09.04. - 20.04.2010... Ueberfahrt auf der Stahlratte von Carti via San Blas nach Cartagena, Kolumbien


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Published: April 28th 2010
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09.04. - 20.04.2010
Ueberfahrt auf der Stahlratte von Carti via San Blas nach Cartagena, Kolumbien

Wir mussten wieder einmal mehr sehr früh aufstehen, denn um 5 Uhr sollten wir abgeholt und nach Carti transportiert werden. Wir wurden dann auch abgeholt, allerdings etwas spaeter…. Allerdings war es dann fast 6 Uhr bis alles Gepaeck auf und in die Jeeps geladen war und wir dann losfuhren. Gegen Mittag erreichten wir den National Park und etwas spaeter luden wir unser Gepaeck auf ein kleines Boot, welches uns zur Stahlratte brachte - einem gewaltigen 2 Master.
Wir wurden von er Crew (Nicole und Roli) und dem Captain Ludwig (von den Kuna und spaeter auch von uns liebevoll Lulu genannt) in Empfang genommen. An Bord waren schon Megan und Marshal, Chris und Dan aus den Vereinigten Stadten, alle samt Motorraedern. Nach dem wir unsere Kajueten bezogen hatten gab es einen feinen Lunch und wir stellten uns einander vor. Da waren außer den oben erwaehnten noch Esther aus Holland, Chris II und Rowan aus UK, Angela und Phil aus UK (seit ca. 4 Jahren mit dem Truck unterwegs), Andi ebenfalls aus UK, dann Claudia und Huschke (seit ein paar Monaten mit dem Jeep on the road) und wir 2 aus der Schweiz. 17 Nasen im ganzen.
Noch waehrend dem Essen ging es los… wir motorten nach San Blas Archipel. Viele kleine Inseln mit Palmen, klares Wasser, Sonnenscheine und ein angenehme Brise machte das Leben an Bord zu einem Traum. Wir verbrachten 5 Tage in San Blas, die meiste Zeit davon in der Inselgruppe Coco Banderas. Das Wasser war herrlich, wir schnorchelten (beim outer Reef sahen wir einen Ammenhai und einige Zitronenhaie - beeindruckend), badeten und hatten es einfach gemütlich, vielfach mit der Floating Bar J. Es stand auch eine Beachparty auf dem Programm, mit genialem BBQ und einem gigantischen Bonfire - duerre Palmwedel und trockene Kokosnuesse brennen sehr gut! Es produzierte leider auch etwas Rauch, was einigen Nachbaren auf ihrem Schiff nicht so gefiel. Zu den Highlights gehoerten nebst der Reise an sich eine Piraten-Party an Bord (die war der absolute Hammer, alle mit Verkleidung und Schminke im Gesicht und Vollgas am feiern. Der Spassfaktor war unbeschreiblich und der hung-over am folgenden Tag war sehr mild - zum glueck!) sowie das Nachtessen auf einer Insel der Kunas (es gab Reis, Bananen und Chicken - einfach, aber gut) und die schon mal erwaehnte Beachparty. Wir assen im allgemeinen immer sehr reichhaltig und ausgesprochen gut - grosses Kompliment an alle die Kueche. Das Kulinarische Highlight war eine Lasagne die Nicole zubereitete - so was von lecker!!!
Nur zum segeln kamen wir nicht oft - der Wind, das himmlische Kind wollte nicht so ganz. Wir segelten etwas zwischen den Inseln herum, aber fuer mehr war der Wind nicht zu haben. Tja, man kann eben nicht nur gewinnen.
Nach Coco Banderas ging auf die grosse ca. 28 Stunden lang dauernde überfahrt nach Cartagena…. Wegen des eher von vorne kommenden Windes war per Motorsailing. Es schaukelte nun zum ersten mal! Die Crew war zwar der Meinung, dass die See extrem ruhig sei, aber fuer unsereins reichte es völlig. Es war auch so sehr gewoehnungsbeduerftig - man muss sich die ganze Zeit festhalten, die Kochtoepfe werden auf dem Herd fixiert, man muss alles auf Gummimatten stellen, damit es nicht wegrutscht und auch das Schlafen fand ich eher speziell. Da Jannick und ich unsere Kajueten im vorderen Teil des