paracas und die suche nach einem atm


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Peru's flag
South America » Peru » Ica » Paracas
July 6th 2014
Published: July 7th 2014
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das peruanische service geht mir heute ein bisschen auf die nerven. frühstück ist wieder erst um halb zehn, aber heute kriegen wir keine eier. und auch keine teller. und den zweiten saft erst nachdem wir mit dem frühstück fertig sind. und lächerlich wenig butter. dafür werden wir drei mal gefragt, welches zimmer wir haben… das ärgert mich heute. ich dachte, ich hätte mit dem hier zumeist gegenwärtigen service-gedanken (also dem nicht gegenwärtigen!) schon frieden geschlossen. nein. der fehlende drive, die fehlende freundlichkeit und das alles bei nicht ganz sooo günstigen preisen. das macht mich etwas stinkig. aber nur kurz! bald hat mich markus wieder überzeugt, dass man daran nichts ändern kann und ich mich völlig umsonst aufrege… ich denke dann an mein schwesterherz, wie sie den kellnern hier die leviten lesen würde, und muss schmunzeln. und dann ist es wirklich nicht mehr “so schlimm”!
zu mittag, weil sonst das leben zu langweilig ist, essen wir die peruanische antwort auf sashimi: ceviche. die rohen fischstückchen schwimmen in reichlich limetten-chili-saft. dazu gibt es süßkartoffelscheiben und die gute chance, an fischvergiftung elendig zu grunde zu gehen.
markus sagt aber, wir haben abgehärtete sushi-mägen, und er hat wohl recht, denn nichts passiert. nur ein bisschen eingebildete übelkeit…
wir nehmen den nachmittagsbus nach paracas, vor den islas ballestas, und beziehen unser zimmer mit meerblick. der peruanische verkehr ist ziemlich asiatisch. für ihr leben gerne, hupen sie, die peruaner. es herrscht das gesetzt des “ersthupenden” im gegensatz zu dem uns bekannten gesetz des “rechtskommenden”. vorrang scheint der zu haben, der als erster laut von sich gibt… zusätzlich sind die straßen gegen jede erwartung mit zugebauten tuktuks vollgestopft. ein idyllisch “altbekanntes” verkehrschaos also.
später nachmittags machen wir uns auf die suche nach einem bankomaten und erfahren, dass es in ganz paracas nur einen einzigen gibt. und der ist so ziemlich im schönsten hotel der ganzen bucht gelegen. in einem separaten raum, neben der umwerfend prachtvollen lobby, versteckt sich die alleinige möglichkeit in paracas geld zu beheben!!! wir sind dann aber gleich so eingelullt von dem fein duftenden hotel, dass wir an der pool-bar, das meer überblickend, herrlichen kaffee zu uns nehmen. gemütlich inmitten zahlreicher riesiger polster schauen wir aufs glitzernde nass der weitläufigen bucht. pelikane ziehen ihre tiefen flüge vor der untergehenden sonne. kreischend umschwirren uns die obligatorischen möwen und spatzen. und wir genießen einfach nur die herrlich kitschige aussicht, den kaffee mit kleinen pralinen und die tatsache, dass wir das alles wohl auch deshalb so zu schätzen wissen, weil wir nur kurz hier sind, nicht wirklich hier wohnen.


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