ON TOUR - Woche 308 (Südkorea)


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October 21st 2018
Published: October 28th 2018
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Achtung Baeren
Montag, 15.10.18
Um 05.30 Uhr standen wir auf. Eine halbe Stunde später standen wir im Café, die Dame war bereits an der Arbeit. Sie überreichte mir das versprochene Sandwich und gab mir noch eine Thermoskanne mit heissem Kaffee mit. Als sie meinen Rucksack sah, bekam sie fast einen Schock, weil dieser überhaupt nicht angenehm zum Wandern ist. Sie ging kurz in ihre Wohnung und kam mit ihrem Rucksack zurück, welchen ich mir ausleihen durfte. Ich packte kurz meine Sachen um. Eunjung brachte mich bis zum Parkeingang. Sie hatte ihre Fahrprüfung erst vor einem Monat gemacht und war sehr nervös. Wir kamen aber trotzdem heil beim Park an. Sie begleitete mich noch bis zum Start der Wanderung. Von hier aus ging es eine lange Zeit über Steintreppen bergauf und es gab nicht viel Interessantes zu sehen. Erst in höherer Lage gab es ab und zu eine Aussicht. Auf dem Weg besuchte ich noch eine Tempelanlage. Es wurde immer steiler und ich hatte das Gefühl, ich komme nie auf dem Gipfel an. Zum Schluss braucht man nur für einen Kilometer einen halbe Ewigkeit. Um 11.00 Uhr kam ich oben an. Ich machte ein paar Fotos und ass mein Sandwich. Danach lief ich mit
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im Jirisan Nationalpark
einem Mann zur nächsten Unterkunft. Wir unterhielten uns wieder einmal mit Körpersprache, denn er sprach kein Wort Englisch. Später traf ich das Pärchen wieder, welches vorher Fotos von mir machte. Die Frau spricht gut Englisch, ihr Mann nicht. Wir liefen zusammen bis nach Jungsan-ri zurück. Auf diesem Weg war es interessanter, weil dieser oftmals den Fluss entlang führt und wir einen Wasserfall und ein paar Badebecken sehen konnten. Hier ist schwimmen, abgesehen davon dass es zu kalt ist, verboten. Da Korea sehr viele National- und Provinzparks hat, beschränken sich die Badeorte wahrscheinlich auf eine kleine Anzahl. Das würde mich wirklich stören, wenn ich an einem heissen Sommertag nicht mal ins Wasser springen könnte. Gegen 15.30 Uhr kamen wir am Ziel an. So war ich schliesslich wieder 8,5 Stunden unterwegs, da soll einer sagen, reisen sei kein Sport. Das Pärchen wartete noch, bis mich der Sohn der Frau im Café abholte. Unterdessen fragte ich noch wegen der korrekten Daten für den Blätterfarbwechsel im Seoraksan-Nationalpark nach. Die Dame meinte, dass im oberen Teil der Berge die Blätter bereits gefallen seien. Ich war schockiert, denn vorher war das Datum auf den 20. Oktober festgelegt und jetzt war es schon fast zu spät. Nun
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im Jirisan Nationalpark
kam ich wieder einmal ins Stocken mit meiner Reiseplanung. Natürlich musste ich nun meine ganzen Reisepläne für die Westküste über den Haufen werfen und so schnell wie möglich nach Sokcho reisen. Als ich wieder Zuhause war, machte ich mich mit Eunjong gleich an die Arbeit, ein Transportmittel zu finden. Per Internet war dies fast unmöglich. Entweder war es auf Koreanisch oder es konnten keine indirekten Busfahrten gesucht werden. Eunjong telefonierte mit zwei von meinen Kontakten und rief auch noch ihre Kollegen an, doch wir kamen lange nicht weiter. Wir riefen Sang Ho und Hyunok an. Sie sagten, ich solle morgen nach Jinju kommen, Sang Ho würde mir helfen. Nach etwa vier Stunden Suche war dies die beste Lösung. Es wurde auch heute wieder nach Mitternacht, ohne meine Arbeiten zu erledigen.

