Mompox (Mompós)


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June 7th 2008
Published: June 7th 2008
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Hola!
Bin wieder mal vor der Hitze in die Kuehle eines Internetcafes geflohen! Eigentlich wollten Heida und ich schon vorgestern nach Mompos aufbrechen doch Montezumas Rache hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zuerst hatte es mich erwischt (zum Glueck zum ersten Mal auf unserer Reise). Zuerst hatte ich nur Kopfschmerzen, doch dann kam auch noch der Durchfall hinzu. Nach zwei Tagen entschloss ich mich dann mit der Antibiotikakur anzufangen, da ich nicht noch lange leiden wollte. Gestern ging es dann mit dem Magen etwas besser, doch ich hatte immer noch starke Kopfschmerzen wie bei einer Grippe. Heida ging es auch nicht viel besser: Sie hatte Bauchmschmerzen und auch etwas Kopfweh. Trotzdem machten wir uns dann gestern von Taganga aus auf die unter diesen Umstaenden beschwerliche Reise nach Mompos im Landesinnern auf (noerdlich). Zuerst gelangen wir mit einem Taxi zum Busbahnhof in Santa Marta. Dort bestiegen wir einen Bus der Linie Brasilia, der uns in 5 1/2 h zum le ponte in der Naehe von Magangué brachte. Dort mussten wir dann in einen ueberfuellten "collectivo" (kleiner Bus der ueberall auf Verlangen anhaelt) steigen und 1 1/2 Stunden mitfahren. Dort schleppten wir dann unser Gepaeck in der bruetenden Hitze zum nah gelegenen Fluss und bestiegen ein wackelig aussehendes kleines Boot. Unser Gepaeck wurde auf das Dach gehievt und und wir nahmen in der "Gondel" mit insgesamt 14 Leuten platz. Wir duesten dann im wahrsten Sinne des Wotes 45 Minuten flussaufwaerts. Doch auch dort waren wir noch nicht am Ziel. Wir zwaengten uns in ein kleines Taxi mit zwei anderen Leuten und dem Fahrer (Gepaeck wieder auf dem Dach) und bewaltigten so noch die letzten 38 km bis Mompos. Dort war jedoch noch ein Umzug und so mussten wir uns mit dem Gepaeck noch die letzten 500 m bis zum Hotel durchkaempfen. Ziemlich erschoepft (wir hatten beide noch etwas Fieber) kamen wir dann nach ueber 9 h an. Puh! Wir gingen dann noch ein leichtes Sueppchen und etwas Reis essen und legten uns dann ins kuehle (haha) Bett.
Heute geht es uns beiden schon wieder viel besser und so durchforschten wir die kleine Stadt (28'000 Einwohner) zu Fuss bei 33 Grad C im Schatten (leider hatte es niergends Schatten!).
Abends, wenn die Einwohner von Mompos freidlich in ihren Schaukelstuehlen dahinduempeln fuehlt man sich in eine Szene aus "Huckleberry Finn" oder "Vom Winde verweht" versetzt. Die Atmosphaere ist einzigartig in Kolumbien. Das Staedtchen ist umgeben von schlammtrueben Fluessen. Es wurde 1537 am oestlichen Zweig des Rio Magdalena gegruendet und wurde schnell zu einem wichtigen Umschlagplatz fuer alle Handelswaren aus Cartagena, die fuer das Landesinnere bestimmt waren. Mehre beeindruckende Kirchen und viele luxurioese Haueser entstanden. Doch gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Schiffsverkehr in andere Seitenarme des Rio Grande umgeleitet und der Wohlstand der Stadt verebbte. Mompos wurde in der Abgeschiedenheit zurueckgelassen und seither hat sich wenig veraendert wie der nach wie vor sichtbare koloniale Charakter beweist.
Bis zum naechsten Mal aus einer anderen Ecke dieses tollen Landes!

P.S. Heute spielt oder spielte die Schweiz gegen Tschechien (gewonnen?)


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