Pau schwächelt (in Dar)


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August 20th 2019
Published: August 20th 2019
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Nachdem ich einen ganzen Tag im Hotel verbracht hatte, auf Nachrichten von Leuten wartend, fuhr ich heute zu BMW in Dar. Sie sollten eine bestimmte Schutzkappe abnehmen, darunter reinigen, dann werde ich fahren und wieder nachschauen (lassen) und sehen, ob oder wieviel Öl ausgetreten ist.
Die Kappe ("da braucht man ein Spezialwerkzeug") wurde mit einem Schraubenzieher herunter gehebelt, innen gereinigt, unten auch - all das hätte ich im Hotel machen können. Aber da wäre es nicht so lustig gewesen. Denn Rachel lag am Boden und hat gewerkelt, um sie herum waren viele Männer, bis zu fünf, die unterhalten werden wollten. Und dann kam eiin sechster, der einen Reifen daher rollte, der ein Loch hatte, wenn man auf den Reifen drückte, dann machte er sogar Musik. Allgemein war die Meinung, dass das Loch zu groß sei zum Flicken. Und genau da sah ich meine Stunde gekommen. Bisher habe ich nämlich nur einmal geübt, einen Reifen zu flicken. Also schritt ich jetzt zur Tat und hatte in wenigen Minuten das Loch zu - und es hielt sogar. Das Staunen der Männer war unbeschreiblich. Und ich wusste, dass ich es im Zweifelsfall kann.
100 Euro später fuhr ich dann wieder zurück, ohne Navi durch Dar, eine kleine Herausforderung. Außerdem brauchte ich dringend eine Bank, denn BMW hatte 245000 Shillinge gekostet, und man konnte nicht mit Karte zahlen. Also musste ich meine Bargeldreserven anpacken. Hier zahlen alle mit Handy, jeder Telefonanbieter hat auch ein Zahlungssystem. Aber ich halt nicht...
Danach verbrachte ich viel Zeit in Apotheken, denn versehentlich hat mir der Arzt nur zwei Packungen Malariatabletten aufgeschrieben. Er hat wohl gemeint, da sind 50 Stück drin, aber es sind nur 36 Stück drin. Und bei den Gesprächen in diversen Apotheken erfuhr ich Unglaubliches über Malariaprophylaxe: Man braucht die Tabletten nur manchmal zu nehmen, macht dann wieder Pause - welch interessantes Modell. Ich blieb hartnäckig, fand schließlich die entprechenden Tabletten, nur von einem anderen Hersteller. Und das Erstaunliichste: der Preis auf der Packung bezieht sich auf EiNE Tablette. Erst dann fiel mir auf, dass da massenhaft angebrochene Tablettenpackungen lagen, Tabletten werden stückweise verkauft. 24 Tabletten kosten 60 Euro - ist hier sicher für ganz wenige eine Option. Und dabei ist Malaria eine sehr häufige Todesursache.
Der Abend klang aus bei KFC, eigentlich der Fastfood Laden mit dem schlechtesten Zeug. aber ich aß nur Eis, das schmeckt überall gleich.

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