Down Under, die Erste


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September 12th 2012
Published: September 12th 2012
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Australien, Perth 20.12.2012 bis 01.01.2013



1. Kapitel, Weihnachtszeit



Schnurgerade, breit und rechtwinklig angeordnete, teilweise sogar zweispurige Straßen, leer wie an einem Sonntag Morgen. Dazwischen einstöckige Eigenheime im Bungalowstil. Eine Einfahrt, ein kurz gemähter Vorgarten, hier und da Beete und Rosenbüsche die versuchen das einheitlichen Bild mit Farbklecksen auf zu muntern. Mitten in einem Wohngebiet voller 1000qm Grundstücke, ebenfalls breiten Bürgersteigen und alle paar hundert Meter eine außerordentlich gepflegte Parkanlage mit Bäumen und Wiesen und Sitzgelegenheiten, herrscht eine Ruhe die jeder Bergwiese Konkurrenz macht. Es ist warm, aber nicht heiß. Eine angenehm trockene Wärme, immer wieder durch einen leichten Windhauch unterbrochen und keine einzige Wolke am Himmel. Unschlüssig, unwirklich und unruhig, ungefähr so sitzen wir auf dem Parkplatz vor dem kleinen Supermarkt der sich ebenfalls rechtwinklig an der zweispurigen Straße im Herzen von Eden Hill angesiedelt hat, geöffnet sieben Tage die Woche, und freuen uns über das erste, richtige Salami und Käse Sandwich seit über vier Monaten. Neben dem Supermarkt gibt es noch einen Zeitungsladen, zwei Frisöre mit vergitterten Schaufenstern, einen Getränkeladen für Alkoholisches, ein so genanter Bottleshop, ein Take Away Imbiss und der obligatorische Pub, ebenfalls leer. Aber es ist Dienstag, Nachmittag, und wir müssen die Zeit tot schlagen. Unser Couch Surf Kontakt Jeff, der uns die nächste Zeit bei sich wohnen lässt, ist noch bei der Arbeit. Also warten wir und beobachten alte Menschen an Gehhilfen und Rollatoren und in kleinen, elektrischen Fahrzeugen. Alle grüßen freundlich. Ich helfe einer alten Frau die versucht eine noch ältere Frau heil in ihr Fahrzeug zu bekommen. Es geht hier noch geordnet zu, man hilft sich, ist freundlich zueinander, der frisch geputzte Wagen, in der frisch gemähten Auffahrt, in der endlosen Reihenhaussiedlung, in einer der riesigen Vorstädte, der Westküstenmetropole Perth, der isoliertesten Großstadt der Welt



Es sind noch vier Tage bis Weihnachten und das Thermometer steht täglich bei 35° in der Mittagszeit, Tendenz steigend. Aber wir sind Hitze mittlerweile gewöhnt und im Gegensatz zum tropischen, feuchten Klima Südostasiens, ist es in diesem Teil Australiens eher trocken und Nachts wird es angenehm Kühl. Das perfekte Sommerwetter, jeden Tag.

Unser Gastwirt Jeff ist ein großer, schlanker Junge, mit einem angenehmen Sarkasmus. Er lebt allein in einem typischen Vorstadthaus und stellt regelmäßig sein freies Schlafzimmer für arme Backpacker zur Verfügung. So auch für uns. Seit einem halben Jahr etwa, halte ich schon regelmäßig Kontakt mit ihm und so kennt er uns und wir ihn mittlerweile recht gut. Da wir für die Unterkunft nichts bezahlen, kochen wir jeden Abend für drei und essen gemeinsam auf der Terrasse. Und weil das Alles noch nicht reicht, werden wir auch noch von seiner Familie eingeladen am Heiligen Abend mit ihnen zu Abend zu essen.

Doch bevor es soweit ist, gehen Jeff und ich am 24., Vormittags, in die nahegelegene, riesige Shopping Mall. Und wenn es auch sein mag, das am anderen Ende der Welt die Uhren etwas anders ticken und die Jahreszeiten spiegelverkehrt sind, es Richtung Süden immer kälter und gen Norden immer wärmer wird und es drinnen kälter als draußen ist, am Heiligen Abend bricht auch hier das ganz normale Weihnachtschaos los.

Wären da nicht die vielen Menschen in FlipFlops und kurzen Hosen oder sommerlichen Kleidern, ich könnte denken ich wäre im roten Turm in Chemnitz, zusammen mit meinem Vater, wie jeden 24. Dezember um die gleiche Zeit, um die Energie und allgemeine Hektik dieses besinnlichen Tages in uns auf zu saugen. Wehmut kommt auf. Was soll ich davon halten? Wir haben uns bereits im Vorfeld versucht damit ab zu finden, seelisch zumindest, das dieses Weihnachten einfach komplett anders werden wird. Doch jetzt wo es plötzlich soweit ist, ist es doch schwerer als gedacht.

