Paihia, Cape Reinga, 90 Mile Beach...


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September 26th 2015
Published: September 26th 2015
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Hallo ihr Lieben,

die letzten Tage oder besser gesagt Wochen vergingen wie im Flug. In Paihia haben wir uns für 2 Wochen einen Platz zum Wwoofen gesucht. Für 2 Stunden Arbeit am Tag konnten wir kostenlos im wunderschönen Hostel ,,Bay Adventurer" wohnen. Wir haben uns ziemlich schnell in Paihia und unser Hostel verliebt. Wir haben während der zwei Wochen super viele neue und vor allem nette Leute kennengelernt mit denen wir viel unternommen haben und sehr viel Spaß hatten. Mit Tabea und Eileen ( eigentlich auch Tabea ) haben wir sowohl zusammen gearbeitet, als auch ein Zimmer geteilt. Wir wurden schnell unzertrennlich und haben jeden Tag etwas zusammen unternommen. Außerdem haben wir noch 3 Amerikanische Jungs kennengelernt mit denen wir uns sehr gut verstanden haben. Wir haben eine Menge neue Kartenspiele gelernt und teilweise wirklich 5 Stunden lang nur im Hostel gesessen und Gin gespielt. Donnerstags sind wir alle zusammen ins ,,ThirtyThirty" gegangen und haben ReiRei und T zugehört, die dort wirklich fantastische Livemusik gemacht haben. Da in Paihia alles bequem zu Fuß zu erreichen war, sind wir auch des öfteren Pool spielen gegangen. Es war teilweise wirklich schon so schön sommerlich und warm, dass Anni und ich bereits einmal im Pazifik schwimmen waren. Man, das war vielleicht kalt!
Durch die wirklich tollen Leute und die super Atmosphäre haben wir uns in Paihia super wohl und heimisch gefühlt und so waren wir schließlich richtig traurig als unsere Reise weiterging.
An einem Freitagmorgen haben Anni und ich dann also unsere Sachen in unseren ,,Walker" geladen, haben uns von allen (beinahe Tränenreich) verabschiedet und sind dann aufgebrochen. Cape Reinga war unser nächstes Ziel. Auf dem Weg dorthin haben wir allerdings noch in KeriKeri halt gemacht um uns die wunderschönen Rainbowfalls dort anzusehen. Der Stop hatte sich wirklich gelohnt, die Wasserfälle waren nämlich wirklich beeindruckend.
Nach 5 sehr anstrengenden Stunden Autofahrt haben wir es schließlich zu unserem Campingplatz geschafft. Dieser lag in einem Tal direkt am Strand und obwohl kein fließendes Wasser vorhanden war, waren wir doch froh diesen ausgewählt zu haben. Die Aussicht und das Feeling waren einfach magisch. Ziemlich erschöpft haben wir uns dann noch ein zauberhaftes Mal, bestehend aus Instantnudeln, gemacht und haben uns anschließend mit einem wohlverdienten Bier an den Strand gesetzt und den Sonnenuntergang genossen. Ziemlich schnell danach haben wir uns in unser Auto verkrochen und waren bereit zu schlafen. Wir hatten uns schon sehr an den Luxus eines eigenen Bettes gewöhnt und auch die ganzen Mücken in unserem Auto machten die Nacht nicht wirklich erträglicher. Am nächsten Morgen hatte ich ganze 36 Mückenstiche, Anni dafür nicht einen.

Da wir wie schon gesagt nichtmal fließendes Wasser hatten sind wir morgens recht schnell aufgebrochen um uns Cape Reinga anzusehen. Nach einer kurzen Autofahrt befanden wir uns dann endlich am östlichsten Punkt der ganzen Welt. Ein gepflasterter Weg führte vom Parkplatz durch einige Berge zu einer Plattform auf der ein wunderschöner, weißer Leuchtturm stand. Von hier aus war man umgeben von Wasser und die Aussicht war einfach unbeschreiblich. Dieser Ort wirkte wirklich heilig. Anni und ich saßen für eine ziemlich lange Zeit einfach nur schweigend auf einem Hügel und beobachteten das scheinbar endlose Meer und die brechenden Wellen um die Klippen. Cape Reinga hat uns wirklich tief beeindruckt und wir sind froh diesen langen Weg auf uns genommen zu haben.



Gegen Mittag haben wir uns dann auf den Weg zum 90 Mile Beach gemacht. Wir folgten schließlich einem Schild mit der Aufschrift ,,90 Miles of Paradise ->" und wurden wirklich nicht enttäuscht. Der Strand ist unglaublich riesig und erscheint endlos. Es ist hier Tradition mit dem Auto am Strand endlang zu fahren. Trotz der vielen Warnschilder auf denen steckengebliebene Autos zu sehen waren, wollten wir uns diesen Spaß natürlich auch nicht nehmen lassen. Man kann sich nicht vorstellen wir viel Spaß es macht mit einem Auto am Strand endlang zu fahren. Es war kaum eine Menschenseele zu sehen, was das Freiheitsgefühl wirklich noch verstärkte.

Da wir von der Fahrerei der letzen Tage ziemlich ausgelaugt waren, suchten wir uns schnell einen Campingplatz. Nach kurzer Zeit folgten wir einem Schild mit der Aufschrift ,,Freedom Camping", was sich als sehr verwüsteter Garten einer neuseeländischen Familie entpuppte. Eine Frau und 2 Kinder empfingen uns. Für 10$ pro Nase konnten wir auf deren Grundstück campen und auch das Badezimmer benutzen. Ein paar merkwürdige Schilder, auf denen man darauf hingewiesen wurde, dass man erschossen wird sollte man das Grundstück unbefugt betreten, verunsicherten uns ein bisschen aber wir entschieden uns trotzdem dafür zu bleiben. Das zählte wohl zu einer der merkwürdigeren Erfahrungen die wir bisher gemacht hatten.

Auch am nächsten Morgen sind wir wieder sehr zeitig aufgebrochen. Diesmal lag wieder eine längere Autofahrt (4 Stunden) vor uns. Wir wollten weiter Richtung Süden fahren. Unser eigentliches Ziel war die Coromandel Peninsula, wir entschieden uns aber dafür einen weiteren Stop in Whangarei zu machen um uns ein wenig auszuruhen und auch mal wieder etwas vernünftiges zu essen. Wir fanden schließlich ein wirklich niedliches Hostel in einem sehr alten und wirklich schlecht isolierten Herrenhaus. Wir genossen eine heiße Dusche, fließendes Wasser und die Gesellschaft anderer Menschen und waren vorallem wirklich dankbar wieder in einem richtigen Bett zu schlafen. Unsere Matratze im Auto taugt nämlich wirklich nicht viel. Wir haben noch Kontakte zu einem Kiwi, einem anderen deutschen Backpacker und einem Schweden geknüpft und mit ihnen bis spät in die Nacht ( okay, es war 12 Uhr) Poker gespielt.

In der kurzen Zeit in der wir jetzt hier in Neuseeland sind haben wir wirklich schon eine Menge erlebt und wir freuen uns auf alles was noch kommen mag.

Viele liebe Grüße,
Anni und Hanni

xx

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