Dienstag, 16.10.18
Um 06.00 Uhr standen wir auf. Ich musste zuerst all meine Sachen packen. Die Wäsche war zum Glück trocken. Kurz vor 07.00 Uhr fuhr mich Eunjong zum Busterminal, wo wir uns verabschiedeten. Ich fuhr nach Jinju, weil dies die nächste grössere Stadt war. Sang Ho holte mich beim Busterminal ab. Von hier aus fuhren wir per Taxi zu einem anderen Busterminal. Von hier aus fahren die Busse
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im Jirisan Nationalpark
direkt nach Seoul. Eigentlich hatte ich gar keine Lust, nach Seoul zu fahren. Doch da Sang Ho sagte, dass ich vom demselben Terminal gleich einen Bus nach Sokcho nehmen kann, war es kein Problem. Es hatte gerade einen Bus um 08.00 Uhr, also keine lange Wartezeit. Sang Ho bereitete sogar einen Zettel vor, damit mir jemand in Seoul mit dem nächsten Bus helfen konnte. Wir verabschiedeten uns. Die Fahrt nach Seoul war sehr angenehm, der Bus war sehr bequem und es war völlig ruhig. Ich schlief die meiste Zeit, draussen war das Wetter sowieso oft neblig, sodass es nicht viel zu sehen gab. Um 12.00 Uhr kamen wir in Seoul an. Ein junger Mann half mir, mein Ticket zu kaufen und brachte mich zur richtigen Bushaltestelle im Terminal. Ich wurde wieder mit Essen beschenkt, ein Pizzabrot und ein süsses Brot. Die Busfahrt nach Sokcho war ebenfalls sehr angenehm. Als wir eine kurze Pause machten, sprach mich ein Mann an und fragte mich, was er mir offerieren könne. Schliesslich gingen wir in einen Shop und er kaufte uns etwas zu trinken. Es ist unglaublich, wieviele Fremde so grosszügig sind. In Sokcho sprach ich einen Mann an, der mit einem Wanderrucksack unterwegs
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im Jirisan Nationalpark
war. Seine Frau sprach etwas Englisch. Da sie denselben Weg hatten, konnte ich ihnen folgen. Wir suchten zusammen den richtigen Bus. Die Fahrt bis nach Seorakdong dauerte nicht so lange. Ich hielt bei einer Kirche an und fragte wieder einmal beim Pfarrer nach einem Zimmer. Er meinte, ich solle um 19.00 Uhr nochmals kommen. Das hiess, drei Stunden später. Ich durfte mein Gepäck hier lassen. Da ich noch genügend Zeit hatte, machte ich einen Besuch beim Büro des Nationalparks, um Informationen betreffend den verschiedenen Wanderwegen zu erhalten. Dies dauerte ziemlich lange, dafür war danach klar, welche Route ich nehmen möchte. Ich kehrte ins Dorf zurück. Auf dem Weg fragte ich eine Frau nach einem kleinen Shop. Sie zeigte mir die Richtung, doch diese war leider falsch, denn ich sah auf dem ganzen Weg keinen solchen Laden mehr. Ich ging noch zur zweiten Kirche und fragte wegen Unterkunft, da ich beim ersten Ort nicht sicher war, ob es auch klappt. Anfangs waren zwei Frauen anwesend, doch sie sprachen überhaupt kein Englisch. Ich blieb vor der Kirche sitzen, da es etwas regnete. Irgendwann kam der Pfarrer. Wir kommunizierten kurz mit dem Übersetzer. Er sagte, dass er keine Zimmer habe. Dafür bereitete er
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im Jirisan Nationalpark
mir einen Kaffee zu und schenkte mir zwei Brötchen. Um 19.00 Uhr ging ich zurück zur ersten Kirche. Die Dame namens Lydia war bereits hier. Ich erhielt ein Zimmer, wo ich ein paar Tage bleiben darf. Sie erklärte mir kurz alles, danach war ich alleine. Heute ass ich nur Snacks zum Abendessen, weil es hier nicht allzu viel Auswahl in der Nähe gibt. Ich arbeitete etwas am Laptop und ging endlich wieder einmal früh schlafen.

Mittwoch, 17.10.18
Eunjung sagte mir, dass ich mir keine Sorgen machen müsse, das Wetter sei gut. Tja, sie lag leider völlig daneben. In ganz Südkorea schien anscheinend die Sonne, aber an dem Ort, wo ich war, regnete es, und zwar den ganzen Tag. Ich ging nur abends kurz raus, um Milch einzukaufen, das war alles, was ich fand. Ansonsten hatte ich null Motivation, nach draussen zu gehen und arbeitete den ganzen Tag. Zwischendurch machte ich kurze Nickerchen, das Aussortieren der Fotos macht mich immer müde.

