nach Granada 500 km


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April 18th 2018
Published: April 18th 2018
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Wenn um 7.00 der Wecker läutet ist es noch fast dunkel. Ich bin ziemlich weit nach Westen gefahren und das merkt man jetzt.

Nach einem Frühstück im Haus der Chorknaben holte ich Paul aus der Garage. Die Straßen sind so schmal, dass es völlig undenkbar ist, irgendwo zu parken.

Der Dom schloss gestern zu früh. Dafür war er heute schon vor der Öffnungszeit auf. Und am besten war die Tatsache, dass auch die Kassiererin noch nicht da war.

Hohe schmiedeeisene Gitter umgeben sowohl Altarbereich als auch den Raum für den Chor.

Und auch hier gibt es eine lebensgroße biblische Darstellung, das letzte Abendmahl. Sie wird in der Karwoche bei der Prozession rumgeschleppt.

Dann fuhr ich nach SO. Ich wollte in einen Ort, in dem es eine Reliquie vom Kreuz Christie gibt. Und die hat auch noch ein Engel geliefert.

Aber nach 150 km war ich so erbost über die Szenerie, dass ich umdisponiert. Es gab nur Kiefernwälder, eine höchst gepflegte Landwirtschaft (Wein und etwas Getreide) und dazwischen Brachflächen, die fast so intensiv genutzt wurden, wie die Felder, nämlich als Mülldeponie.

Ich musste an Don Quixote denken, der durch diese Gegend gezogen ist. Als ich mit 13 das Buch las, gefiel es mir nicht besonders. Der gute Mann hatte offenbar ein Problem mit der Wirklichkeit. Aber nach meinem eigenen Ritt durch diese trostlose Gegend, weiß ich wie es wirklich war. Ihm war einfach grauenhaft langweilig. Und als er dann eine Windmühle sah wusste er zwar genau, dass dies eine Windmühle ist, aber er kämpfte dennoch gegen sie, einfach weil ihm so fad war.

Ich bog nach SW um. Irgendwann wurde die Geged etwas hügelig und die Straße war nett und kurvig. Zuerst wuchs nicht viel. Man züchtete Pfähle. Dazu steckt man einen 2 m langen Stecken in die Erde. Am einen Ende schlägt er Wurzeln. Am anderen wächst er in die Höhe. Sämtliche Seitentriebe werden konsequent abgeschnitten und irgendwann kann man den Balken ernten.

Aber dann begannen die Olivenhaine. So weit das Auge reicht. Die ersten 20 km war ich fasziniert. Dann gelangweilt. Und nach 200 km überlegte ich, wo man wohl einen ganz gemeinen Olivenbaumschädling her bekommt.....

Inzwischen war die Sierra Nevada schneeweiß und leuchtend im Hintergrund. Aber über die Oliven hat mich das auch nicht hinweggetröstet.

Die Straßen sind durchwegs hervorragend, egal ob sie einspurig oder sechsspurig sind. EU Gelder sind da reichlich geflossen....


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