Schiffes hatten zog ich es vor an einem anderen Ort zu schlafen, wo es weniger geschaukelt hat - das Geschaukel macht zwar muede, aber schlafen konnte ich nicht (im Bett zumindest nicht, auf der Couch ging es dann einigermaßen). Alle überstanden das Crossing ohne groessere Schwierigkeiten und obwohl es ein paar Stunden laenger dauerte als geplant - Generator und Autopilot fielen nachts einmal aus, es war dann aber trotzdem angenehm, als wir wieder in ruhigem Wasser waren und wir uns wieder normal bewegen konnten. Wir warteten dann in Cartagena geschlagene 6 Stunden bis das ganze Immigrationzeug erledigt war und wir unsere Paesse mit einem Stempel zurück erhielten… die verpeilten Immigration Leute stempelten meinen Pass sogar 2 mal. Die paar extra Stunden waren gar nicht schlecht um die Stahlratte noch ein bisschen geniessen zu koennen und den Segelturn ausklingen zu lassenJ.
Es war eine absolut geniale Zeit an Bord der Stahlratte, kaum zu glauben, dass die 8 Tage so schnell rum waren. Die Leute (inklusive der Crew und natürlich dem supi Kaepten) waren klasse und es machte einfach nur Spass mit dem kunterbunten Haufen unterwegs zu sein. Das einzige was nicht so prickelnd war, war Jannicks Unfall am 2. Tag. Es gibt ein Seil am Schiff und daran kann man sich von der Bordwand aus nach aussen schwingen und sich dann ins Wasser fallen lassen - ist ziemlich hoch, macht aber höllisch Spass. Nach ein paar Anlaeufen wurde das Seil dann etwas laenger gemacht, so dass man vom Bugnetz aus schingen konnte…. Ist recht hoch und macht kriegt ziemlichen Speed. Dann war Jannick an der Reihe mit Tarzan spielen… er kam und schwing raus… und raus… und dann wieder Richtung Ratte…. und weiter Richtung Ratte und wieder in Richtung Deck, weil er den Punkt zum loslassen versäumt hatte. Er schlug mit dem linken Fuss an einem Metallpfosten an und landete etwas unsanft an Deck. Ich im Wasser am noodeln ahnte nichts gutes… das wurde dann auch bestätigt, als ich aus dem Wasser kletterte, das Blut sah und die eher bestuerzten Gesichter der anderen. Er hatte sich beim Anschlagen an dem Pfosten die letzten beiden Zehen halb abgerissen. Die Wunde wurde gespuelt, desinfiziert und verbunden und dann gab es einen Ausflug zum Medical Center auf einer der Inseln. Dort wurde die Wunde von einer huebschen und sympathischen Aerztin waehrend etwa 45 min genaeht. Bruder hatte alles in allem Glueck gehabt, Knochen und Sehnen sind alle intakt, nur eine haessliche Fleischwunde. So kam es, dass Jannick nun an Bord mehrheitlich mit chillen beschäftigt war und lieb von allend bedient wurde. Auch muessen wir unsere Reiseplaene etwas umgestalten, weil er nicht richtig laufen kann. Tja, was solls, wir sind ja flexibel… und ich mir das Reisen mit einem Bruchpiloten schon gewohnt - nicht wahr, mein herzensallerliebster Fuhri Senior ;-)


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12th June 2010

hey carmen, saucool, die Stahlratte haben wir auch gesehen, als wir mit "unserem" - viel kleineren, nur 5 Mitsegler und el capitan David + Estrella und 2-jähriger Sara - aus Cartagena rausgesegelt sind... hört sich echt saucool an Dein Bericht und das Boot, hoffentl. kann Dein Bruder mittlerweile wieder spielen... Wär auch toll gewesen Dich da schon getroffen zu haben - holen wir viell. ja in Asien nach (-: Wir hatten auch die Bugboje und wir hatten - nicht immer, aber teilweise heftig - Wind und keine Ausweichmöglichkeit, hab daher nicht allzuviel geschlafen - bei 45 Grad Neigung und meterhohem auf und ab nicht so prickelnd (-; weiterhin viel spass und erfolg beim DM!!!

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