Kathmandu, Bandhipur, Pokhara, Trecking Annapurna Basislager


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Nepal's flag
Asia » Nepal
December 26th 2010
Published: December 26th 2010
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Vorab als Info:

Mein Handy funktioniert zur Zeit gut, nur in den Bergen gibt es mal Probleme und teilweise liegt es an den deutschen

Providern, also bittte ggf. mehrfach probieren.
Rechtschreibfehler, ich weiss, einige sind immer besonders witzig, aber das passiert bei englischer Rechtschreibpruefung und wenn man lange und viel schreibt und dann froh ist, wenn der Upload endlich getan ist. aber werde in Zukunft Euch bestimmt auch weiterhin belustigen, haha.


Meine Tage in Kathmandu nach den ersten langen Trekking Touren waren klasse. Habe nach 2 Ruhe- und Orgatagen einen Uebernachttrip zu einem wunderschoenen Bergdorf gegoennt. Die Aussicht von dort ist unbeschreibbar, soweit das Auge reicht von West nach Ost die riesigen Bergketten, darunter auch meine ersten 8000er und auch Mt. Everst, obwohl dieser noch fast 150km entfernt war, konnte man ihn gut sehen. Auf der Dachterasse im Gaestehaus habe ich die meiste Zeit verbracht und jeden Sonnenuntergang und Aufgang mit Tee oder Bier zelebriert, da sich die Berge wunderschoen von rot, orange bis gold verfaerben.

Habe mir dort noch einen anderen bekannten Aussichtspunkt angeschaut, aber dort waren zuviele Locals und Schulklassen, d.h. ewig laut, ueberall Musik und viel Muell in der wunderschoenen Natur. Das kann eben auch Nepal bzw. Entwicklungsland sein.

Dann wieder zurueck in die laute, chaotische Stadt Kathmandu, immer wieder ein Spass, wenn man fuer die letzten 10km in die Stadt genauso lang braucht, wie fuer die ganze Reise, Staus, Verkehrschaos pur. Zu viele Autos fuer die schlechten zu engenStrassen.

Die naechsten Tage waren mit ein paar Hippies Kulturprogramm angesagt. In einer nahegelegen Stadt im Kathamndu Tal waren wir erst morgens bei einer Schamanin, die jeden von uns mit seinem individuellen Problemen und Krankheiten durch Anrufung der Geister versucht hat zu heilen. Ich haette aber noch 2mal kommen sollen, dafuer hatte ich aber dann doch keine Lust mehr, war aber sehr strange und interessant.
Dann ging es weiter zur heiligsten und groessten Buddhistenstupa (Tempel) in Nepal, in Bodnath. Unfassbar schoen und riesig. Hier kann man die spirituellen Stimmung fast spueren. Moenche singen, Glaeubige umrunden den Tempel um die 108 Gebetsmuehlen zu drehen. Einige Kloster kann man in der Naehe besichtigen udn sowie man auf die Dachterassen geht, kann man die umliegenden Berge als Backdrop hinter dem riesigen Tempel bewundern.

An einem weiteren Tag habe ich mir den heiligsen Hindutempel in Nepal angeschaut. Auch dies eine sehr intensive Erfahrung, das erste was auffaellt, ist der Rauch, da hier dauerhaft Hindutote verbrannt werden und die Asche dann in den vermuellten Fluss gestreut wird, sodass der Kreislauf der Wiedergeburten aufrecht gehalten werden kann. Die Verwandten sitzen relativ relaxt dabei. Desweiteren sind ueberall heilige Saddhus unterwegs, die natuerlich fuer ihre Ablichtung das wichtigste von uns Auslaendern naemlich Geld wollen. Die Saddhus wandern meist im Land umher auf der spirituellen Suche und leben von Almosen
(oder doch von Touristen, zumindest in Kathmandu?).

