Hoas grosse Familie


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August 24th 2006
Published: August 25th 2006
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So, jetzt bin ich allein unterwegs. On the road.
Der Flug von Hanoi nach Da Nang war auesserst angenehm. Der Flieger nur halb voll. Alles lief problemlos, gleich im Bus zum Flughafen habe ich mit einem Franzosen gelabert, der war aber recht snobbish.
Vom Flughafen habe ich mich ein bisschen ueberteuert direkt an den China Beach zu Hoas Place fahren lassen. Hoas Place. Ein Bekannter aus Erlangen hat mir dringend ans Herz gelegt, dort ein paar Tage zum chillen zu verbringen. Nun weiss ich auch wieso. Ich komme an, und Hoa spielt Karten. Ich frage ihn, wieviel ein Single-Room kostet, fuenf Dollar, ich versuche auf vier zu handeln, was ich spaeter sehr bereue. Ich nehme ihn fuer fuenf. Hoa vermietet einige Doppel- und Einzelzimmer, und der Treffpunkt fuer alle ist die nach zwei Seiten offene Terasse. Zum traumhaften Strand sind es 200 m. Es sind einige Deutsche da, doch vor allem Englaender, Kanadier und Amis.
Zu Abend wird zusammen gegessen. Fuer 2,5 Dollar tischt Hoa und seine Frau Essen auf, dass einem die Augen ueberquellen. Auf den Tisch werden Platten mit Reis, Nudeln, Seafood, Fisch, Gemuese und vor allem den weltbesten Spring Rolls gestellt. Einfach unglaublich lecker. Und wenn irgendwas ausgeht komm sofort die naechste Platte. Alle sitzen an einem Tisch und falls sich Einzelgesprache entwickelt sorgt Hoa mit einem beherzten "people, have a break. Cheers" dafuer, dass alle lachen und sich einfach eine unglaubliche Gemeinschaft bildet. Jeder kennt jeden binnen kurzem mit Namen und Hoa kann sich alles merken. Es wird fleissig Bier getrunken und alles was konsumiert wird, wird in ein Buechlein geschrieben um am Schluss die Rechnung zu bekommen. Alle schenken in Hoas Glas Bier nach.
Ich sitze inmitten von fuenf EnglaenderInnen und Amis und habe ziemlich meine Schwierigkeiten dem Gespraech zu folgen und mich dann noch intelligent einzubringen 😊. Alles geht durcheinander, doch die Atmosphaere ist entspannt und herzlich. Die allermeisten sind deutlich aelter als ich, zwischen 25 und 30, doch das stellt fuer keinen ein Problem dar. Spontan komme ich mit Joe - einem Ami mit netter Freundin - super aus und wir unterhalten uns gut. Um elf Uhr laufen wir nur mit Badehosen an zum Meer vor und schwimmen. Schwimmen im 27 Grad warmen Wasser. Inmitten von fluoriszierendem Plankton, das zu leuchten beginnt, sobald man sich im Wasser bewegt. Man schwimmt und sieht seine Umrisse. Alles glitzert und leuchtet, es ist wie ein Sternenhimmel unter Wasser. Unglaublich. Man kann es nicht wirklich in Worte fassen. Alle sind im Wasser und alle haben Spass. Hoa ist wie immer sehr besorgt, dass wir ein bisschen angeheitert schwimmen gehen, er schaut nach allen und sorgt sich um alles.
Er ist wie ein Vater seiner Familie. "We'll work it out", "have a break" und "just enjoy" sind seine Lieblingssaetze. Eine unglaubliche Persoenlichkeit, auch wenn man ihm das auf den ersten Moment nicht ansieht. Man sieht in Augen voller Lebenserfahrung.
Seit nunmehr fast zwoelf Jahren betreibt er sein Guesthouse und hat inzwischen 19 Gaestebuecher angesammelt, in die alle ihr Foto kleben und sich verewigen. Es stehen wirklich tolle Sachen drin, viele Tips und vor allem viel Dank an Hoa, seine Frau, seinen Bruder und seine Tochter fuer die tolle Zeit. Und im zehnten Hoas ganzer Stolz, ein Gedicht von zwei Australiern ueber Hoas Place.

Am naechsten Tag steht chillen auf dem Programm. Morgens um halb zehn an den Strand und nichts tun. An einem weissen Strand mit klarem Wasser. Lesen, Musik hoeren, es kommt Mana - En El Muelle de San Blas. Das ist Urlaub. Strand, Sonne und Salzwasser. Abends spiele ich mit Einheimischen Beach-Volleyball, alle lachen ueber meine Groesse, was wirklich ein bisschen unfair ist. Danach wieder ins Wasser und dann mal wieder in den Liegestuhl und Pink Floyd - Comfortably Numb.
Um sieben gibts Dinner, leider diesmal ohne Hoa und ohne Spring Rolls, da beide in Da Nang sind und Hoas Mutter besuchen. Gleiche Atmosphaere wie am vorigen Tag, ich kenne inzwischen alle und habe mit den meisten geredet. Viele tolle Geschichten, aber leider auch einige eher langweilige Paerchen. Dafuer komme ich gut mit zwei neuen Oesterreichen klar, David und Kristof, mit Sam, einer Englaenderin und Michael, Flitzi und Julia, alle drei aus Heidelberg.
Wir sitzen - natuerlich nach dem obligatorischen Nacht-Bad im Meer - bis drei Uhr zusammen auf dem Balkon, trinken einige Flaschen Rum und unterhalten uns ueber Marijuana-Schmuggel.