Donnerstag, 18.10.18
Es regnete die ganze Nacht durch in Strömen und es ging bis in den späten Nachmittag so weiter. Super, die zwei Tage hätte ich sehr gut auch anders verbringen können, wenn ich schon knapp mit der
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leckeres Sandwich
Zeit bin. Aber ich musste mich wohl oder übel mit der Situation abfinden. Meine Snacks waren am Abend fast alle aufgebraucht. Aber ich hatte immer noch keine Lust, aus dem Haus zu gehen. Plötzlich tauchte Lydia mit ihrem Mann und ihrem Kollegen Mike auf, der englisch spricht. Sie fragten mich wegen dem Essen. Ich erklärte ihnen, dass der eine Shop über zwei Kilometer und die Stadt über eine halbe Stunde Busfahrt entfernt ist und ich somit bei strömendem Regen sicher nicht raus gehe. Sie boten mir an, mich nach Sokcho zu einem Supermarkt zu fahren. Ich nahm das Angebot an, hatte jedoch wieder einmal keine Ahnung, was ich kaufen soll, denn kochen konnte ich ja auch nicht. Die Leute begleiteten mich während des ganzen Einkaufs. Mike gab zwischendurch Tipps, doch meistens überzeugten mich diese nicht. Ich kaufte schliesslich mehr zum Trinken als zum Essen ein. Natürlich hatte es wieder nur Sandwiches, die bereits am nächsten Tag ablaufen, so konnte ich auch nur ein Sandwich kaufen. Ich kaufte noch Dumplings ein, eine Art gedämpfte Teigtaschen. Hier gibt es zwar eine riesige Auswahl, aber es ist für mich unmöglich 15-20 Croissants oder zwei bis drei Kilos Früchte zu kaufen, Kleinpackungen sind kaum
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im Jirisan Nationalpark
vorhanden. Danach fuhren wir wieder nach Hause. Lydia sagte mir, ich könne den Kühlschrank nutzen, das half immerhin, dass die Ware nicht so schnell verdirbt. Das Internet funktionierte auch im Pfarrhaus nicht, obwohl sie vorher sagten, dass es dort Internet gibt. Ich schaute mir spät abends noch einen Film an.

Freitag, 19.10.18
Ich erwachte erst, als es um 07.00 Uhr an die Türe klopfte. Mike stand vor der Türe und brachte mir zwei Bananen, einen Apfel, einen Getreideriegel, zwei Eier und Büchsenfleisch mit - wieder einmal unglaublich. Ich war völlig verblüfft, dass ich so lange geschlafen hatte, denn eigentlich wollte ich um diese Uhrzeit schon aus dem Haus gehen. Ich machte mich schnell parat und lief zur Hauptstrasse. Zum Glück wurde ich schnell mitgenommen, sonst hätte ich nochmals knapp eine Stunde laufen müssen. Es hatte schon unglaublich viele Autos, die Koreaner lieben ja wandern. Eigentlich wollte ich noch kurz Infos zum Wetter von morgen haben, um mich zu entscheiden, welchen Weg ich gehen soll, doch da wieder einmal niemand englisch sprach, entschied ich mich für den längeren Weg und hoffte, dass die Wolken und der Regen sich heute einen Feiertag gönnten. Ich hatte eine Karte dabei, worauf die Wanderzeiten
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im Jirisan Nationalpark
standen. Somit ergab sich die Route fast schon von selbst, denn Übernachtung im Nationalparkt muss man schon lange im Voraus buchen, was für mich nicht möglich war. Und viele Routen sind zu lange, sodass ich diese ohne Übernachtung nicht schaffe. Der Weg führte meistens einen Fluss entlang. Immer wieder sah man das knallgrüne Wasser. Obwohl es eiskalt ist, waren meine Gedanken immer beim Sprung ins Wasser. Hier hatte ich immerhin noch Glück mit der Farbenpracht der Blätter. Es war kunterbunt von grün, orange, gelb und rot alles dabei. Es waren immer wieder neue Felsformationen zu sehen, ein richtig schöner Wanderweg. Teilweise über Treppen, meistens jedoch über grosse Steine. Ab und zu sah man einen Wasserfall. Es ging meistens bergauf und je höher man kam, umso weniger Blätter hatten die Bäume und umso weniger farbig war die Umgebung. Als ich bei einem Aussichtspunkt mit sehr schöner Aussicht ankam, sah ich auch den Berg Daecheongbong. Dessen Umgebung sah nicht mehr besonders reizvoll aus, ausser dass es über Nacht etwas Schnee gegeben hat. Ich fand die untere Umgebung mit den Felsformationen viel interessanter. Somit beschloss ich, mir die Wanderung auf den Gipfel zu ersparen. Stattdessen ging ich zu einem anderen Gipfel, der etwas
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im Jirisan Nationalpark
näher liegt. Als ich dort oben ankam, konnte ich die Aussicht kaum glauben. Es war ein wunderschöner Ausblick, man konnte sogar die Stadt Sokcho und das Meer sehen sowie viele weitere Felsen. Ich erkundigte mich über den Weg, der hier runter führt. Da man mir jedoch sagte, dass man an keinem Fluss und somit auch keinem Wasserfall vorbei kommt, kehrte ich dieselbe Strecke zurück. Gegen den Schluss der Wanderung sah ich jemanden einen Filter brauchen beim Fotos machen. Ich sagte ihm aus Spass, dass er mit den Fotos schummelt und wir kamen ins Gespräch. Wir liefen zusammen zurück bis zum Parkplatz. Wonho lud mich zum Abendessen in der Nähe ein. Er ist als Fotograf in vielen Ländern unterwegs und musste heute im Restaurant Fotos vom Essen machen. Danach fuhr er mich zurück nach Hause. Er hatte noch einen längeren Heimweg vor sich. Ich hingegen nutzte wieder einmal die Zeit um zu arbeiten. Da es wieder Mitternacht wurde, stellte ich dieses Mal den Wecker.

