Pucon, Vulkan Villarica


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December 18th 2014
Published: December 19th 2014
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13. Dezember, Osterinsel - Santiago - Pucon

Nach dem der Flieger nach Mitternacht endlich gestartet war, konnten wir uns trotz den viel unbequemeren Sitzen als auf dem Hinfug ausruhen und dennoch einschlafen. Da wir erst am Abend von Santiago mit dem Bus weiter fuhren, sind wir in ein Shoppingcenter gegangen, welches etwa wie das „Glattzentrum“ war. Als Highlight hat es von der Decke geschneit und es gab einen computergesteuerten Wasservorhang, welcher mit Wassertropfen Symbole, wie eine Art Bildschirm, darstellen konnte. Im Shoppingcenter haben wir uns eine neue Kompaktkamera gekauft, da die andere bereits nach drei Monaten den Geist aufgegeben hat und Fabian in den letzten Tagen trotz Profiwerkzeug diese nicht mehr zum Laufen gebracht hat. Mit dem Nachtbus fuhren wir nach Pucon und konnten uns recht gut ausruhen, obwohl dies schon die zweite Nacht ohne richtigem Bett war.




14. Dezember, Pucon

Google Maps kannte in Pucon nur die Hauptstrasse und mit etwas Glück und Erfahrung haben wir das Hotel trotzdem erreicht. Vor dem Mittag haben wir uns für Touren umgesehen und gleich eine Sightseeing-Tour für den Nachmittag und die Wanderung auf den aktiven Vulkan Villarica für den nächsten Tag gebucht. Auf der Sightseeing-Tour konnten wir ein paar schneebedeckte Vulkane von weitem sehen und sind zu zwei Wasserfällen gefahren. Beim ersten gab es einen extrem blau leuchtenden See, beim zweiten wussten wir noch nicht, dass wir den am nächsten Tag von der anderen Seite nochmals sehen würden. Bevor wir ins Thermalbad gefahren wurden, haben wir an einem hübschen See einen Fotostop eingelegt und super feine Kirschen an einem Stand gekauft. Im Thermalbad gabs unter anderem ein extrem heisses Pool und einen kalten Fluss gleich neben an.



15. Dezember, Pucon

Heute waren wir früh aufgestanden, da wir bereits um 6:30 Uhr bei der Reiseagentur für die Wanderung zum Vulkan sein mussten. Leider war das Wetter nicht gut genug und so haben wir die Tour auf den nächsten Tag verschoben. Als Ersatzprogramm haben wir am Nachmittag an einer Rafting-Tour mit zweithöchster Schwierigkeitsstufe für Nicht-Profis teilgenommen. Schon bei der Sicherheitseinweisung wurde klar, dass dies keine Sonntagsfahrt sein würde. Zuerst durchquerten wir einen ruhigen Abschnitt, danach kamen bereits die ersten grösseren Stromschnellen. Kurze Zeit später lagen wir alle im Wasser, da wir einen Felsen gerammt hatten. Obwohl das Wasser direkt von den schneebedeckten Vulkanen stammt, fühlte es sich im Neopren gar nicht so kalt an. Alle ausser Helena wurden vom Wasser mitgerissen, während dem sie zwischen zwei Felsen hängen geblieben war. Sie hat die heikle Stelle dann zu Fuss über die Felsen passiert, während dem alle andern inkl. der beiden Guides versuchten wieder ins Boot zu gelangen. Bei dem Wasserfall vom Vortag mussten wir aussteigen und das Schlauchboot wurde leer und kontrolliert über die Stelle geschickt. Dafür durften wir aus ca. 4 m vom Felsen ins Wasser springen. Kurz vor dem Ende konnte Fabian das Boot als "Guide" steuern und wurde wegen eines Missverständnis mit dem eigentlichen Führer bei der Ausstiegsstelle aus dem Boot geschleudert. Somit konnten wir erst bei einer späteren Ausstiegsstelle den Fluss verlassen, dafür mussten wir das Boot zur Strasse tragen. Diese Fahrt war mit Abstand die schwierigste und interessanteste für uns.



16. Dezember, Pucon

Heute waren wir noch etwas früher aufgestanden, da wir bereits um 6:15 Uhr bei der Reiseagentur für die Wanderung zum Vulkan sein mussten. Glücklicherweise war das Wetter nun gut genug und wir fuhren mit der Ausrüstung zum Vulkan. Die Parkwächter hatten dann pseudomässig einen Rucksack und dessen Inhalt genauer unter die Lupe genommen. Vom Parkplatz konnten wir nach einer 10 min Wanderung bereits mit dem Sessellift ohne Sicherheitsbügel die ersten Höhenmeter überwinden. Nun waren es nur noch ca. 1000 Höhenmeter bis zum Kraterrand, aus welchem recht viel Rauch aufstieg. Die Guides erklärten uns, wie man den Eispickel im Notfall einsetzen muss und halfen uns die Steigeisen anzuziehen. Im Zickzack wanderten wir den schneebedeckten Hang hinauf. Fabian war sehr froh, dass er die Skis und Skischuhe nicht selber tragen musste. Unterwegs haben wir 3 Stopps gemacht, damit wir uns verpflegen konnten. Kurz vor dem Kraterrand kriegten wir den schwefligen Rauch ab und das Atmen viel schwer. Da der Wind in eine optimal Richtung - weg von uns - blies, konnten wir die Aussicht vom Kraterrand aus nach einem schwierigen Aufstieg geniessen. Der Guide hat ziemlichen Druck gemacht, dass Fabian sich rasch fürs Skifahren bereitmachen soll, da der Schnee von Minute zu Minute weicher würde. Die Abfahrt war sehr steil (extrem schwarze Piste), aber der Schnee war perfekt zum Carven. Es war ein unbeschreibliches Gefühl einen aktiven Vulkan als einziger Tourist an diesem Tag hinunter zu brettern. Nach ca. 15 min war die Fahrt leider schon zu Ende, dafür wird er diese nie vergessen. Helena ist mit einem „Füdlischlitten“, wie auch der Rest der Gruppe, den Hang runter geschlittelt. Es war wie in einer Bobbahn, da die vielen Touristen im weichen Schnee Bahnen hinterlassen hatten. Teilweise wurde sie aus der Bahn geworfen, was für einige blaue Flecken sorgte. Am späteren Nachmittag konnten wir uns im Jacuzzi auf dem Hoteldach mit Blick auf den Vulkan entspannen.



Die nächsten Tage verbringen wir in der Region von Puerto Montt.


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