The Road to Namhsan


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Burma's flag
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June 12th 2009
Published: June 20th 2009
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Nils und ich, als letzte uebrig gebliebene unserer kleinen Crew entschlossen uns nach Namhsan in den Bergen zu stoppen. Angeblich 6-12 Stunden mit dem Bus, abhaengig von Wetter, dem Bus und Glueck. Klang sehr abenteuerlich, also los. Nach drei Stunden am Rand der Strasse nach Namhsan gaben wir auf, da in diesen drei Stunden gerade mal vier (4!) Autos vorbeikamen. Wir machten uns auf den Weg zurueck ins Guesthouse und chillten.

Nachmittags wurde Nils krank, hat wohl was schlechtes gegessen. Kann in Burma leider recht einfach passieren. Nun war ich also der Einzige auf dem Weg nach Namshan. Da der Bus keine feste Abfahrtszeit hat, sondern irgendwann kommen kann, stand ich um fuenf Uhr auf, und wartete geschlagene fuenf Stunden bis zehn am Strassenrand in einem kleinen nepalesischen Teashop. An manchen Tagen kann der Bus auch gar nicht kommen... Ich entschliesse mich, fuer drei Tage ein Motorcycle zu mieten und ziehe um elf Uhr mit einem recht passabel aussehenden Moped los.

Aber was erwartet mich auf der Strasse? Ich wusste, dass die Bedingungen schlecht sind, aber dass es so hart wird habe ich nicht erwartet. Der Lonely Planet spricht von "shocking road conditions". Und das ist in der Tat
Hitchin' a rideHitchin' a rideHitchin' a ride

Autstop am Strassenrand
wahr. Teilweise Matsch, knoecheltief, doch meistens hindern Steine, die in die Strasse gewalzt wurden den Regen am Auswaschen der Strasse. War die Strasse irgendwann mal abschnittsweise geteert, ist davon nichts mehr zu erkennen. Lediglich ein wenige Zentimerter breiter Streifen Asphalt in der Mitte, auf dem man dann mit 50 Sachen auf dem Moped balanciert.

Ich habs geschafft kein einziges Mal vom Moped zu fallen, was keine Selbstverstaendlichkeit ist 😊. Ausserdem ist es groesstenteils ziemlich spannend, weil es neben der Strasse Steil bergab geht.
Nach fuenf Stunden habe ich die 80 km hinter mir und erreiche auf den Berggipfeln in Namhsan, mit einem wunderbaren Panoramablick.

Nachdem ich in Namhsan selbst am naechsten Tag viel auf dem Moped unterwegs war und einiges an Erfahrung gesammelt habe lege ich den Rueckweg in halsbrecherischen 4 Stunden zurueck. Nach der Fahrt bin ich gefuehlte 10 cm kleiner und habe krasse Rueckenschmerzen. Interessanterweise schaffen die Locals die Fahrt auch in 4 Stunden, allerdings ist das Motorcycle bis oben hin bepackt mit Waren. Trucks vollbepackt mit Tee aus Namhsan brauchen teilweise 10 Stunden. Vor ihnen laeuft meistens einer, der die spitzen Steine von der Strasse sammelt. Ist hinter dem Truck ein Bus dauert es eine halbe Ewigkeit, bis eine Stelle kommt, an der man ueberholen kann. Kommt ein anderer LKW entgegen, resultiert das meistens in einer halben Stunde rueckwaerts fahren. Geplatze Reifen sind an der Tagesordnung, ich habe unverschaemter Glueck, dass mein Moped in drei Tagen kein einziges Mal schlapp macht und die Reifen halten.

Nun, ich denke, diese Strasse verdient ihren eigenen Blogeintrag. Denn hier in Myanmar ist definitiv der Weg das Ziel.


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doch wunderbare Landschaftendoch wunderbare Landschaften
doch wunderbare Landschaften

Reisfelder ueberall
ein Lotterieverkaeuferein Lotterieverkaeufer
ein Lotterieverkaeufer

wartet am Rande der Strasse, mitten im Nirgendwo. Es vergeht teilweise eine Stunde bis man von einem Dorf entlang der Strasse ins naechste kommt.


21st June 2009

:)
Sas Flo, spitzen Einträge, les sie immer wieder gerne. Nichtsdestotrotz freu ich mich schon, wenn du mal wieder in ER bist. Hau rein, Franz

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