Samstag, 20.10.18
Um 06.00 Uhr stand ich auf und war kurze Zeit später parat. Ich schrieb Mea, um zu erfahren, um welche Zeit sie ihren Ausflug starten möchten. Sie und ihren Mann lernte ich gestern beim
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Achtung Schlangen
Wandern kennen. Ihr Mann sagte, dass 08.00 Uhr zu früh sei. Deshalb beschloss ich, erst später mit ihnen abzumachen und vorher auf den Berg Ulsanbawi zu gehen. Kurz nach 07.00 Uhr lief ich los und trampte. Heute kam ich jedoch nicht annähernd so weit wie gestern, da schon am frühen Morgen Stau herrschte und man bereits nicht mehr bei der Gongelbahn parkieren durfte. So musste ich noch etwa drei Kilometer laufen, bis ich überhaupt beim Start des Wanderweges ankam. Das war nun wirklich gar nicht passend, da ich mit Mea spätestens um 11.00 Uhr abgemacht hatte. So lief ich im Eiltempo auf den Hügel, sofern das überhaupt ging. Denn es ging teilweise steil bergauf und die Treppen schienen kein Ende zu nehmen. Zwischendurch hatte man schon eine schöne Aussicht auf den Berg, aber von oben war die Sicht natürlich am besten. Ich telefonierte kurz mit Mea und informierte sie, dass 11.00 Uhr ungefähr ok sei und ich sie nochmals anrufen würde, sobald ich wieder beim Parkeingang bin. Ich machte noch ein paar Fotos und ging nun wirklich im Eiltempo runter. Ich telefonierte kurz mit Mea und sie wollte, dass ich zu einem Tunnel komme, da sie im Stau stand und keine Chance hatte, mich überhaupt abzuholen. Zum Glück nahm mich schnell jemand mit und brachte mich bis zu ihnen. Wir fuhren weiter um den Nationalpark herum und hielten etwa eine halbe Stunde später an dem Ort, welchen Mea gestern genannt hatte. Dieser stimmte jedoch überhaupt nicht mit dem Ort überein, der bei mir auf der Karte erschien. Ich dachte, ich könnte heute mit den Beiden Wasserfälle besuchen, doch bei diesem Ort hatte es nur einen Wanderweg ohne Fluss. Ich teilte ihnen mit, dass ich zum anderen Ort trampen würde, doch sie beschlossen, mich dorthin fahren. Wir machten noch einen Halt beim selben Aussichtspunkt wie beim letzten Mal, heute mit gutem Wetter. Danach wollten sie mich eigentlich bis zum richtigen Standort fahren, doch weil die Umgebung so toll aussah, beschloss ich zu laufen und verabschiedete mich von den Beiden. Ich machte viele Fotos, wie immer. Eine kurze Strecke wurde ich noch von der Polizei gefahren, somit war ich gleich am richtigen Ort. Von hier aus gibt es zwei Wege, die an ein Ziel führen. Ich wollte zuerst den Wasserfall sehen, beschloss jedoch danach bis zum Ziel zu laufen, alles den Fluss entlang, was ein schöner Spaziergang war, abgesehen von den vielen
zwischen Seoul und Yangyangzwischen Seoul und Yangyangzwischen Seoul und Yangyang

