Von Kokosnüssen


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Colombia's flag
South America » Colombia
July 17th 2012
Published: June 20th 2017
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Ich habe zwar widererwarten keine Probleme in der Hängematte zu schlafen und wir werden auch nicht von Mücken zerstochen; meine Nacht wird trotzdem kurz, denn die monatlichen Spaßverderber melden sich mit erheblichen Schmerzen und ich habe nicht einmal etwas dabei... NICHTS!
Um halb sechs mag ich dann auch nicht mehr liegen und stehe auf um dem Dschungel beim Erwachen zuzusehen/hören. Vögel singen und schreien, die Brüllaffen brüllen und Frösche suchen wieder die Deckung im Gebüsch. Kurz später ist auch einer der Angestellen auf und läd mich auf einen Kaffee ein. Erst einmal suchen wir jedoch Brennholz - es ist jede Menge da. Zu meinem Glück ist die hübsche Farbige aus San Francisco auch schon wach und so kann ich größtenteils einfach dem Gespräch beiwohnen ohne selber viel zu sagen.
Nach 2 Kaffee streife ich noch ein bisschen durch die Gegend ehe Netti dann um sieben auch hoch ist. Ihr hat das in der Hängematte schlafen trotz auableibender Mücken- und Spinnenattacke nicht besonders geschmeckt.
Kurz später machen wir uns, nur noch mit einem knappen Liter Wasser bewaffnet auf den Weg.
Wir sammeln eine Kokosnuss auf und versuchen umständlich sie zu knacken. Zumindest an den Saft kommen wir nach einiger Arbeit auch und in uns steigt ein Robinson Cruso Gefühl auf. Nein! Wir werden nicht verdursten und haben alles richtig gemacht nicht noch für teures Geld Wasser gekauft zu haben!
Wir schlleppen die halboffene Kokosnuss mit, wollen sie später an einem Stein öffnen, aber ein Einheimischer kommt uns zuvor. Als er die Nuss sieht steigt er vom Pferd, sucht eine Nuss und öffnet erst diese und dann unsere gekonnt mit einer Machete. Wir haben ja auch nur ein Taschenmesser...
Wir wandern in der Folge eine gute Weile durch den dichten Wald und lassen die Natur auf uns wirken.
Einige Zeit später kommen wir am Ziel "El Cabo" an.
Ein traumhafter Strand, gesäumt von Palmen. Das Highlight des Parks.
Wir machen es uns gemütlich und ich werde erst wieder aktiv als JJ sich über Durst beklagt. Eine Kokosnuss muss her! Ich mache mich auf die Suche nach einem geeigneten Objekt und werde bald fündig. Auch das Knacken geht nun bedeutend schneller und der Saft ist köstlich. Das Fleisch, welches ich kurz später freilege ist viel besser als das der beiden Nüsse zuvor.
Wir bleiben eine gute Weile in diesem Paradies, nicht zuletzt weil mir das Wasser so lieb ist.
Gegen 13:00 Uhr machen wir uns dann sonnenbetankt auf den Rückweg.
Gerade als wir uns noch einmal eine Kokosnuss suchen, taucht unser edler Helfer von morgens wieder auf und so komme ich nicht noch einmal in den Genuss des Nussöffnens, dafür bekommen wir schnell etwas zu trinken...
Um drei Uhr halten wir noch einmal zum Schwimmen in der "Öl-Bucht", dann geht es zurück zum Parkplatz wo um fünf der Bus endlich fährt. Es war ein toller Ausflug - leider ohne Fotos.
In Taganga zurück ärgern wir uns ein wenig über unser Zimmer: es ist teurer und deutlich schlechter als das zuvor, zudem stirbt beim Durchsuchen der großen Rucksäcke die letzte Hoffnung auf ein Wiederfinden der Kamera.
Mir geht es zudem in der Folge nicht so gut, sodass "Özil", eine Hundedame mit unglaublichen Glubschaugen, aber irgendwie total niedlich, den Großteil meines Essens bekommt...
Morgen heißt es dann Abschied nehmen von unserer Katzenmutti und den Katzenkindern und ein letztes mal Bus fahren. Ab Cartagena wird dann nur noch geflogen...

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