Ruhetag in Yakutsk


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June 16th 2019
Published: June 16th 2019
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Heute ist für uns von der Cheyenne N520CS planmäßig der letzte "Ruhetag" ohne Flugbewegung. Das nutzen wir zum Kräftesammeln.

Um 11:00 startet die obligatorische Citytour. Diesmal steht der Besuch eines Permafrost-Museums an und dann soll der "Heilige Berg" der Yakuten angeschaut werden. Der Untergrund ist hier seit 1,5 Mio. Jahren aufgrund eiszeitlicher Ereignisse bis in eine Tiefe von etwa 1500m tiefgefroren. Im Sommer taut die oberste Schicht bis etwa 2m Tiefe auf. Darunter ist ewiges Eis. Das macht natürlich besonders für den Bau von Gebäuden und Straßen große Probleme. Alle Bauten stehen auf Stelzen, die bis zu 30m in die Tiefe gerammt werden müssen, um die Last aufnehmen zu können. Dafür muss der Untergrund punktuell mit Wasserdampf aufgetaut werden. Alle Wasser- und Abwasserleitungen verlaufen oberirdisch und müssen im Winter permanent beheizt werden. Auf meine Frage, wie denn die vielen PKW und LKW bei Minus 40 Grad und darunter gestartet werden können, deutete die Reiseführerin an, dass die einzige Chance im Winter darin besteht, die Fahrzeuge nicht auszumachen. Kaum vorstellbar, was das in der Praxis bedeutet. Es wäre sicher hochinteressant, sich das mal im Winter anzuschauen, aber das ist wohl wirklich nur etwas für ganz Hartgesottene.

Der "Heilige Berg" ist eine Art Freilichtmuseum für die alte Kultur und wird von einer Familie unterhalten, die der Nachwelt das Schamanenwesen und die alten Bräuche der Yakuten erhalten will. Das richtet sich offensichtlich nicht nur an Touristen sondern auch an die eigene Bevölkerung. Die Betreiber bringen das mit viel Herzblut herüber und wir sind echt beeindruckt.

Danach folgt ein kurzer Rundgang durch das "alte" Yakutsk, das sich auf ein kleines Viertel an der Lena mit restaurierten Holzhäusern und Straßen aus Holzpflaster beschränkt.

Der zentrale Platz ist der "Lenin-Platz" mit dem sehr großen und imposanten Standbild. Auf diesem Platz treffen sich die Yakuten zum Sehen und Gesehenwerden. Den Springbrunnen nutzen viele Kinder und Jugenliche für eine Abkühlung. Hier ist richtig Trubel. Es sind auch viele durchgestylte Teens und Twens zu sehen und am Fuße der Statue üben die hiesigen Skateboarder.

Heute geht es früh zur Nachtruhe, denn morgen stehen zumindest für einige Crews 2 Strecken, nämlich nach Magadan (UHMM) und Anadyr (UHMA) auf dem Programm. Aufgrund von dann weiteren 3 Stunden Zeitverschiebung und den beschränkten Öffnungszeiten der Airports ist das nur zu schaffen, wenn gleich bei Öffnung des Flughafens Yakutsk um 08:00 Uhr gestartet wird. Wir haben nur die Strecke bis Magadan zu überwinden und können es morgen etwas entspannter angehen.


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