Am letzten Tag in Kathmandu fahre ich in die Nachbarstadt Patan, ein altes Koenigreich neben Kathmandu (bis vor ca. 60-70Jahren bestand Nepal aus vielen kleinen udn groesseren Koenigreichen), und da sich jeder Koenig mit seinen Tempelanlagen udn Plaetzen uerbertrumpfen wollte, sehen diese entsprechend wunderschoen aus. Die kleinen Seitengassen sind aber meist interessanter, ob man das leckere Fleisch beim Metzer (kann man das ueberhaupt so nennen) oder alle Handwerker bewundern kann, die meist auf der Strasse arbeiten. In einem kleinen Tempel in den gassen hatte ich das Glueck gerade den Einmarsch eines 14 jaehrigen Jungen zu sehen, der die naechsten 30 Tage fuer diesen Tempel fuer die religioesen Handlungen verantwortlich ist.

Dann geht es mit dem Bus nach Bandipur weiter. Hier werde ich am Highway abgesetzt und es geht auf dem Dach von einem alten Jeep noch 30min hinauf in die Berge. Bandipur ist ein wunderschoenes Bergdorf, ohne Autos, alle Menschen leben hier ganz gechillt, keine Hektik, es fuehlt sich teilweise an wie im Mittelalter, obwohl die Haeuser und der Entwicklungsstand hier gar nicht so schlecht ist. Neben der tollen Atmosphaere gab es auch hier wieder wunderschoene Ausblicke auf die umliegenden 8000er, tolle Sonnenuntergaenge, wunderschoene Reisterassen und erstmalig Blick auf das riesige Annapurnamassiv, wo ich in den naechsten Tagen trecken gehen wollte. Im Bus habe ich ausserdem ein nettes Hindumaedel kennengelernt, welche ich die folgenden Tage in Pokhara noch ein paar Mal getroffen habe. Von hier habe ich ein wenig Einblick in die Schwierigkeiten von hiesigen Beziehungen bekommen (sofern sie nicht wie zu haeufig von den Eltern arrangiert wurden, arranghierte Hochzeiten sind noch relativ haeufig, aber abnehmend). Sie hat dazu noch einen Muslim als Freund, Schwierigkeiten vorprogrammiert.

Nach meiner schnellsten Busfahrt seit ich in Nepal bin ich in Pokhara angekommen. Unfassbar was man aus den indisichen Tatabussen auf diesen schlimmen Strassen rausholen kann..... Kein Wunder das der ein oder andere Fahrgast eine Plastiktuete nutzen muss, sofern er nicht den Kopf aus dem Fenster halten kann (na zum kotzen natuerlich!).

In Pokhara steht dann die Organisation von meiner Treckingtour an, und feiere ein wenig. Hier spielen fast ueberall nette Live-Cover-Bands, die aber meist nur bis elf oder mal zwoelf spielen duerfen. Die korrupte und schlechte Regierung Nepals hat die Sperrstunde auch in die Tourigebieten auf elf gesetzt, was keiner versteht. Und was man hier so ueber die Regierung besonders die Maoisten, die bis vor ca. 5 Jahren noch als Rebellen im Untergrund gekaempft haben, hoert, ist ueberaus schlecht. Korruption pur, kaum wirtschaftliche Verbesserung, obwohl der Tourismus in den wenigen guten Monaten nicht so schlecht ist, und viele internationale Hilfsgelder kommen und NGOs praesent sind. Fuer mich eines der Hauptprobleme vieler armer Laender, die korrupten schlechten Regierungen. Mal sehen wie das hier weitergeht, man hoert unterschiedliche Meinungen, eine darunter, das die Maoisten wieder in den Untergrund gehen wollen. Hoffen wir das fuer Nepal nicht. Zur Zeit scheint zumindest Stillstand. Auch der Premierminister ist nach 14 oder ggf. nun schon mehr Anlaeufen immer noch nicht gewaehlt....

Pokhara liegt wunderschoen vor den umliegenden 8000ern an einem See auf 900m. Traumhafte Lage. Mein Zimmer hat Blick auf den See, tagsueber ist es hier warm, so dass man kurze Hose anziehen kann, aber sowie die Sonne weg ist, geht es gleich bis auf Null grad runter.


