Nevado Pisco (5752 m ue. M.)


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South America » Peru » Ancash » Cordillera Blanca
July 9th 2010
Published: July 9th 2010
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Geschafft!Geschafft!Geschafft!

Nevado Pisco 5752 m ue. M.
"The best part is getting to the top 'cause the pain's all over."
Dan Osman

Frisch geduscht und nur mit dem Notwendigsten ausgeruestet erreichten wir nach einer Odyssee in Taxis und Kleinbussen Cebollapampa (3900 m ue. M.). Waehrend der Fahrt wurden wir mit Juan - unserem Koch und Arriero ("donkey driver", wie die Gringos so schoen sagen) - bekannt gemacht. Wir wurden ausfuehrlich ueber die Vorkommnisse unserer Vornamen in seinem ausgedehnten Stammbaum unterrichtet und mussten sein grosszuegiges Angebot - Peyote (Meskalin) fuer nur 30 Sol - dankend ablehnen.

Anschliessend ein dreistuendiger Aufstieg ins Basislager des Nevado Pisco auf etwa 4800 m ue. M. Unser Bergfuehrer Arnoldo berichtete uns derweil von seinen Erfahrungen mit Pisco, unter anderem einer beeindruckenden Besteigung via die steile Eiswand der Suedflanke. Nachdem wir unsere Ausruestung kontrolliert und eine riesige Portion Spaghetti verschlungen hatten, legten wir uns mit dem Eindunkeln um ca. 18:00 in unser Zelt schlafen. Wir froren jaemmerlich, bis uns Arnoldo kurz nach Mitternacht erloeste.

Gegen ein Uhr Nachts, mit heissem Cocatee im Magen, begannen wir unseren Aufstieg. Zunaechst die Querung einer riesigen Moraene, um westlich unter dem Sattel des Pisco auf den Gletscher zu kommen; mit den hartsoligen Schuhen war die Kraxelei in duenner Luft schweisstreibend, doch erreichten wir das Eis in gut zwei Stunden. Dann am langen Seil ueber einige Spalten auf den Sattel. Die naechsten Stunden vergingen wie in Trance, auf den letzten 200 Metern mussten wir alle paar Meter eine kuerzere Pause einlegen, da sich die Beine Mangels Sauerstoff nicht mehr bewegen liessen. Zum Abschluss eine 15 Meter lange Klettereinlage ueber 60 Grad steiles Eis, dann warfen wir uns durstig (das Wasser war uns eingefroren) und mit geplatzten Lippen um kurz nach 7 Uhr auf den Gipfel des Nevado Pisco (5752 m ue. M.): Erleichterung, grandioser Ausblick auf die Cordillera Blanca und eisiger Wind.

Entspannter Abstieg durch die bizarren, nun im Tageslicht sichtbaren Eisformationen des Gletschers. Wir kreuzten eine deutsche Seilschaft und erreichten gegen Mittag das Basislager. Dort hatte sich mittlerweile eine japanische Expedition einquartiert; ein Slovake berichtete von seinem Plan, mit dem Gleitschirm vom Pisco zu springen (er blieb den Tatbeweis jedoch schuldig).

Jetzt versuchen wir, mit dem Bus via Trujillo nach Guyaquil (Ecuador) zu fahren, um von dort aus auf die Galapagos-Inseln zu fliegen.


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Nevado PiscoNevado Pisco
Nevado Pisco

Das ist er!
BasislagerBasislager
Basislager

4800 m ue. M.
BasislagerBasislager
Basislager

cf. gelbe Tupfer


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