Still Alive - Tag 63 - Sapzurro


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South America » Colombia » Antioquia
November 17th 2019
Published: November 23rd 2019
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Den heutigen Tag verbrachten wir in Sapzurro, ich fühlte mich noch nicht so besonders und lag noch den Großteil des Tages nur rum. Abends ging es mir etwas besser, daher wollten wir einen kleinen Abstecher nach Panama machen. Die Grenze war nur wenige hundert Meter entfernt, auf der Seite Panamas sollte es einen schönen Strand namens "La Miel" geben, wo wir hinwollten. Als wir losliefen bemerkten wir Eines, das wir bisher vergessen hatten.

Heute war Sonntag, uns Sonntag ist Feiertag. Und Feiertag heißt hier anscheinend, dass man einen Lautsprecher vor die Tür stellt und Musik anmacht. Dabei nimmt man den größten und lautesten Lautsprecher, den man finden kann, und dreht ihn bis zum Anschlag auf. Zumindest scheinen das ein paar Restaurants so interpretiert zu haben, unter anderem zwei Helden, die nebeneinander waren und einander mit verschiedener Musik beschallten. Beim Vorbeigehen taten die Ohren weh, ich bin mir ziemlich sicher das Diskos bei uns kaum lauter sind. Um sich zu unterhalten, musste man mindestens 30 Meter entfernt sein. Das Unglaubliche war, dass vor dem Restaurant an einem Tisch ein paar Leute saßen und Seelenruhig Siesta machten. Wie sie das aushalten konnten, entzog sich unserem Verständnis, als wir hundert Meter entfernt waren
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Die Bucht von Sapzurro. Hier hat man die Musik vom Dorf noch sehr gut gehört.
und die Musik nur noch leiser hören konnten, waren wir sehr froh darüber. Der Weg ging aus dem Dorf heraus, zunächst leicht, dann über Stufen etwas steiler aufwärts. Schließlich kamen wir oben am Grenzzaun an, ein Soldat sagte uns, die Grenze sei gerade geschlossen, wir müssten morgen früher kommen.

Sogar hier oben hörte man die Musik sehr gut, und wenn es nur eine Musik gewesen wäre und nicht 2 oder mehr verschiedene in einem Bunten Mix, hätte man sie wahrscheinlich sogar gut verstehen können. Wir kehrten um und gingen zurück. Wir mussten die Lautsprecher heute noch ein paar mal passieren, uns fiel eine Frau auf, die jedes Mal, als wir vorbeigingen, an dem Tisch stand. Wir waren vollkommen fasziniert davon, dass sie das so lange aushielt, vielmehr noch, sogar freiwillig tat. Ich wollte schon nach einer Minute in Nähe der Lautsprecher nur noch weg. Abends hatten wir Pech - das einzige Restaurant, das offen hatte, war zwischen zwei anderen Lokalen, die zwar kein Essen anboten, aber schöne, große, laute Lautsprecher vor dem Haus stehen hatten. Entsprechend aßen wir schweigend, aber alles andere als in Stille. Nachts bemerkte ich, dass ich zu lang im Bett gelegen hatte, mir tat im liegen die Schulter weh. So schlief ich nur von 11 bis 1. Den Rest der Nacht saß ich rum, es war relativ langweilig. Morgens hockte ich mich an den Strand, um den Sonnenaufgang zu Fotografieren. Dafür wartete ich relativ lange, nur, um schließlich herauszufinden, dass die Himmelsrichtung nicht passte. Yay. Dafür schaffte ich es gegen halb 7 endlich, einzuschlafen und ein bisschen Schlaf zu holen.

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