Trecking Tour zum Annapurna Basislager (ABC fuer annapurna base camp im folgenden genannt)

Mit meinem Guide Som geht es mit einem Sammeltaxi zum Startpunkt. trecke wieder alleine, habe keine Lust auf organisierte Gruppentouren und man trifft abends in den kleinen Gaestehaesern in den bergen immer nette Leute. Tagsueber will ich aber meine Ruhe, will die Natur in Ruhe geniesen und mein Tempo laufen, was bei einem schweren Rucksack nicht das schlechteste ist... Es geht in 2 Tagen von 1000m auf 3200m hoch, wo wir einen wunderschoenen Sonnenuntergang vor traumhafter Bergkulisse erleben durften. Die Berge sind noch etwas entfernt, das soll sich aber aendern. Unterwegs passieren uns immer wieder Pferd- oder Mulikaravanen, Kuehe, Schafe und Ziegen, was auf den teils engen Pfaden nicht immer einfach ist. Neben den Tieren sind hier viele Traeger unterwegs, die die Waren in die Bergdoerfer bringen. Es geht immer wieder durch kleine Doerfer mit wunderschoenen Reisterassen und nachts bleiben wir einen kleinen Gaestehauesern, meist Teehaeuser genannt. Anfangs gibt es hier noch Feuer, was aber weiter oben leider nicht mehr erlaubt ist.
Nach einigen Tagen auf und ab kommen wir in ein Seitental und es geht endlich nur noch bergauf. Leider kommt die Sonne hier teils erst morgens um 11 und geht schon um 15 Uhr, d.h. wenn man nicht gerade laeuft, ist es empfindlich kalt. Morgens ist meist Frost angesagt, die Fluesse sind teils schon gefroren, was die Ueberquerung dort wo keine Bruecken sind, nicht immer einfach macht. STeine sind mit Wasser ueberfroren, das ist kein spass. Habe schon von Leuten gehoert, die im eiskalten Wasser lagen und warm wird man dann erstmal nicht mehr so schnell. Ging aber alles gut, auch ueber die teils wackeligen Bruecken, d.h. teils nur zwei kleine Baumstaemme....

Dann der naechste Hoehepunkt, Ankunft auf 3700m im Basislager des heiligen Berges Machapuchare (Fishtail). Dieser darf nicht bestiegen werden, da hier der Gott Shiva einen seiner Aufenthaltsorte hat. Das Basislager ist aber fuer die anderen umliegenden Berge von Bedeutung und natuerlich fuer die Trecker. von hier sind Blicke schon ein Traum, und man hat die Berge zum anfassen nahe. Aber am naechsten Morgen wird es noch besser, es geht bis auf 4200m zum Annapurna Basis Lager (ABC). Hier ist es traumhaft, die 4 Gaestehaeuser liegen direkt an einem riesigen Gletscher und in der Naehe eines Eisfalls.

Sonnenuntergang und aufgang sind ein traum, nur das einem hier nach einiger Zeit meist die Haende und Fuesse abfrieren, wenn man sich nicht bewegt. Verbringe meine freie Zeit hier meist alleine an einem stillen Platz und geniesse die Berge, hoere Musik oder versuche weiterhin meine taeglichen 20min. Meditationen durchzufuehren, was aber leider nicht immer gelingt. In den Bergen aber zumindest schaffe ich das.
Es wird nachts hier so kalt, das selbst die Toilette gefroren ist, und schlafen geht bei mir nur, in langer Unterhose, Fliesspulli, Schlafsack und einer dicken Decke. Tagsueber bei Sonne ist es aber angenehm. Und zum Glueck gibt es abends in den Essensraeumen einen Kerosinheizer zu mieten, der unter dem Tisch fuer etwas Waerme sorgt, was dann auch fuer die Hauskatze fuer sehr viel Begeisterung sorgt, siehe Fotos.
Abstieg ist dann angesagt, und die Vorfreude auf meine erste Dusche nach 7 Tagen ist gross, und diese wird dann auch noch in wunderschoenen heissen Quellen, in einer Schlucht an einem Fluss gelegen, genommen. Ich bleibe dann auch gleich mal fuer 2 Std.regungslos in den Pools liegen. Dann geht es noch ueber einige Tage durch viele Doerfer mit tollen Ausblicken, netten Menschen, vielen bettelnden Kindern zurueck. Am letzten Abends konnte ich mein erstes Hirsebier trinken, die Hirse bleibt im Becher und kann bis zu 10mal mit Wasser uebergossen werden, was ich aber nicht geschafft habe. Unterwegs treffen wir noch fliegende Verkauefer und mein Guide kauft gleich mal frische Unterhosen, was bestimmt auch noetig war.