Auf einmal vermisst man die kleinen Dinge. Die Kerzen, die Lichter in den Fenstern, die vielen Nussknacker und Räuchermänchen, die Pyramiden die ständig stehen bleiben, die Kälte, schneeverhangene Bäume, die Gerüche, ja sogar das winterliche Verkehrschaos und die übertrieben weichgespülten Fernsehsendungen um diese Zeit des Jahres, nicht zu vergessen die Weihnachtsmärkte und der Kater nach dem Glühweingelage. Aber am meisten, und das wird uns plötzlich mit der vollen Ernsthaftigkeit bewusst, vermissen wir unsere Lieben. Unsere Familien. Unsere Freunde.

Am Heiligen Abend sitzen wir dann, schon leicht beschwipst vom Bier am Nachmittag, am Tisch von von Jeffs Eltern, die sich ehrliche Mühe gegeben haben uns und ihrem Sohn und der Mutter von Jeffs Vater ein perfektes Dinner zu bereiten. Zu unserer freudigen Überraschung ist die alte Dame gebürtige Deutsche. Sie erzählt uns von ihrer Kindheit in Ostpreußen, die Vertreibung nach dem Krieg und ihrem Neustart in Australien. Zu dem zweisprachigen Geschichtskurs werden drei Gänge serviert. Meeresfrüchte als Vorspeise und Putenbrustscheiben mit in Honig angebratenen Möhren, normalen Kartoffeln und Süßkartoffeln als Beilage. Die Krönung ist allerdings der typisch englische Nachtisch. Selbstgemachter, warmer Plumpudding mit einer kräftigen Cognac- Buttercreme on top. Nach dem Essen kommt die Bescherung welche, so gar nicht typisch Englisch, bei Jeffs Familie am Abend des 24. erfolgt. Auch für uns steht jeweils ein kleines Geschenk unter dem bunt geschmückten plastik- Weihnachtsbaum, dem man die Jahre schon deutlich ansehen kann und der in dem geräumigen Wohnzimmer der einzige Versuch einer weihnachtlichen Dekoration bleibt. Wir wissen überhaupt nicht, wie wir uns für soviel Gastfreundschaft bedanken sollen. Einmal mehr. Das Abenteuer Australien beginnt für uns zaghaft, freundlich, fast herzlich. Wird es so bleiben? Kann es das überhaupt?



Der erste Weihnachtsfeiertag, oder Boxing Day, der Tag an dem eigentlich die Geschenke am frühen Morgen verteilt werden, wird bei den meisten Australiern fast komplett auf der Couch verbracht. Nur zum obligatorischen BBQ, oder um sich ein neues Bier zu holen, verlässt der gemeine Aussi seinen angestammten Ruheplatz. Im Fernsehen läuft die wohl langweiligste Sportveranstaltung seit der Erfindung des runden Leders. „Cricket“ wird für alle „nicht englisch- erzogenen Menschen“ wohl für immer ein Rätsel bleiben. Vor allem die Tatsache, was an diesem Sport denn nun so spannend sein soll. Doch Fakt ist, ein Spiel dauert bis zu fünf(!) Tage und füllt an diesen fünf(!) Tagen, für jeweils mehrere Stunden komplette Stadien. Selbst unser einheimischer Gastwirt ist sich nicht ganz sicher über das Warum und Weshalb, aber es ist eben schon so etwas wie eine Tradition.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag kommt leben in das kleine Haus in der First Avenue. Jeff hat seine Kumpels zum BBQ eingeladen um mit einem ganzen Kühlschrank voller Bier, Unmengen von Hackfleisch und Würstchen und dem Flatscreen auf der Terrasse einen weiteren Tag mit Cricket gucken zu verbringen. Das der Australier ein Bierliebhaber ist, ist wohl kein Geheimnis. Abstrakt wird es nur wenn man sich vor Augen hält, das die australische Regierung versucht ihre Bevölkerung zur Gesundheit zu erziehen und das mit enormen Steuern auf vor allem Bier und Tabak. Eine kleine Flasche Bier kostet im Durchschnitt 3.50$, ein Päckchen Zigaretten gleich mal 20$. Das erklärt wohl warum sich gerade die Australier auf deutschen Volksfesten in Grund und Boden trinken. So langsam bekommen wir ein Bild von diesem Land, obwohl wir es noch nicht recht begreifen können.