Mit einem leichten Kater stehe ich am naechsten Tag auf und erst mal gehts nach einem leckeren Omelette and den Strand. Chillen ist angesagt. Wir spielen Volleyball, essen Mittag bei Hoa und steigen auf die Marble Mountains - Marmorberge von beachtlichen Ausmassen mitten in der Kuestenebene. Unglaubliche Grotten und sehr schoene Tempelanlagen. Und der Blick vom Gipfel ist wie immer unbeschreiblich.
Abends gibts wieder Dinner - mit Spring Rolls - und neuen Deutschen. Die meisten Englaender sind abgereist und die Deutschsprachigen uebernehmen Hoas Place.
Abends Lagerfeuer am Strand. Was soll man sagen. Es ist wie im Traum vom perfekten Urlaub. Drei mal im Meer baden und im Sand liegen. Wir spielen mit Taschenlampen als Lichtschwert Star Wars nach und fangen Krebse an der Wasserkante. Wir versuchen es zumindest. :-) Kristof spielt auf der Gitarre perfekt Hans Soellner und sogar Sam ist von "Edeltraud" begeistert. That's fun.
Wir gehen um ein Uhr ins Bett und stehen um fuenf auf, schauen uns den Sonnenaufgang an. Sam, Kristof, David und ich sitzen am Strand und warten auf eine Sonne, doch die hat sich wohl heute hinter Wolken ueber dem Meer versteckt. Doch trotz allem tolle Stimmung, v.a. da der Strand rappelvoll ist mit Vietnamesen, die Yoga machen, Fischen gehen, Volleyball spielen und baden. Morgens um fuenf. Was geht ab.
Wir hauen uns nochmal aufs Ohr und stehen um neun auf. Ein letztes Mal am Strand liegen und im Restaurant direkt am Strand Meeresfruechte futtern.
Hoa hat uns in Hoi An zwei Doppelzimmer in einem noblen Hotel reserviert. Wir zahlen statt 25 nur zehn Dollar fuer ein Doppelzimmer und das Taxi ins 30 km entfernte Hoi An kostet nur 1,5 Euro pro Person. Ein recht schwieriger Abschied von Hoa und seiner Familie. Und von Charlie, dem 16 Tage alten Welpen, der alle in die Zehen beisst. Wir reisen zu viert im Taxi, Sam und ich und die beiden Oessis. Zwei Stunden spaeter kommen die drei Heidelberger ins gleiche Hotel nach. Mit Sam werde ich die naechsten Tage Richtung Yuk Don Nationalpark ziehen.

Vier traumhafte Tage bei Hoa und seiner grossen Familie. Mein Zimmer habe ich kein einziges Mal abgesperrt.
"Just have a break".


Additional photos below
Photos: 24, Displayed: 24


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Kids am StrandKids am Strand
Kids am Strand

ziemlich begeistert von dem Gitarrenspiel
DinnerDinner
Dinner

links: Michael (Heidelberg), Samantha (England), Lea (Kanada) rechts: Pete (England)
die Schluchtisdie Schluchtis
die Schluchtis

Yvonne ('Schland), Kristof und David (Oesterreich)
Happy Days at Hoa's PlaceHappy Days at Hoa's Place
Happy Days at Hoa's Place

ein Gedicht von zwei Australiern aus dem Jahr 2000
drei Kids an der Strassedrei Kids an der Strasse
drei Kids an der Strasse

sehr begeistert davon, dass wir ein Foto von ihnen wollten
in Weis(s)heit erstarrtin Weis(s)heit erstarrt
in Weis(s)heit erstarrt

Buddha - allgegenwaertig
mal wieder kletternmal wieder klettern
mal wieder klettern

mit David und Kristof
Charlie und SamCharlie und Sam
Charlie und Sam

(von links nach rechts :-)


25th August 2006

Oh man...wer bist jetzt noch nicht richtig neidisch is, der is es spätestens jetzt! Tut mir sehr leid für Christoph, dass er nicht mehr dabei war. Klingt alles echt super! Mana am heißen Strand..was wünscht man sich mehr!? Wünsch dir noch viel Spaß..Gruß Susanne
25th August 2006

Bar Happy
des mit dem Guesthouse hoert sich natuerlich extrem gemuetlich an. Ich glaub das waer auch was fuer mich. Naja ich kann mich ja auch nicht beklagen. Wie siehts dann mit der Bar Happy aus- Angebot in Vietnam schon angenommen? Grus Fabian
25th August 2006

Hey du Klappspaten
Hey Flo bin vor 3 St daheim angekommen. Heimreise war sehr anstrengend (in Dubai hat fast einer auf mich draufgewürfelhustet als ich schlief :D) usw... haja aber home sweet home, Fotos sind daheim und sortier jetzt erstmal aus :) (btw. Bob Dylan - Forever Young). Ich beneide dich unglaublich... diese drei Tage wären der perfekte Abschluss für mich gewesen! oh Mann ich hab jetzt schon wieder Fernweh! Also alter Iltis hab noch viel Spaß!
26th August 2006

A Fantastic Time
FLO! Glad to see all your photos from Hoa's. My last night (the night you arrived) I was having such a great time. Glad we met. Anya and I are now in Hanoi and ran into Michael (Heidelberg) on the bus and then again on the streets. He told us about what a good time you all had on the beach singing songs after we left. Say hi to Sam for us and enjoy your travels! See you when you visit California, Joe
19th January 2007

Danke für diesen Eintrag
Das war ja mal wirklich schön ausführlich. Danke für die Infos. Wir sind im Moment in Nha Trang und machen uns morgen auf den langen Weg nach Da Nang - natürlich zu Hoa's place...

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