oeffentliche Toilette mit Ampelsystem
Leuten. Danach trampte ich erneut an denselben Ausgangsort und machte die andere Wanderung auch noch. Vom Hügel aus hatte ich nochmals eine schöne Aussicht auf die Umgebung. Nun musste ich nur noch zurück nach Hause trampen. Es schien etwas schwierig, obwohl ich an einem guten Standort war. Schliesslich hielt eine Familie mit drei Kindern an. Die Kinder waren derart süss, ich hätte am liebsten gleich ein paar Tage mit ihnen verbracht. Die zwei Jungs (11 und 12 Jahre) waren für ein paar Jahre in Kambodscha in einer Privatschule und sprachen sehr gut Englisch, die Tochter (5 Jahre) spricht auch schon recht gut englisch für Ihr Alter. Sie erzählten von sich aus interessante Sachen, man konnte sich mit ihnen wie mit Erwachsenen unterhalten. Sie stellten Fragen, wo ich schon überall war und wohin ich als nächstes gehe, etc. Es war eine schöne, jedoch kurze Autofahrt. Beim Abschied winkten mir die Kinder lange zu und wünschten mir eine tolle Weiterreise. Ich musste an die Hauptstrasse laufen, um weiter zu kommen. Ein Herr fuhr mich schliesslich bis kurz vor die Haustüre, das war perfekt, denn es war schon dunkel. Ich kommunizierte kurz mit Mike, um die Sache wegen dem Schlüssel zu regeln. Kurze Zeit später kam Lydia zu Besuch. Es schien so, als würde sie nun doch einen normalen Preis für das Zimmer verlangen. Die Kommunikation mit dem Übersetzer war jedoch oft falsch und sehr schwierig, deshalb rief ich Mike kurz an. Obwohl ich danach dachte, die Sache sei nun geklärt, tippte Lydia erneut etliche Sätze in den Übersetzer ein, welche ich jedoch nicht verstand. Irgendwann verabschiedeten wir uns. Es war schon wieder 20.00 Uhr, als ich mein Tagebuch startete. Am liebsten wäre ich direkt schlafen gegangen, doch dann hätte ich wieder viel zu viel zum Aufarbeiten. So hielt ich noch etwas durch und arbeitete etwas weiter. Irgendwann klopfte es wieder an die Türe und Lydia reichte mir ihr Telefon mit Mike erneut. Er sagte, Lydia wolle, dass ich morgen bis 08.00 Uhr das Zimmer verlassen würde. Ich durfte auch mein Gepäck nicht deponieren. Mein Instinkt war wieder einmal richtig. Es war nicht so, dass Lydia mit einer kleinen Geldspende zufrieden war, sondern sie wollte einen Fixpreis pro Nacht. Da sie dies jedoch erst nach vier Nächten erwähnte, fand ich es etwas komisch. Schliesslich sagte ich, es sei kein Problem und ich würde morgen um diese Zeit weg sein. Lydia wollte dann erneut per Übersetzer kommunizieren, doch ich sagte ihr erneut, dass dieser falsch übersetzt und die Sache jetzt ja geklärt sei.

