22.03. - 03.04.2010 San Jose, Quepos und Manuel Antonio, Dominical, Puerto Jimenez und Bolita


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Published: April 18th 2010
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22.03. - 03.04.2010
San Jose, Quepos und Manuel Antonio, Dominical, Puerto Jimenez und Bolita

Am 22.03.10 flogen Jannick und ich nach Costa Rica. Wir reisten gut und gelangten ohne Probleme nach san Jose, wo wir in einem Dorm des Tranquilo Backpackers logierten.
Wir blieben 4 Tage in SJO… am 1. Tag wollten wir eigentlich den Vulkan Poas besuchen, aber wir fanden die Busstation nicht auf Anhieb und deshalb verpassten wir den Bus zum Vulkan. So kam es, dass wir in SJO umher spazierten und uns die nächsten paar Tage organisierten. Wir besuchten am den Vulkan Poas, der gewaltig gedampft hat weil es täglich geregnet hat. Dann machten wir einen Tagesausflug zum Vulkan Irazu (der alles andere als spektakulär war, zum einen weil er schläft und das sehr tief und zum anderen, weil es ziemlich schwierig war ein paar gescheite Fotos zu machen), zu irgendeinem Tal wo es eine zerfallenen Kirche zu sehen gab und zum Lago X der durch einen Staudamm entstanden ist. Dieser Stausee ist ein bedeutendes Projekt für Costa Rica, da das groesste Wasserkraftwerk Costa Ricas ist. Am See haben wir auch zu Mittag gegessen und wer wollte kriegte einen Kaffee, weil in diesem Gebiet Kaffee angebaut wird. Auf dem Rückweg besuchten wir noch den botanischen Garten des Herrn Lancaster… war nett, vor allem die Orchideensammlung war sehr schön. Der tollsten, aber auch mit Abstand den teuersten Ausflug machten wir zum Braulio Carillo Nationalpark. Nicht in den Park selber, aber angrenzend an den National Park gibt es ein privates Reservat, wo man Canopy und Gondelbahn fahren kann. Wir wurden um 6 Uhr morgens abgeholt und zum Reservat gefahren. Nach einer kurzen Einführung ging es mit einem Guide auf einen Waldspaziergang…. Der war der Hammer! Wir sahen einige Faultiere, jenste Blattschneiderameisen, ein Pfeilgiftfroeschli (Bluejeans genannt), ein paar Vögel und das Highlight war ein Tapir und eine Korallenschlange. Danach besuchten wir das Serpentarium und bekamen die in Costa Rica vorkommenden Schlangen zu Gesicht…. Außer der Korallenschlange, welche wir zuvor in freier Wildbahn gesehen hatten. Nach einem leckeren Buffet z Mittag stand Goendelifahre auf dem Programm. Die Fahrt in der Gondel (ein Korb) durch den Wald und die Baumkronen war total friedlich und wir konnten wir bekamen die Baumkronen zum ersten mal auf Augenhöhe! Danach kam eine Runde Action an Seilen in der /-=*’-. Canopy! Es war ein klasse Erlebnis, da die Seile viel länger waren als damals in Nicaragua und auch war es diesmal im Regenwald. Auch hier bekamen wir was zusehen… Tukane landeten auf demselben Baum wo auch die Plattform angebracht war. Der Ausflug war Klasse und jeden Cent der 135 Dollar wert!

Unsere Reise ging dann weiter per Bus nach Quepos wo wir im Hostal Wide mouth frog in ein Dorm zogen. Während das Wetter in SJO angenehm und nicht allzu heiß war, war es hier brütend heiß und auch die Luftfeuchtigkeit war schweißtreibend hoch. Quepos ist der Ausgangspunkt für Manuel Antonio Nationalpark und den besuchten wir auch prompt am nächsten Tag. Manuel Antonio ist bekannt für seine schönen Strände…. Wir waren aber trotzdem etwas überrascht, als wir am Eingang die meisten Leute in Badezeug mit Flipflops und Zeug für an den Strand ausgestattet vorfanden. Auf dem Hauptweg an den Strand war eine Völkerwanderung in Richtung Strand. Als wir von der “Hauptstrasse” weg auf die Trails gingen, waren wir fast alleine. Wir besuchten einen Wasserfall ohne Wasser, sahen einige Vögel, jenste Eidechsen, Krebse, einige Leguane und Jannick entdeckte sogar eine hübsche Schlange, grasgrün und im Gebüsch kaum auszumachen. Wir latschten noch einige Trails mehr ab, besuchten einen Look0ut, gelangten an einen kleinen Strand fast ohne Leute, spazierten um die Halbinsel und sahen auch noch die ueberfuellten 2 Strände wo alle anderen Leute hinströmten. Wir bekamen Totenkopfaeffchen, White Faced monkeys und einige Faultiere zu Gesicht. Wir waren jedes Mal wieder von Neuem fasziniert wie langsam und fließend sich die Tiere in den Bäumen bewegen oder wie sie einfach so da hangen und pennen. Nach dem Parkbesuch genehmigten wir uns ein feines verfrühtes Nachtessen und ein Sonnenuntergangsbierchen - sehr schön ;-)

