Endlich warm!


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June 1st 2015
Published: June 2nd 2015
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Also nun bin ich hier in Cádiz, ziemlich im Süden Spaniens un bin gerade vom Strand zurückgekehrt. Es ist wieder superviel passiert und ich hab kein Papier um ein Mindmap zu machen. Ich werde jedoch mein bestes tun um zu beschreiben, was ich so getan habe die letzten zwei Wochen. (hab abgespeichert und nun am nächsten Tag doch ein Mindmap gemacht)

Ich bin also von Vitoria aus, am Montag Morgen nach Bilbao aufgebrochen. Dort habe ich dann den Busbahnhof und den Flughafen besucht.. beide sehr interessant. Ich hatte natürlich immens viel Zeit eingeplant um meinen Flug auch sicher zu erwischen und irgendwie denke ich auch immer, dass in Spanien alles zu spät kommt und schlecht funktioniert. Leider waren die Busse sehr pünktlich und ich war etwa drei Stunden vor meinem Flug am Flughafen. Also habe ich die Zeit genutzt um mein Spanisch ein bischen zu gebrauchen und hab mich mal erkundigt wie teuer denn mein Flug wäre wenn ich den kurzfristig am Flughafen buchen würde. Erstens war er viel teurer als der den ich ein paar Tage zuvor im Internet gebucht hatte, zweitens war die Dame garnicht erfreut, dass ich Informationen von ihr wollte ohne die Absicht zu haben etwas zu kaufen.

Ich flog dann also zirka eine Stunde in den Süden nach Sevilla, wo ich bereits ein Hostel für drei Nächte gebucht hatte. Mir als Alleinreisender ist in den Hostels jeweils der Community-Bereich sehr wichtig, da man dort sehr leicht neue Leute kennenlernen kann. Wenn der Bereich jedoch nicht einladend ist, hält sich dort niemand auf und man lernt auch niemanden kennen. Zum kennenlernen beitragen tun jeweils auch Aktivitäten, welche vom Hostel organisiert werden. Es gibt also alles, vom sehr familiären Hostel bis zum Hotel-ähnlichen Hostel wo du vielleicht mal jemanden im Flur grüssst (drei S?). Das Garden-Hostel in Sevilla hat mir da sehr gut gefallen. Es war sehr familiär, man hatte jedoch auch die Möglichkeit sich ausserhalb der Community aufzuhalten, was in anderen Hostels manchmal nicht möglich ist.
Das Hostel war vom Flughafen ziemlich gut zu erreichen. Kaum da angekommen habe ich der Rezeptinistin erklärt, dass ich nur Spanisch sprechen möchte, denn normalerweise, wenn man in Spanien gebrochen Spanisch spricht bekommt man alle Antworten in Englisch, was mir ja nicht weiterhilft. Dann habe ich direkt eine Deutsche im Community-Bereich, dem Garten kennengelernt. (Spanien ist voll von Deutschen und die fragen mich immer wieso wir Schweizer die Deutschen nicht mögen. Ich möchte hier also mal sagen, ich mag euch Deutsche.) Kaum mein Zimmer bezogen traf ich dort drei US-Amerikaner (oder zwei USler und eine Kanadierin, ich bin nicht mehr sicher..). Ich musste dann jedoch schon weiter, da ich über die Plattform conversationexchange.com bereits einen Austausch für diesen Montagabend vereinbart hatte. Um fünf Uhr traf ich mich also mit Marco. Er ist ein Bolivianer, lebt jedoch seit zehn Jahren in Sevilla und spricht ziemlich gut Deutsch. Wir gingen also in eine Bar und haben Deutsch/Spanisch gesprochen für ein paar Stunden. Ausserdem hat er mich für den nächsten Tag zum Fussball eingeladen. Danach returnierte ich ins Hostel, wo es von acht bis neun dann jeweils Free Sangria gab. Danach bin ich mit den dreien aus meinem Zimmer noch in irgend eine Bar ausgegangen. Dort waren jedoch nur Touris und da es Montag war nicht viel los. Also sind wir bald zurück zum Hostel.
Obwohl ich nicht besonders auf Sigthseeing abfahre bin ich dann am nächsten Morgen mit den dreien zur Kathedrale aufgebrochen, welche, wie die meisten Kathedralen, schon ziemlich beeindruckend war. Ausserdem habe ich noch ein Selfie mit dem guten alten CC machen können. Allerdings nur mit dem zweit-coolsten CC nämlich dem der Amerika entdeckt hat und nicht dem, welcher den schweizerischen Fussball so gut unterhält. Nach der Kathedrale haben sich die beiden amerianischen Knaben (alle USler-Männer haben super amerikanische Namen wie Evan oder Nate oder Conor xD) dann verabschiedet und sind irgendwohin weitergezogen. Das Mädel und ich haben dann noch einen bekannten von ihr (einen Australier-Koreaner namens Ben) getroffen. Da war dann so unsere Zusammensetzung bis am Mittwoch oder Donnerstag, als die beiden weitergezogen sind. Wir haben zuammen super viel Sightseeing gemacht und superviel Tinto de Verano getrunken. Ausserdem hatte ich abends jeweils oft eine Verabredung mit Leuten von conversationexchange um mein Spanisch zu verbessern. Kaum hatten mich die beiden verlassen, bin ich auch schon in eine neue Clique reingerutscht. Diese bestand nun aus mir und zwei schweizerischen Deutschen und ich konnte endlich wiedereinmal Schweizerdeutsch sprechen. Nun musste ich glücklicherweise nicht mehr soo viel Sightseeing machen. Es ging nun vor allem ums Geniessen :D. Ich habe mich mit den Beiden echt gut verstanden und war schon supertraurig, als sie mich am Montag wieder verliessen. Zu dem Moment waren wir noch zu zweit auf dem Zimmer (ich und ein anderer Deutscher). Als ich also am Dienstag morgen aufwachte und irgendwie keine Lust mehr auf Sevilla hatte entschied ich mich mit ihm die Stadt zu verlassen, da er auf dem Weg nach Malaga war. Der Daniel hat mich dann echt beeindruckt. Er weiss nicht nur genau was er machen will, er hat auch schon suuuperviel erreicht und abgeschlossen und hat so viele Interessen. Er hat mich dann also ins Picassomuseum mitgenommen am nächsten Tag und ich möchte mich hier nochmals für mein Proletentum entschuldigen. Anders als Daniel konnte ich diese Art von Kunst nicht wirklich vertehen 😞. Nach zwei Tagen in Malaga haben wir uns dann wieder getrennt. Ich wollte an diesem Tag noch per BlaBlaCar nach Cádiz. Blöderweise war ich aber zwanzig Minuten zu spät und die Dame ist ohne mich losgefahren.. Also habe ich mir wieder ein Hostel in Malaga gesucht und bin da hingelaufen. Nach einer kurzen Siesta bin ich dann am Abend zu einem Sprachaustausch-Event in einer Bar gegangen. Dort habe ich mit einem Finnen spanisch geredet und einen Japaner sowie einen Japaner-Spanier kennengelernt. Wir sind dann 50cent Tapas&Bier essen gegangen (verrückt 50cent für ein Tapa und ein Bier in einem Restaurant mit Bedienung.. ich kann mir das immer noch nicht erklären). Danach weiter auf ein paar Bier und zum Schluss bin ich mit dem Japaner-Spanier namens Kenzo noch in einem Club gelandet. Der Japaner und Sushi-Koch namens Yasushi xD ist zu dieser Zeit schon nach Hause gegangen, da er am nächsten Morgen (Freitag) arbeiten musste. Ich bin dann mit Kenzo bei ihm Sushi essen gegangen und war superfroh, dass ich zwei Tage zuvor den Transport nach Cádiz verpasst hatte :P.

