Mandalay


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December 21st 2014
Published: June 20th 2017
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Morgens um vier klingelt der Wecker und wir packen in Windeseile unsere Sachen. Auf geht's zum Flughafen - und dann nach Mandalay im weihnachtlich geschmückten Flieger mit sehr nettem Personal - im direkten Vergleich mit China Air der klare Sieger. Am Flughafen angekommen kümmern wir uns erst einmal um die Weiterreise. Wir wollen, so schnell es geht in den Norden, aber nachdem uns der Preis für den Flug tags zuvor schon viel zu teuer war, ist er heute noch teurer - zumindest bis wir im Internet fündig werden. Am 22ten geht es also auch gleich schon wieder weiter, aber es wird wohl nicht der letzte Besuch in Mandalay bleiben, denn die Stadt ist absoluter Knotenpunkt.
Nach getaner Buchung geht es mit dem Taxi in die Stadt - über eine Std. entfernt liegt hier der Flughafen.
Wir lassen uns zu einem Hostel fahren, welches leider keine Zimmer mehr hat, was dann zur Folge hat, dass wir mit Sack und Pack durch die Stadt wandern, um eine Alternative zu finden.
So mühsam das ist, so schön ist es auch. Mandalay ist eine quirlige Stadt und wir landen in kürzester Zeit in einem Stau. Auf dem Straßenmarkt. Zu fuß! Und da wissen wir dann auch sogleich wieder, was wir an Südostasien so lieben. Es ist für alle ein wenig Stress - aber alle bleiben gelassen. Nicht vergessen werde ich die alte Dame, die uns freudig anstrahlt und dabei eifrig mit dem Kopf nickt. Es ist allgemein erstaunlich, dass eigentlich jedes Lächeln mit einem Lächeln beantwortet wird.
Als wir endlich am Ziel sind und zumindest eines unserer Zimmer fertig ist, geht es auch gleich schon wieder Los. Evelyn, Silja, Netti und ich gehen etwas essen und schmieden Pläne für die nächsten Tage. Teure Flüge und volle Hostels sollen nicht noch mal passieren...
Zurück am Guesthouse ist dann auch Amandine wieder fit und bereit für Großes. Sie plant nach Mingun zu fahren und Janette und ich sind dabei, während Evelyn und Silja es ruhig angehen lassen und sich um die Buchungen kümmern wollen.
Nach kurzer Verhandlung mit dem Fahrer sind wir dann auf dem Weg. Über Stock und Stein geht es nach Mingun. Die Fahrt zeigt uns herrlich viel von der Umgebung und dem Leben um Mandalay und die vielen, goldverzierten Stupas auf den Hügeln am Fluss, sehen einfach toll aus.
In Mingun erwartet uns die Ruine dessen, was einmal die größte Pagode der Welt werden sollte, 1838 aber von einem starken Erdbeben zerstört wurde und somit heute leider nur noch etwas mehr ist, als der größte Ziegelsteinhaufen der Welt.
Von der Ruine aus hat man allerdings einen wundervollen Blick auf den Ayeyarwady (Fluss) und unser eigentliches Ziel: die Hsinbyume-Pagode, welche in Weiß erstrahlt.
Ehe wir es dorthin schaffen, halten wir noch an der Mingun-Glocke - der größten, funktionsfähigen Glocke der Welt.
Die Hsinbyme-Pagode selbst kommt dann ein wenig bescheidener daher, als wir es uns auf den Fotos vorgestellt hatten, ist aber nichtsdestotrotz beeindruckend - so ganz ohne Gold.
Die Rückfahrt ist dann etwas ermüdend, aber kommt zumindest entgegen der Hinfahrt ohne Beinaheunfälle aus.
Im Guesthouse angekommen ereilt uns die Nachricht, dass unsere zuvor getätigten Reisepläne wohl nicht aufgehen werden. Auch der Besuch im Reisebüro und im Internetshop scheitern und so laufen wir recht lange durch die Stadt, um zumindest im gewünschten Restaurant zu essen.
Wir haben schon nicht mehr daran geglaubt anzukommen bzw. Ein Taxi zu finden, als wir dann doch Glück haben - und so, nachdem auch die Letzte voll gesättigt ist, als doppeltes Glück empfinden, denn die Wanderung durch Stadtteile, die wir sonst wohl nicht gesehen hätten, war grandios: Einblicke in Wohnungen, ganze Häuser voller Obst und Gemüse und viele freundliche Gesichter waren wirklich einen knurrenden Magen wert.
Und auch das Restaurant wusste, von einer Ausnahme abgesehen (ich sag nur "wer wirft denn da mit Ei"😉 mit gutem Essen und guten Drinks zu überzeugen. Ein schöner Abend.
Die Frage, die blieb, war die nach der Heimreise ins Hostel. Taxis sind nach 21:00 Uhr kaum zu finden und auch das Restaurant vermochte keines zu organisieren. Also stapfen wir los - und sind uns sehr bald sicher, dass wir kein Taxi finden werden.
Aber Myanmar wäre wohl nicht Myanmar, wenn nicht nette Leute einem zur Seite stehen würden. Ein junger Mann auf einem Motorroller fragt, wie er uns helfen kann. Wir sagen, wir benötigen ein Taxi für 5 Personen. Er schaut auf seinen Roller und sieht ein, dass er uns 5 tatsächlich nicht alleine fahren kann. Er ruft kurzer Hand ein paar Bekannte an und Minuten später sitzen wir alle auf Motorrollern und fahren nach Hause. Toll.


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21st December 2014

....... cooool

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