens in Huaraz aus und haben ein bisschen was vom alltäglichen und nicht so ganz alltäglichen Leben mitbekommen. Eines Tages war die Plaza de Armas ganztägig Schauplatz einer Art Fest inklusive zweier gegenüberliegender Bühnen, die den Platz zur Ohrenschädigungszone machten. Den Plakaten mit Konterfei des Politikers “Waldo“ nach zu schliessen (seinen Auftritt habe ich verpasst) sah das nach Wahlkampfveranstaltung aus. Doch wie wir später erfahren haben, liegt die Wahl des Regionalpräsidenten schon 4 Monate zurück, er feiert nun nur in ein paar Städten, dass das Volk ihn, auch dank eines Köders von 500 Soles pro Familie (dessen Auszahlung in den Sternen steht), brav gewählt hat.
Wohl kirchlicher Art muss ein weiteres Großereignis gewesen sein, zu dem sämtliche Straßen rund um die Plaza in ein Blumenmeer verwandelt wurden. Und sowohl in der großen Markthalle als auch auf den Straßen gibt es an jeder zweiten Ecke ein für uns ungewohntes Bild oder Fotomotiv.
Schließlich durfte ich dann aber zur Wiederauffrischung der Akklimatisation doch noch den Standardausflug zur Laguna 69 machen, während Sandra sich noch pflegen musste. Die Wanderung scheint trotz des Ziels auf 4650m Höhe besonders bei frisch eingeflogenen Touristen beliebt zu sein, die gerne mal in Shorts starten oder bei der Rückkehr hecheln, sehr blass im Gesicht und überhaupt recht leidend aussehen.


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26th June 2015

Nee, oder?
Hallo ihr beiden, das tut mir echt leid für euch! Ich hoffe, ihr konntet trotz Krankheit euren Urlaub auch genießen und wenigstens den südamerikanischen Alltag positiv auf euch wirken lassen. Aufgrund langjähriger Erfahrung weiß ich, dass man im Krankenhaus besonders gut Spanisch lernt. D.h. wenn ihr zurück seid, gibt's den Reisebericht auf Spanisch, oder? :) Jetzt seid ihr hoffentlich gesund und genießt die letzten Urlaubstage! Viele Grüße Andrea

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