Nord West Argentinien


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South America » Argentina
April 14th 2006
Published: April 14th 2006
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Hallo ihr Lieben in der grossen weiten Welt,
nachdem wir von Mendoza in zwei Naechten nach Asuncion gefahren sind, dort Hochzeit gefeiert und Familie getroffen haben, sind wir zurueck nach Argentinien gefahren. Von Asuncion nach Resistencia und von dort nach Tucuman.
Mittlerweile sind wir nicht meht dort, aber wir sind immer noch im NOA (Argentiniens Nordwesten) und nach den Tagen mit schwuelheissem Wetter in Asuncion und Tucuman ist die trockene Gebirgsluft eine tolle Abwechslung.
Nachdem wir Tucuman verlassen haben, sind wir in das fast 2000 Meter hoch gelegene Tafi del Valle gefahren. Das Dorf liegt in einem Tal und ist nach den Tafis benannt die dort frueher gesiedelt haben. Von 400 - 900 haben sie auf Terrassen Landwirtschaft betrieben.
Die Fahrt nach Tafi hat uns einmal mehr gezeigt wie schnell sich bei zunehmender Hoehe die Vegetation veraendern kann. Nachdem wir die riesigen Zuckerrohrplantagen um Tucuman hinter uns gelassen hatten fuhren wir auf Serpentinen durch einen dichten Regenwald der ploetzlich von kargem Hochland abgeloest wurde. Vereinzelt tauchten auch schon die ersten Kandelaberkakteen (wir nennen sie einfach nur LABERkakteen ;-)...) auf. Auf den Feldern vor dem Ort wachsen Bohnen, Paprika und Tabak und im Ort selber ist man hervorragend auf die Touristen vorbereitet. Es gibt etliche Herbergen, alle verkaufen auch Artesania und die Meisten bieten Ausfluege in die Umgebung an.
Wir haben an keiner Tour teilgenommen, sondern sind zu dem Parque de los Menhires gewandert (12,5 Km). Dieser Park ist so etwas wie ein Tierpark, nur dass anstelle von Tieren Menhire ausgestellt werden. Das ist fuer Besucher sehr angenehm da man nicht die vereinzelten Steine suchen muss - aber dadurch dass es mittlerweile 129 Steine sind, geht viel von ihrer Wirkung verloren. Auch Forscher beklagen sich ueber diesen Park, da sie lieber die Menhire an Ort und (Fund)Stelle auf ihre Bedeutung untersucht haetten. Sie wissen noch nicht einmal welcher Kultur sie diese Steine zuordnen sollen!
Von dem Steinpark ging es dann zurueck ins Hostel. Eigentlich ein sehr schoenes Haus aber mit dem Nachteil, dass die Zimmer nicht beheizt werden konnten. Da die Naechte auf 2000 Meter sehr kalt werden, haben wir unsere Schlafsaecke ausgepackt und im Schlafsack unter der Bettdecke geschlafen.
Da die Tage aber immer sehr warm waren und wir viel Sonnenschein hatten, waren die Tage in Tafi dennoch sehr schoen.
Von Tafi sind wir dann nach Cafayate gefahren. Mit einem Rumpelbus der jedes Haus auf der Strecke einzeln angefahren hat, ueber einen 3040 Meter hohen Pass, vorbei an ganz vielen Kandelaberkakteen nach Cafayate. Durch die vielen Serpentinen und das staendige Anhalten haben wir fur die 127 km 4 Stunden und 15 Minuten gebraucht.
Cafayate ist ein nettes kleines Staedtchen in einem der Calchaquitaeler, das durch seine Weingueter bekannt geworden ist. So wie Mendoza ist auch dieser Ort von Weinebenen umgeben und in jedem Geschaeft kann man den lokalen Wein kaufen.
Da die Stadt sich viel von ihrer kolonialen Bausubstanz erhalten hat, sind viele Strassenzuege noch so wie sie vor vielen Jahren gebaut wurden. Wir haben auch in so einem Haus uebernachtet: einer alten Posada mit hohen Zimmern die sich um einen Innenhof gruppierten.
Von Cafayate sind wir dann auch zu den Ruinen von Quilmes gefahren. Bei den Ruinen von Quilmes handelt es sich um eine Befestigungsanlage in der sich die Quilmesindianer gegen die Inkas und spaeter gegen die Spanier verteidigt haben. Nach ueber hundert Jahren gelang es den Spaniern die Befestigung zu stuermen und die Indianer ins ueber 1000 km entfernte Buenos Aires zu deportieren (die Indianer mussten den ganzen Weg zu Fuss zuruecklegen).
Unsere Reise ging dann weiter nach Salta, dem kolonialen Zentrum im Norden Argentiniens. Dort sind wir noch immer, geniessen die Ruhe und werden von hier aus noch ein paar Ausfluege mit dem Mietwagen machen bevor wir dann in einer Woche in Richtung Bolivien aufbrechen.
Es gruessen Euch Alle ganz doll,

Raphael und Silke



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