Sonntag, 21.10.18
Heute war ich sehr früh wach und machte mich gleich parat. Ich räumte alles auf und machte alles sauber. Gegen 06.30 Uhr verliess ich das Zimmer und trampte zum Nationalpark. Dort durfte ich mein Gepäck in einem Restaurant lassen. Auch heute hatte es wieder Stau, aber um diese Uhrzeit hielt es sich noch in Grenzen. Bei dem Spaziergang, den ich heute wählte, war anfangs praktisch kein Mensch unterwegs. Es ging immer einen Fluss entlang und hatte zwischendurch Wasserfälle. Ich lief die gesamte Strecke bis zum Aussichtspunkt für einen weiteren Wasserfall. Der letzte Teil ging wieder steil bergauf, sodass es eine Weile dauerte, bis ich ankam. Inzwischen waren doch viele Leute angekommen. Nach einer kurzen Pause kehrte ich zurück. Ich war froh, dass es heute nur ein 2,5-stündiger Spaziergang war. Ich trampte zum Restaurant, um mein Gepäck abzuholen. Von hier aus lief ich die Hauptstrasse entlang, um zu trampen. Ich kam mir etwas komisch vor, denn auf der anderen Strassenseite hatte sich eine lange Schlange von Autos gebildet und alle konnten mir in Ruhe zusehen. Es dauerte lange, bis
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im Seoraksan Nationalpark
ich jemanden fand, der in dieselbe Richtung fuhr. Eine Familie brachte mich schliesslich bis Baekdamsa, von wo aus ich besser weiterkam. Mit den nächsten Leuten hatte ich wirklich ein Kommunikationsproblem, obwohl wir den Übersetzer benutzten. Und mein Telefon spinnt immer genau in dem Moment, wenn ich es dringend bräuchte. So konnte ich nicht einmal ausfindig machen, wo wir uns gerade befinden, damit ich den Leuten die richtige Strasse angeben konnte. Sie telefonierten irgendwann mit jemandem der englisch spricht und schliesslich fanden wir den richtigen Weg. Ich trampte nach Haean. Jemand fuhr mich direkt zum Informationsbüro, denn anscheinend ist der Ort, den ich besuchen wollte, wieder in der DMZ-Zone. Die Leute sagten, ich könne später mit dem Stadttourbus mitfahren. Es war zwar nicht das, was ich mir vorstellte, doch da ich genügend Zeit hatte, machte ich die Tour mit. So fuhr ich kurze Zeit später mit einem Bus voller asiatischen oder einheimischen Touristen bis zum Aussichtspunkt für das Punchbowl-Dorf. Es ist ein Dorf, welches umrundet von Bergen liegt und sieht von oben gesehen sehr schön aus. Nach einer kurzen Aufenthaltszeit konnten wir noch den 4. Tunnel besuchen, der von Nordkorea nach Südkorea führt. Hierzu schauten wir uns kurz ein Video an,
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im Seoraksan Nationalpark
danach mussten wir in Zweierreihe in den Tunnel laufen. Nach kurzer Zeit kamen wir bei einer Art Zug an, wo sich ein paar Touristen hineinsetzen konnten. Der Zug fuhr dann ein paar Meter in den richtigen Tunnel hinein, bis man ein paar Löcher einer Schiesserei in den Mauern entdecken konnte, dann fuhr der Zug wieder rückwärts zum Ausgangspunkt. Ich musste etwas lachen, dass die Leute einen solchen Aufwand betreiben, nur um ein paar Löcher in Mauern zu sehen. Danach wartete ich im Bus, bis alle Gäste die Tunnelfahrt ebenfalls gemacht hatten. Wieder zurück beim Büro, holte ich mein Gepäck ab und trampte nach Yanggu. Es war wieder einmal typisch schweizerisch, dass ich es trotz trampen pünktlich auf 17.00 Uhr zum Treffpunkt schaffte. Hier traf ich Minje wieder, welchen ich am ersten Tag ausserhalb von Seoul traf. Wir fuhren zusammen zu einem Aussichtspunkt, danach nach Chuncheon. Da Minje um 21.00 Uhr eine Verabredung hatte, organisierte er ein Hotelzimmer für mich, wo wir etwas zum Essen bestellten, schwatzten und Fotos anschauten. Da seine Freundin den Termin absagte, wurde es etwas später als geplant, bis Minje wieder nach Hause fuhr. Ich genoss den restlichen Abend im schönen Hotelzimmer, doch die Zeit ging wie
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im Seoraksan Nationalpark
immer schnell vorbei.


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im Seoraksan Nationalpark
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im Seoraksan Nationalpark - etwas kalt
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im Seoraksan Nationalpark


30th October 2018
Seorakdong

Seorakdong
Sensational imagery on this bridge Gabi. Looks like a wonderful National Park.
31st October 2018
Seorakdong

Seoraksan
Hi Dave, thanks :-) Yes, the nationalpark of Seoraksan is wonderful with many trekks to do

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