Boca, San Telmo und auf nach Iguazu


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South America » Argentina » Buenos Aires
June 3rd 2012
Published: June 20th 2017
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Die Jungs in unserem Dorm schnarchen nicht und so schlafen wir glatt bis kurz vor zehn durch.Nun heißt es schnell packen, denn um 11:00 Uhr müssen wir aus dem Zimmer sein. Oh, man – das schnelle Packen haben wir glatt verlernt und so dauert es eine ganze Weile bis wir unsere 7 Sachen verstaut und ausgecheckt haben.

Nachdem wir das Haus verlassen haben, suchen wir die richtige Bushaltestelle und fahren kurz darauf durch die ganze Stadt bis ins Arbeiterviertel „La Boca“. Uns hatte im Vorweg jeder gesagt, nach La Boca müssten wir unbedingt. Dort angekommen ist es auch wirklich ganz nett: die Häuser sind alle schön bunt angemalt, der Hafen liegt linker Hand und es ist ein kleiner Markt am Laufen. Aber ganz ehrlich? Es ist schrecklich touristisch. Alle 2 Meter will einen jemand in ein Lokal locken, die frage „Where are you from“ wird alle 10 Sekunden gestellt.
Hmmm – nicht so dolle, aber wir trauen uns auch nicht weiter hinein ins Viertel. Wir wollenn unser Glück ja nicht überstrapazieren.

Nach einem kurzen Bummel um den Block setzen wir uns dann also wieder in den Bus und fahren in Richtung San Telmo. JJ geht die Lederjacke nicht aus dem Kopf...

Wir bummeln also noch einmal die Straßen hinunter und erfreuen uns dem Gewimmel an Leuten. Es ist schon eine schöne Athmosphäre auf so einem Markt.

An der Defensa 982 angekommen sind wir froh zu sehen, dass der Lederjackenmann heute da ist. Es folgt ein Kampf von Janette mit sich selbst: die Jacke ist ein wenig mehr geknüllt worden als die, die sie letzte Woche anhatte und auch ein paar Narben im Leder mögen nicht so rechtgefallen. Als der Verkäufer dann auch mit dem Preis nicht so heruntergehen magt wie Netti es gerne gehabt hätte, entfernen wir uns OHNE die Jacke gekauft zu haben. Netti's Gesicht auf den nächsten Metern entnehme ich, dass sie die Jacke schon gern gekauft hätte, sich aber ein wenig „verbockt“ hat weil er auf ihre Strategie „ich habe nicht mehr Geld, also bekomme ich sie für Summe x“ nicht eingegangen ist.

Die Tatsache, dass er die Jacke für weniger Geld partout nicht hergeben wollte, nährt aber auch den Gedanken, dass der reduzierte Preis wirklich die Schmerzgrenze gewesen ist... Nach etwas gut Zureden, stimmt Netti also ein und ich gehe noch einmal zurück und kaufe die Jacke. Und eines kann ich guten Gewissens sagen: sie sieht klasse aus! (und für das Geld, was sie gekostet hat, hätten wir zu Hause gerade mal den Ärmel bekommen...)

Deutlich zufriedener als zuvor treten wir nun die Heimreise zum Hostel an.

Zu unserem Entsetzen fährt jedoch die U-Bahn nicht ab Cathedral und so irren wir erst ein wenig durch die Gassen, ehe wir es schaffen eine Bahn zu finden die auch fährt.

Wir kommen nun so spät wieder am Hostel an, dass Melvin uns sofort ein Taxi zum Busbahnhof ruft.

Wenige Minuten später ruft dann das Taxiunternehmen an und teilt mit, dass sie keine Wagen haben. Nun muss alles ganz schnell gehen und Melvin hält uns ein Taxi an der Straße an.

Der Busbahnhof, an dem wir sehr zeitig eintreffen, ist wirklich ordentlich groß und entsprechend imposant. Wir werden etwas nervös, ob wir denn „auch richtig stehen“, denn einer nach dem anderen Bus wird angezeigt, nur unserer nicht. 10 Minuten vor Abfahrt, ist es dann doch soweit und auch unser Bus wird angezeigt – und startet unweit von wo wir stehen.

Der Bus ist nicht gerade das neueste Model von denen die hier so herumfahren, er ist aber 100 Klassen besser als die, mit denen wir auf dieser Reise schon gefahren sind...

Es sind wenig andere Leute im Bus und die, mit denen wir dann doch ins Gespräch kommen, machen einem auch nicht unbedingt Mut, finden sie doch, dass man extrem mutig sei durch Argentinien zu reisen...

Die Busklasse, die wir gebucht haben beinhaltet Essen und soo bekommen wir nach der Snackbox, die wir sofort bei Einstieg bekommen haben, noch eine warme Mahlzeit in einer Gaststätte. Die Spaghetti gehen sogar, während man auf die Snackbox hätte gut verzichten können. Mal sehen, ob wir noch Busgesellschaften finden werden, wo auch das essen schmeckt. El Rapido Argentina ist nach erstem Empfinden eher untere Mittelklasse. Aber: und das ist ja nun fast am Wichtigsten: das Buspersonal ist nett und hilfsbereit....


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5th June 2012

Liebe Anja, ich hatte schon geweint wegen der Jacke, hatte schon befürchtet, Du kaufst sie ihr nicht !!!!! grins.....

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