Don't cry for us Argentina - Fahrt durch die Quebrada de Humahuaca


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October 25th 2010
Published: November 2nd 2010
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Wir haben nur drei Stunden geschlafen, da um 05:30 Uhr schon unser Bus vom Terminal abfährt. Bis zum Abend wollen wir an der Grenze zu Bolivien sein.

Auf dem Weg dorthin fahren wir durch die Quebrada de Humahuaca, einem Canyon in den Anden, dessen Gesteinsformationen im Sonnenlicht in den unterschiedlichsten Farben leuchten. Wir verlassen den Bus in Tilcara, einem alten Inkadorf, das archäologisch und touristisch sehr wertvoll sein soll. Ausserdem befindet sich dort auf einer Anhöhung ein Monument zu Ehren der Entdecker des Dorfes. Von dort oben hat man einen fantastischen 360 Grad Panoramablick auf den Canyon.

Danach fahren wir weiter bis zum Ort Humahuaca, wo wir ebenfalls nochmal die herrliche Aussicht geniessen. Wir befinden uns bereits auf 2.500 m Seehöhe. Doch landschaftlich merkt man noch gar nichts von dieser Höhe, alles ist sehr flach, nur in der Ferne kann man die Umrisse einiger Berge sehen. Das ist eben die Hochebene des Altiplano. Am frühen Abend kommen wir in La Quiaca an. Dort müssen wir den Bus verlassen und zu Fuss über die Grenze nach Bolivien gehen.

Don't cry for us Argentina - Wir überqueren die Brücke über den Grenzfluss Villazón und verlassen argentinischen Boden. Doch schon beim boliviansichen Grenzposten werden wir aufgehalten und nochmal zurückgeschickt. Wir haben noch keinen Ausreisestempel von Argentinien. Irgendwie sind wir unbemerkt über die argentinische Grenze gekommen. Generell ist die Grenze nicht unbedingt streng bewacht. Auch der Zoll ist etwas eigenwillig. Alles, was man selber aus eigener Kraft tragen kann, ist zollfrei. Darum überqueren die meisten Leute die Grenze auch zu Fuss, Autos oder LKWs sieht man wenige.

Nun sind wir endlich in Bolivien, sofort gehen wir zum Busterminal, um Tickets für die Fahrt nach La Paz zu kaufen. Der (anscheinend) letzte Bus geht um 18:00, unsere Uhr zeigt 19:00 an, verdammt. Doch halt, mit Überschreiten der Grenze haben wir auch eine Zeitzone überschritten und wir müssen die Uhr eine Stunde zurückstellen. Also geht sich der Bus doch noch aus. Leider haben wir aber noch keine Bolivianos, Kreditkarten bzw. Euro werden nicht angenommen. Also noch schnell Geldwechseln. Das der Kurs dabei eher schlecht für uns ist, spielt keine Rolle, für Verhandlungen haben wir jetzt keine Zeit. Beim Einsteigen in den Bus werden uns nochmals 2 Pesos (da wir noch keine bolivianischen Münzen haben) abgeknüpft, wofür wissen wir nicht. Doch wir sind im Bus und es kann endlich weitergehen nach La Paz.

Doch da müssen wir erstmal feststellen, das es einen riesen Unterschied zwischen den argentinischen und bolivianischen Bussen gibt. Hinsichtlich Komfort sollte man in Bolivien, absolut keine Ansprüche stellen. Dieses Wort ist im bolivianischen Sprachgebrauch nicht vorgesehen. Die Sitze sind eng, alt, verdreckt und es richt nicht unbedingt angenehm. Der Bus ist voll mit Einheimischen, wir sind die beiden einzigen Ausländer. Wir fragen uns, welche Busse wohl die anderen Backpacker und Touristen nehmen. Auch die Fahrt ist nichts für zarte Gemüter. Immer wieder verlassen wir die asphaltierte Strasse und müssen aufgrund von Bauarbeiten auf extrem holprigen Schotter-, Sand-, und Staubstrassen ausweichen. Aber auch die Asphaltstrasse ist alles andere als angenehm und von Schlaglöchern übersäht. Unsere Knochen werden hart rangenommen. An Schlafen ist daher überhaupt nicht zu denken.

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