In Pokhara kehre ich dann direkt an meinem Geburtstag zurueck. Der Geb. war schoen aber so anders. Aufwachen in den Bergen, mit traumhaften Sonnenaufgang vor der Bergkulisse, Abstieg und Mittagessen bei meinem Guide zu Hause, Mittags auf Dachterasse in der Sonne alleine chillen und abends mit Bekannten Pizzaessen und spaeter zu Livemusik und Bier feiern. Aber muss schon gestehen, es ist schoener mit Familie udn Freunden zu feiern und Anrufe zu bekommen.

In summe haben wir in 13 Tagen ca. 130km und 8000 Hoehenmeter auf und nochmal ab absolviert. Das ist einiges, kann man aber in kuerzerer Zeit machen, aber aufgrund von Akklimatisierungsstops ist das besser in 13 Tagen.


Weihnachten war hier auch ganz anders, war zwar in einer kath. Kirche, hier gibts naemlich eine kleine Gemeinde, aber war fast alles auf Nepali, bis auf weniges Englisch, aber es wurde viel gesungen. Aber auch hier sehr interessant, Beginn mit 30min Verspaetung, das Mikro hat andauernd Probleme, die Menschen kommen und gehen waehrend der Messe, Handys klingeln und Anrufe werden auch teilweise angenommen, alles kein Problem hier. Trotzallem war es sehr nett. Abends dann zu Bekannten, trinken, essen und feiern.
Das ist auch das Motto am 1. Feiertag, sitzen alle am See in der Sonne bei leckerem Essen, Cocktails und geniessen das Leben. Und es gibt sogar in den Bars wo Touris sind Weihnachtsbaeume und etwas Deko, man glaubt es kaum.

Ansonsten habe ich hier in Pokhara noch einen Motorroller geliehen und habe mir das Umland angeschaut, tibetische

Fluechtlingssiedlungen, die eigentlich ganz normale Doerfer sind, eine Friedenspagode und wunderschoenen See in dem sich die 8000er spiegeln. Die Fotos kommen hierzu beim naechsten Upload.

Die naechsten Tage geht es weiter auf Safari ins Flachland, hier ist Dschungel und hoffe, das wir Nashoerner und Tiger sehen. Es wird hier auf Elefanten geritten und dann gehts ab in den Dschungel. Und dann geht es wohl in den naechsten Wochen langsam nach Indien weiter, aber mal sehen, planen will ich gar nicht viel, es kommt wie es kommt.

So wuensche Euch allen ein frohes Jahr.

LG

Thorsten


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29th December 2010
ABC, auf 4200m war selbst die Toilette gefroren

Andere Länder andere Sitten
Da muss man ja die Füße austrecken wenn man auf dem Klo sitzt... Krass... :-) Kannste die Situation mit Dir mal Fotografieren und rein stellen... :-) Viel Spaß weiterhin...
30th December 2010

@ anonymous
das waere es ja noch.bitte das naechste mal deinen namen oder email angeben, da ich nicht mal weiss, wer mir diesen blogeintrag geschrieben hat. thorsten

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