Von Quepos ging es dann weiter nach Dominical… wieder per Bus. Dominical ist ein kleines Kaff an der Pazifikkueste, berühmt vor allem zum surfen wegen der Wellen. Nach dem wir unser Zimmerchen im Hostal bezogen haben, machten wir uns auf die Suche nach einer Bank und dem damit verbundenen Geldautomaten. Leider mussten wir die Kreditkarte benützen, weil trotz plus Zeichen die anderen Karten nicht akzeptiert wurden. Danach genehmigten wir uns ein Thailändisches verspätetes Mittagessen. War sehr lecker! Von Dominical aus kann man die Isla Cano besuchen, ein Naturschutz gebiet. Wir buchten eine Tagestour, ich hatte 2 Tauchgänge dabei und Jannick ging Schnorcheln. Wir fuhren zuerst Bus, dann mit einem Boot durch den groessten Mangrovenwald Costa Ricas bevor es ins Wasser ging. Die Tauchgänge die wir machten waren die schlechtesten meiner bisher kurzen Taucherkarriere. Grottenschlechte Sicht, praktisch keine Korallen und somit auch keine Farben und viele Fische gab es auch nicht. Aber wir sahen einige Weissspitzenriffhaie, große Stachelrochen, einen Barakuda, einige Muränen und dann halt verschiedene Snapper, Papageienfische etc. Die Haie und der Barakuda “retteten” die Tauchgänge. Mittagessen gab es auf der Insel, ein Sandwich Lunch, einfach und gediegen. Am Nachmittag fuhren wir dann wieder mit dem Boot durch den Mangrovenwald und dann mit dem Bus zurück nach Dominical. Alles in allem war der Ausflug okay, aber viel zu teuer und deshalb können wir die Tour auch nicht unbedingt weiter empfehlen.

In aller Herrgottsfrühe reisten wir dann weiter mit dem Bus nach … wo wir umstiegen und weiter nach Puerto Jimenez fuhren. Dort aßen wir mit Nico und seiner Frau zu Mittag (die hatten wir auf dem Ausflug kennen gelernt) und verabschiedeten uns danach von ihnen. Wir gingen dann für die nächsten paar Tage einkaufen und latschten noch etwas im Städtchen rum bis dann um ca. 16:00 Uhr der Collectivo nach Dos Brazos nahmen. Dort angekommen ging es zu Fuß weiter bis zum Office von Bolita. Dort wurden wir von Ron und Val begruesst und es wurde uns dringend geraten nur das nötigste an Gepäck und die Verpflegung mit nach oben nach Bolita zu nehmen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit machten wir uns auf den Weg nach oben… zuerst Feldweg, dann Trampelpfad…. Über Stock und Stein und Bach. Wir kamen im Dunkeln an, aber was wir im Schein der Stirnlampe sahen, fanden wir der Hammer. Einfaches Haus auf Stelzen, Küche und Wohnzimmer im Erdgeschoss. Kleiner Teich etwas vom Haus weg, ebenso WC/Dusche, alles sehr rustikal, kaltes Wasser von einer Quelle, kein Strom, Gas zum kochen und Natel Empfang J Wir machten uns was zum knabbern und erkundeten dann die Umgebung um den Teich. Wir sahen Kröten, den Ochsenfrosch und auch den Rotaugenbaumfrosch, Costa Ricas Nationalfrosch.
Wir waren die einzigen Gäste… für einen Tag, dann trafen mehr und mehr Leute ein, bis wir am Schluss zu 11. Waren - Fullhouse!
Bolita gehört einem Kanadier, der das 61 Hektar große an den Corcovado Nationalpark grenzende Grundstück gekauft hat und nun auch Gäste empfängt. Man kann sehr rustikal im Haus wohnen und muss selber kochen. Es gibt 14 km Trails auf Bolita, 6 Wasserfälle, von denen man 2 besichtigen kann. Bolita gehörte früher einem Jäger und ein Teil des Grundstück, darunter auch ein Tal, war gerodet und es wurden unter anderem Bohnen angepflanzt. Nun wird nur noch im Garten angepflanzt und deshalb macht sich sonst sekundär Urwald breit. In den folgenden 3 Tagen spazierten wir die meisten der Trails ab und erfreuten uns an der friedlichen Umgebung. Am besten gefallen hat uns der Trail, der durch den primär Urwald zu den Wasserfällen führt und im Flussbett des Rio El Tigre nach unten führt. Die Gegend ist total beeindruckend und traumhaft schön. Die Wasserfälle waren angenehm zum duschen… was sich allerdings als ueberfluessig erwiesen hat, weil wir während der Wanderung im Fluss gnadenlos verregnet wurden. Was uns nicht im geringsten störte, denn es ist ja nicht kalt…. Allerdings gab das wandern in Sandalen ziemlich wunde Fuesse (tja, alles hat seinen Preis, aber es war ihn wert!) Viele Tiere außer Amphibien und Reptilien sahen wir nicht, ein paar Tukane und einen Nasenbär. Liegt daran, dass früher gejagt wurde und die Tiere kehren nur langsam zurück. Wir stießen auf Pfeilgiftfroesche, verschiedene Froesche und Kröten und jede Nachte fanden wir kleine Vipern beim Teich welche auf Froschlaich aus waren. Was will man mehr? Wir hatten eine unvergessliche Zeit auf Bolita und bedauerten es ein wenig, dass wir am Mittag des 03.04. (Samstag vor Ostern) uns nach einem letzten schweißtreibenden Hike auf einen Aussichtspunkt auf Bolita und Ron verabschiedeten und uns auf den Weg nach Boquete, Panama machten.


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