Der längste Tag meines Lebens.


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Argentina's flag
South America » Argentina » Buenos Aires
May 24th 2012
Published: June 20th 2017
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Wir legen um 5:00 Uhr einen Blitzstart hin, duschen noch schnell und packen die letzten Sachen ein die noch herumfliegen.Netti schafft es noch die pre-check-in Unterlagen auszudrucken und dann geht es auch los.Wir holen Penny's Vater ab und auf geht es ein letztes Mal in Richtung Stadt und über die Harbour Bridge – zum ersten Mal empfinde ich echte Schwermut beim Gedanken an einem besuchten Ort sehr lange nicht wieder sein zu werden.

Wir kommen gut 1,5 Std. vor Abflug am Flughafen an und ich bin erstmals froh, dass es so hetzig ist, denn der Abschied von Penny geht mir nah und mir schießen leicht die Tränen in die Augen. Es ist wirklich unfassbar was für ein Glück wir hatten mit Penny und Will ein Baumhaus zu teilen und es ist unbeschreiblich wieviel Penny uns gegeben hat und wie mühelos das alles für sie gewesen zu sein scheint, denn von Dank will sie noch immer nichts hören – es sei ihnen eine Freude gewesen und gut für die ganze Familie. Einfach wunderbar. DANKE Penny und DANKE Gary, Will, Milly und Carl sowie Croc, Mary, Elli und Al. Ihr seid allesamt genial!

Als wir dann am Check-in Schalter stehen und unser Flug angeschlagen ist, fühle ich mich schon ein wenig besser: alle ausgedachten Entschuldigungen, warum wir so spät sind, landen wieder in der Schublade.
Einziges Ärgernis ist, dass man von uns einen Nachweis der Ausreise aus Südamerika sehen will, wir gerade diesen Flug aber noch nicht ausgedruckt haben. Man lässt uns dann mit Handybeweis gewähren, rät uns aber dringend die Unterlagen noch hier am Flughafen auszudrucken, damit es nicht bei Einreise in Argentinien Probleme gibt.
So berappen wir noch einmal schlappe 10 AUD für ein paar Minuten Intenet, bekommen die Ausdrucke dann aber geschenkt. Nun gut, besser als in Argentinien nicht herein zu kommen...

Die Pass- und Sicherheitskontrolle verläuft dann problemlos und schnell – ein weiterer Grund Australien zu lieben.

Unser Flieger nach Auckland hebt pünktlich ab und ein guter Film verkürzt den Flug auf ein gefühltes Minimum.

In Auckland angekommen müssen wir dann erst einmal für den Anschlussflug einchecken (online Check-In gab es nicht) und bekommen gesagt, dass dieser mindestens 2 Stunden Verspätung hat.

So verbringen wir in der Folge einige Stunden in Auckland und lassen uns dabei zum Shoppen hinreißen. Ich will mich eigentlich nur einmal nach Kameras erkunden, da unsere einen Krümel auf dem Objektiv hat und das Fotografieren zu einem echten Hobby geworden ist. Der Verkäufer erklärt mir auch in aller Ruhe alles und zeigt mir eine total tolle Sony Kamera der allerneuseten Generation für gerade einmal 300EUR. Bei dem Gedanken daran unsere Canon reparieren zu lassen und dafür ähnlich viel bezahlen zu müssen werde ich schwach und habe kurz später eine neue Kamera und Speicherkarte und 2 super Nackenkissen. Nun müssen meine Edel Aktien dran glauben, denn eigentlich war das nicht im Budget...

Um 21:00 Uhr Ortszeit geht es dann tatsächlich endlich weiter.

Wir staunen nicht schlecht, als wir das Flugzeug von Aerolinies Argentines besteigen: die Maschiene sieht so aus wie die, mit denen ich früher mit meiner Mutter und meinem Bruder nach La Palma geflogen bin. Nichts mit On-Board Entertainment oder anderem Komfort, den wir bisher auf allen Flügen hatten...

Zum Glück bin ich eh Hundemüde und schlafe nach dem Essen direkt ein und dämmere auch bis ca. 1,5 Std. vor Ankunft in Buenos Aires vor mich hin.

Am Flughafen angekommen nehmen wir einen Bus mit angeschlossenem Taxi-Service und kommen dann gegen 20:00 Uhr in unserem Hostel an. Das Zimmer ist winzig und stinkt nach Bettwanzenmittel: die Fetten (Australien) Zeiten sind also definitiv vorbei und wie wieder standesgemäße Backpacker!

Unsere Spanisch-Kurs Buchung ist leider aufgrund einer Hotel-Verwechslung erst einmal ins Wasser gefallen – da müssen wir uns dann morgen noch einmal neu kümmern.

Wir laufen nun zum Bankautomaten und gehen in ein Restaurant wo wir lecker Pizza essen und das Viertelfinalspiel der Copa-Libertadores (Südamerikanische Champions League) sehen. Leider verliert Lokalmatador Velez Sarsfield im Elfmeterschießen gegen den FC Santos. Nett war es trotzdem.

Und so endet der dank Zeitverschiebungen mit 37 Stunden längste Tag meines Lebens im Hotel beim Blog-Schreiben.

Buenas Noches todos!



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