Good Morning Vietnam...


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February 11th 2010
Published: February 11th 2010
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Um 04.30 Uhr bin ich plötzlich wach und kann nicht mehr einschlafen. Also nehme ich mir vor, wozu ich den Rest des Urlaubs wohl zu faul sein werde. Aufstehen, Frühsport am See und Sonnenaufgang anschauen!!!
Tatsächlich, als ich gegen 05.00 Uhr an den Hoam Kiem Lake komme, sind dort bereits HUNDERTE Hanoier am Sport machen, ich bin schwer beeindruckt.
Um diese Uhrzeit ist es auch angenehm kühl und so schließe ich mich einer Aerobic-Gruppe an. Eigentlich das gleiche wie zu Hause aber puh, ganz schön anstrengend.
Nach einer halben Stunde hab ich genug und setze meine Runde um den See fort. Hier und da machen Gruppen Tai Chi oder meditieren, die meisten joggen aber beeindruckend finde ich vorallem, das improvisierte Outdoor-Gym, was plötzlich vor mir auf dem Gehweg steht. Etwa 6-7 Maschinen wie man sie aus dem Fitnesstudio kennt... Die Sonne ist inzwischen aufgegangen und als ich ein Foto von diesem bizarren Bild machen will kommt plötzlich einer der jungen Männer auf mich zu und zieht mich zu einer der Maschinen. Er ist für die nächsten 10 Minuten mein Personal Trainer und obwohl wir uns überhaupt nicht verstehen mache ich brav ein paar der Übungen, die er mir zeigt - sehr zur Belustigung aller anderer Mucki-Männer, die mich fröhlich von allen Seiten fotografieren.

So beginnt mein Tag zwar sehr früh aber mit einem Lächeln im Gesicht 😊

Um 08.00 Uhr werde ich von meinem Tourguide Hui zu der gebuchten Tour zur Parfum Pagode abgeholt. Es ist eine kleine Gruppe von 6 Personen: zwei Australier, eher ruhig, Namen habe ich schon wieder vergessen und Maureen aus Kanada und Tracy und Weiwei aus China, mit denen ich mich auf Anhieb super verstehe.

So wird es ein super netter Tag, den ich so schnell nicht vergessen werde, nicht nur weil Hui mir tausend mal erzählt dass ich aussehen würde wie dieses oder jenes Model 😊
Auch die zwei Chinesen fahren irgendwie total auf meine blonden Haare ab und machen gefühlte 100 Fotos von mir. Toll, wenn man völlig durchgeschwitzt ist, denn es ist heute wieder wahnsinnig heiß.

Nachdem wir 2 Stunden mit dem Bus in einen kleinen Ort gefahren sind, steigen wir auf ein kleines Boot um, welches von einer älteren Frau ca. eine Stunde den Fluss hoch gerudert wird. Eine ganz schön heftige Arbeit. Mit uns fahren noch mindestens 15 andere Boote in diese Richtung, die Ruder werden fast alle von Frauen geführt!!!
Die Bootsfahrt durch die so genannte trockene Halongbucht ist wunderschön, wenn auch sehr warm. Tracy und ich haben uns vorsorglich einen typischen Vietnamesishcen Hut gekauft, wobei sie damit einfach super aussieht und ich eher wie eine verkleidete Europäerin 😊

Angekommen entscheiden wir uns einstimmig, den steilen und ca. 1-stündigen Aufstieg mit dem Cable Car zu vollbringen, es ist einfach viel zu warm.
Oben erwartet uns trotzdem dann noch ein kleiner Aufstieg zu der berühmten Parfum Pagode. Das ist eigentlich eine riesige offene Steingrotte mit einem natürlichen Altar, in die die Buddhisten allerlei reininterpretieren. Warum genau sie Parfum Pagode heißt habe ich auf Grund der seltsamen Englisch-Aussprache von Hui nur halb mitbekommen. Allerdings gibt es dort verschiedene "Rocks", denen die Vietnamesen gewisse Kräfte zuschreiben. So gibt es einen Boy- und Girl"rock", je nachdem was man für einen Kinderwunsch hat muss man diesen Stein berühren und Buddha ehren (am besten noch mit einer Opfergabe). Den selben Felsen gibt es auch noch für Reichtum, Silber, Reis und Milch (der ist nur für Frauen, die Angst haben ihre Kinder nicht stillen zu können).
Sehr interessant... ich berühre zweimal den Boyrock,einmal den Girlrock und sehr lange den Moneyrock und warte mal was da kommt.
Die Wanderung nach unten reicht völlig aus um uns in Schweiß zu baden und ich danke mir insgeheim 100mal für die Entscheidung hoch den Cable Car genommen zu haben - eigentlich hatte ich vorgehabt zu laufen.

Unten gibts zur Belohnung kalte Getränke und Vietnamesischen Lunch, der mich außer dem Spinat nicht so vom Hocker reißt aber mein Hungerloch füllt.

Furchtbar finde ich, wie die zugegeben recht einfach lebenden Leute in den Bergen dort ihre Tiere halten, angefangen von Eichhörnchen in klitzekleinen Käfigen über Hunde in Käfigen und Schweine, die in einer Art Rundumgitter auf dem Rücken zweier Männer getragen werden ohne einenZentimeter sich bewegen zu können. Ein Affe ist einfach an einen Baum gebunden.
Hunde werden hier als Essen gehalten, erklärt mir Hui. Mir dreht sich der Magen um und ich esse beim Lunch nur das Tofu, den Reis und den Spinat.

Jetzt sitze ich im Hotel und warte auf Sabrina...die mir allerdings grade gemailt hat, dass sie bei -5 Grad in Peking festsitzt und nicht weiß, ob sie heute ncoh dort wegkommt... Daumen Drücken für Sabrina!!!!!
Und ich mache mich ans Packen für unsere morgige Zweitages-Tour zur Halongbucht.





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11th February 2010

Deine Berichte sind wunderschön und sehr amüsant zugleich!Hoffentlich hält die Schreiblust noch lange an, werd ganz reiselustig beim Lesen.

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