My Eurovision: Workaway in Europa - Step 18: Bretagne


Advertisement
France's flag
Europe » France » Île-de-France » Paris
June 29th 2017
Published: June 30th 2017
Edit Blog Post

20170629_14472720170629_14472720170629_144727

Métro Saint-Michel
Tag 281 – Stippvisite in Paris

Zwei Wochen später, nach vieler Feierei mit Abientlassung und Geburtstagen, ging meine Reise weiter – diesmal wieder Richtung Westen. Als erstes stand Frankreich, genauer gesagt, die Bretagne, auf meinem Programm. Als ich letztes Jahr in Italien Fabienne getroffen hatte, hatte sie mir von ihrer Freundin in der Nähe von Rennes erzählt – da solle ich doch mal hinfahren und Workaway machen. Die Idee hatte mir gefallen, und nun setzte ich sie auch tatsächlich in die Tat um.
Nach etwa sieben Stunden Fahrt – ein ICE hatte ziemlich Verspätung, aber ich erreichte dann wiedererwartend trotzdem noch meinen Anschlusszug – kam ich in Paris an. Mit dem Kurzurlaub war es dann ja leider doch nichts geworden, aber wegen der Zentralisierung in Frankreich musste ich natürlich trotzdem dorthin. Hier hatte ich jetzt etwa viereinhalb Stunden Aufenthalt. Da mein Zugticket so schon fünfmal teurer war als das FlixBus-Ticket, dass ich eigentlich hatte buchen wollen (mit meine ganzen Gepäck würden sie mich gar nicht mitnehmen), hatte ich nicht noch mehr für ein Ticket ausgeben wollen, um etwas früher weiterzukommen.

Was also tun mit meiner Wartezeit? Ich musste sowieso die Metro nehmen, um vom Gare de l‘Est zum
20170629_14542620170629_14542620170629_145426

Häagen-Dazs Eis :p
Gare Montparnasse zu kommen. Als ich herausfand, dass die Haltestelle Saint-Michel auf dem Weg lag, beschloss ich, dort ein bisschen Zeit zu verbringen. Das Viertel mit der Buchhandlung Shakespeare & Company war ja während meiner Zeit in Paris zu meinem Lieblingsort geworden.
Diesmal im T-Shirt tauchte ich aus der Metrostation am Seineufer neben Notre Dame auf und schlenderte durch die Gasse, in der sich ein Restaurant an das andere reihte.
Es musste doch hier auch irgendwo Eis geben… Ja, Häagen Dazs! Das war doch perfekt! Nicht so perfekt fand ich allerdings, dass sie für zwei Kugeln Eis 6,40 € verlangten. Die waren doch echt verrückt! Aber dafür war das Eis auch wirklich lecker, Holunder&Cassis und Salted Caramel Cheesecake. :p
Nachdem ich eine Weile vor der Eisdiele gesessen und genüsslich mein Eis gelöffelt hatte, wollte ich eigentlich weitergehen.
Aber halt – das war doch eigentlich der richtige Ort für eine Skizze! Ich setzte mich auf den Bürgersteig, damit ich den Tisch nicht blockierte, und zeichnete drauf los. Eine Menge Touristen, unter ihnen viele Asiaten und sogar ein paar Dänen, strömten durch das Viertel, und einige blieben auch kurz stehen, um mir neugierig einen Blick über die Schulter zu werfen.

Nach dem Zeichnen setzte ich mich ein bisschen in den Park gegenüber von Notre Dame, in dem im Winter der nette kleine Weihnachtsmarkt gewesen war. Die Wolken wurden immer dunkler, und plötzlich begann es in Strömen zu regnen.
Alle sprangen auf und flüchteten sich unter die Markise vor Shakespeare & Company. Ursprünglich hatte ich vorgehabt, meine Wartezeit oben im Lesezimmer zu verbringen, mit Lesen und Klavierspielen. Doch ich hatte schon fast befürchtet, dass sie mich da mit meiner großen Reisetasche nicht rein lassen würden. Und als ich höflich fragte, ob ich die Tasche vielleicht an der Kasse stehen lassen könne, wurde ich wie erwartet rausgeschickt: In ganz Paris sei unbeaufsichtigtes Gepäck verboten, und im Geschäft sei es zu eng, um es mitzunehmen. Schade… 😞
Naja, dann blieb mir nun wohl nichts anderes übrig, als wieder in die Metro zu steigen und zum Bahnhof zu fahren. Ich war gut zwei Stunden vorher da und verbrachte die Zeit im großen Wartesaal, wo es Wlan und auch ein Klavier gab. Und dann ging es weiter nach Rennes.

Dort wurde ich mit einem Willkommensschild von Marie-Claire und Céleste empfangen. Céleste war aus Kanada und kannte sogar Fabienne, allerdings kam sie aus dem englischsprachigen Teil. Dementsprechend hatte sie einen witzigen Akzent, da sie das „r“ immer englisch aussprach. Céleste studierte Französisch und Geschichte und war im Moment für fünf Wochen an der Universität in Rennes. Sie wohnte im Studentenwohnheim, doch die Wochenenden verbrachte sie bei Marie-Claire. Außer dieses Wochenende, da würde sie nämlich nach Köln fahren.
Naja, wir gingen jedenfalls gemeinsam zum Auto und machten dann noch eine Rundfahrt durch Rennes, damit ich schon mal einen groben Überblick bekam. Das stellte sich dann allerdings als gar nicht so leicht heraus, da mindestens jede zweite Straße eine Einbahnstraße war.
Nachdem wir kreuz und quer durch die Stadt gekurvt waren, fuhren wir zum Studentenwohnheim. Hier tranken wir noch gemeinsam eine Tézane, also Tee ohne Teeblätter, in Frankreich und Italien differenzierte man das ja immer, in Célestes Zimmer. Danach fuhren Marie-Claire und ich nach Hause. Gegen halb zwölf waren wir dann da. Ich bekam das Zimmer, in dem Céleste sonst schlief, und konnte mich endlich ausruhen. 😊


Additional photos below
Photos: 7, Displayed: 7


Advertisement

20170629_15121920170629_151219
20170629_151219

Saint-Michel
20170629_17023820170629_170238
20170629_170238

Energiestation - Fahrrad fahren zum Handy aufladen (Wartesaal am Bahnhof)


Tot: 0.459s; Tpl: 0.011s; cc: 9; qc: 49; dbt: 0.2649s; 1; m:domysql w:travelblog (10.17.0.13); sld: 1; ; mem: 1.1mb