Samstagmorgen: Ich hatte irgendwie Lust zu laufen. Also hab ich mal meinen viel zu schweren Rucksack ausgemistet und ein paar Unterhosen bei einem Secondhand-Laden vorbeigebracht um Gewicht zu reduzieren. Zirka 500 Gramm leichter bin ich dann mal am Strand entlang losgelaufen. Nach so fünf Kilometern war da ein Fluss den man irgendwie nur über eine Autobahnbrücke überwinden konnte. Da meine Sonnenbrille irgendwie kaputt war und direkt neben der Brücke ein Outlet-Center war bin ich da mal hingelaufen und hab mir ne viel zu teure Sonnenbrille gekauft. Der Verkäufer hat mir dafür gesagt, dass ich doch den bus nehmen sollte. Da ich ja bereits fünf Kilometer gelaufen war schien mir das eine gute Idee. Ich bin also zirka eine halbe Stunde Busgefahren und in einem Ort mit einem "B" am anfang gelandet. Es war aber erst vier Uhr oder so also dachte ich ich laufe noch ein bisschen weiter. Zwischendurch habe ich jeweils gecheckt ob ein Hostel in der nähe Platz hätte, habe aber nichts passendes gefunden. Da ich mir jedoch eh eine IsoMatte gekauft hatte, hatte ich irgendwie Lust draussen zu schlafen. Ich bin also bis etwa 23 Uhr gelaufen und habe mich dann irgendwo an den Strand gelegt. Ich wurde sogar noch von meinen beiden Nachbarn begrüsst, welche 100 Meter weiter den Strand hinauf wohnten. Sie fragten mich ob alles okay sei und sind dann in eine Bar weitergezogen. Ich wäre ja mitgegangen, wollte aber mein Backpack nicht am Strand zurücklassen. Geschlafen habe ich nicht viel.. sind aber vielleicht schon 5 Stunden zusammengekommen. Da ich nur einen Schlafsack-Inlay aus Baumwolle hatte war es auch ziemlich kalt. Als Diebstahlicherung habe ich mir einen "Bändel" des Rucksacks unter den Kopf gelegt und gedacht ich würde das dann schon merken, wenn mir jemand den Ruckack klauen will. In der Nacht sind dann die beiden Nachbarn irgendwann mal vorbeigetorkelt und als es so um sieben langsam hell wurde und ich immernoch saukalt hatte bin ich weitergelaufen.
Allerdings nur bis zur nächsten Bushaltestelle da habe ich den Bus nach Marbella erwischt und dann nochmal zwei Busse später war ich in Cádiz, wo wegen eines Fussballspiels ziemlicher Aufruhr herrschte. Ich habe mich dann mit Austin, einem Australier der in Cádiz spanisch lernt (hatte ihn eine Woche zuvor in Sevilla kennengelernt) getroffen und das Fussballspiel geschaut. Leider hat Cádiz verloren und ist deshalb nicht aufgestiegen. Nun bin ich also noch hier in Cádiz und nehme jeden Tag wie er gerade kommt.

Additional Information: Auf der Busfahrt habe ich zum ersten Mal Afrika gesehen und in meinem Hostel ist es sehr familiär. Fast schon zu familiär :D. Ich versuche aber immer so oft wie möglich Spanisch zu sprechen und gestern habe ich in einem Park Yoga gemacht (vom Hostel organisiert, super Idee!).


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Bene und Alex waren die ersten Schweizer die ich getroffen habe. Aber sie sind Deutsche :D
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Marco-Beni

Supertyp!


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