Willkommen in China!


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China's flag
Asia » China » Guangxi » Guilin
May 13th 2016
Published: June 19th 2016
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Voller Vorfreude bin ich am 18. März also zu dem Flughafen in Guilin gefahren und war viel zu früh da, wirklich viel zu früh. Zwei Stunden bevor der Flieger überhaupt landen sollte. Aber das macht einem doch nichts aus, wenn gleich die lange vermisste Familie ankommt. Ich saß also schon eine Weile dort rum und habe mir einen kleinen Snack gekauft. Und so zog sich die Zeit wie ein frischgekauter Kaugummi, den man nicht von der Schuhsohle kriegt. Ich war nicht wirklich nervös oder hibbelig, aber es hätte gerne etwas schneller gehen können. So ein paar Monate sind dann doch schon eine ziemlich lange Zeit. Und weil ich bald nicht mehr wusste was ich tun sollte, stand ich halt schon ewig vor ihrem Gate rum. Sie sind dann ja auch endlich gelandet und ich konnte sie früh erkennen, weil ich anders als die Chinesen um mich herum über die Scheibe hinwegsehen konnte. Ich habe gewunken und bin gesprungen, doch erst als sie ihre Koffer abgeholt hatten, haben sie mich erblickt und sogar wiedererkannt... Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt einen sehr seltsamen Ziegenbart hatte, einen Haarschnitt, der seit langen keinen Schnitt mehr hatte und einem derart eingefallenem Gesicht, dass ich besorgte Blicke bekam. Sobald sie auf den Ausgang zuhielten, hellten sich alle Gesichter auf und die Strapazen ihrer Reise waren vergessen. Wir sind uns in den Arm gefallen und nach ein paar unsicheren Blicken, sind wir in einen Bus gestiegen, um von dem Flughafen nach Guilin hinein zu kommen. Und das dauert nochmal eine dreiviertel Stunde. Und während wir so da rumsaßen, da wurde meinen Eltern schon der erste kulturelle Unterschied auf (abgesehen von den Schriftzeichen und so weiter...). Der Bus ist erst losgefahren, als genügend Leute drin saßen. Das war schon ziemlich witzig, aber so hatten wir während dessen wenigstens genügend Zeit, um uns gegenseitig Geschichten zu erzählen. Trotzdem sind wir dann irgendwann auch der Innenstadt angekommen, jedoch nicht da wo ich es erwartet hatte. Und so mussten wir erstmal ein kleines Stück laufen bis wir an die große Straße kamen, die ich kannte. Und auf diesem kleinen Weg (der mit Koffern schon echt anstrengend war) sind und uns erneut typisch chinesische Sachen passiert. Zum einen fahren auf Chinas Straßen haufenweise Motorroller und diese sind gleichzeitig Autos und Fußgänger, was natürlich heißt dass sie auch einfach auf dem Bürgersteig fahren und einen dabei frech, wie sie sind, anhupen. Also haben wir gemeinsam mit ihnen bei einer grünen Ampel die Straße überquert und sind, wieder zusammen, in einen Fußgängertunnel gelaufen/gefahren. Dort hatte sich grade ein Auto so verkantet, dass es sich nicht vom Fleck rühren konnte und das bloß, weil der Fahrer unbedingt in diesen Tunnel fahren musste. Doch dann wussten wir alle nicht mehr weiter und haben mit kleinen Schwierigkeiten ein Taxi finden können, das uns sogar ein Hotel neben unser eigentliches gebracht hat. Also waren wir immer noch falsch, aber nicht mehr so weit entfernt 😊 Das Hotel war schön und die Zimmer nett. Vor allem sollte sich jedoch am nächsten Tag herausstellen, dass es auch gut angebunden war. Mittlerweile war es Essenszeit für mich und so sind wir in ein kleines Restaurant gegangen. Und es gab mein täglich Brot, oder um es besser zu sagen: Reis. Doch da es ein Restaurant war, war es gar nicht schlecht, sondern eigentlich sehr lecker. Und wie jeder weiß isst man hier mit Stäbchen, aber der eigentliche Unterschied ist, dass man nicht jeder einzeln ein Gericht bestellt, sondern man sucht sich ein paar Gerichte raus, die allen gefallen könnten und diese werden dann in die Mitte gestellt, wo sich jeder bedienen darf. Natürlich erschwert durch die Stäbchen, aber es ging eigentlich. Ich muss auch sagen, dass ich diese Art zu essen richtig liebgewonnen habe, weil man halt "zusammen" isst. So passiert einfach mehr und es wirkt alles lebendiger. Meine Schwester, Aileen, ist nun mal eine Vegetarierin und für die gibt es in China so gut wie nichts. Während man in Deutschland Fleisch mit Beilage, oder auch nur etwas vegetarisches, isst, gibt es hier in jedem Gericht Fleisch und wenn man es eigentlich nicht zwingend braucht. Also haben wir gut gegessen und sind dann wieder zum Hotel, um zu schlafen. Denn trotz allem muss das dann doch sein. Es war super wieder vereint zu sein, das Gefühl war sofort zurück, aber so richtig cool wurde es die nächsten Tage, als wir gemeinsam China erkundet haben.

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