Die Stimmung unter den „Freunden“ gleicht einer eher gezwungenen, fast schon gestellten Situation. Wie als wenn es einzig der gute Ton wäre, welcher von einem verlangt das man dem entfernten Bekannten die Hand schüttelt wenn dieser mal wieder den soundso vielen Geburtstag hat. Das einzig wirklich witzige an diesem Nachmittag bleibt dann doch der fette Koch der sich ein Weißbrotbrötchen gestopft mit Salz und Essiggeschmack- Kartoffelchips, nach dem Anderen rein zieht und darauf hin ein wahres Konzert mit seinen diversen Körpergeräuschen erzeugt. So richtig wissen wir nicht wie wir die Situation einschätzen können und sollen, doch ein kurzer Anruf bringt ein abruptes Ende in das Gelage. Jeff bekommt die Nachricht das sein bester Freund vor ein paar Tagen im Krankenhaus gestorben ist. Ganz plötzlich ist es, als ob jemand die Sonne ausgeschaltet und den blauen Himmel mit einem dunklen Vorhang verhangen hat. Die ohnehin schon seltsame Stimmung unter den jungen Männern verschwimmt zu einem dramatischem Akt. Auf einmal erkennen wir, wie tief wir doch in das Leben einer völlig fremden Person eingedrungen sind. Wie viel Mitgefühl kann man aufbringen wenn einem ein 30ig jähriger, 1,95m großer Mann den man seit einer Woche kennt, weinend in den Armen liegt und wohl gerade den schlimmsten Moment seines bisherigen Lebens durch zu stehen hat?

Als wir an diesem Abend in unser zu kleines Bett gehen, in dem kleinen Zimmer am Ende des Flures, welches wir im Moment unser zu Hause nennen, und versuchen die Situation zu verstehen und zu verarbeiten und unsere eigenen Gedanken nicht zu komplex werden zu lassen, verstehen wir, das wir an diesem Punkt unserer Reise nicht mehr länger nur die Zuschauer sind, sondern die Akteure.

Es ist Zeit zu Handeln.



2. Kapitel, Handeln



Irgendwo zwischen Stapeln von Kriminalromanen und zerlesenen Autobiografien von sich in den Mittelpunkt masturbierenden Prominenten findet sich, in dem viel zu stickigen Bücherverschlag in den engen Gassen Kutas auf Bali, doch ein Buch was uns eventuell von Nutzen sein könnte. „Jobhopping Down Under“ ist schon etwas in die Jahre gekommen, dennoch gibt es einen realistischen Eindruck wieder, was uns in Australien bevor steht. Mit diesem Buch im Gepäck, vielen guten Empfehlungen von dutzenden Reisenden die wir auf dem Weg bis hier getroffen haben und vor Allem einem unerschütterlichen Selbstvertrauen sind wir in diesem Land angekommen. Nun liegt eine Liste von Dingen die zu erledigen sind vor uns.

Lass es uns anpacken!

Nur eine Sache trübt unseren Enthusiasmus.

Es ist die Zeit. Wie ironisch das auch sein mag. Denn bisher war das Thema Zeit zwischen dem Morgengrauen und der Nacht eher irrelevant. Doch es ist Kurz nach Weihnachten und nicht mehr so lang hin bis Silvester und dazu sind noch Sommerferien, da wir uns auf der südlichen Erdhälfte ja mitten im Hochsommer befinden, was das Konkret für uns bedeutet erkennen wir sofort, als wir das erste Mal durch die gespenstisch leeren Straßen im Businessviertel der 1,5 Millionen Metropole Perth ziehen.

Eine Stadt wie aus dem Ei gepellt. Moderne imposante Bürohochhäuser und Appartementanlagen am Flussufer, gespickt mit historischen Gebäuden der Gründungszeit, ein paar alten Kirchen, glatt poliert, wie frisch gebohnert die Straßen und Bürgersteige, Parkanlagen, riesige Parkanlagen, gepflegte Grünflächen die jedem Golfplatz Konkurrenz machen würden. Fast meint man die Schuhe ausziehen zu müssen um nicht unnötig Dreck in der Stadt zu verteilen. Wo sind die Ecken und kannten die das Gesicht, ja den Charakter europäischer Großstädte ausmachen? Wo sind die „Problemviertel“ in denen kein Geschäft in der Landessprache deklariert ist? Wo ist das Künstlerviertel mit seinen Graffiti´s, Bar´s und öffentlichen Kräutergärten wo es regelmäßig zu überwiegend friedlich verlaufenden Ausschreitungen kommt? In Perth jedenfalls steht bereits an einem normalen Wochentag mehr Polizei und Security am Bahnhof als bei jedem ostdeutschen Fußballderbie.

Man muss schon etwas Geduld aufbringen, dann ist es durchaus möglich kleinere „Schandflecken“ in dieser Stadt zu entdecken die mehr Millionäre ihr zu Hause nennen als irgendwo sonst auf der Welt. Ab und zu taucht dann ein verwahrloster und völlig betrunkenen Ureinwohner, meist in den Award- Winning- Parkanlagen auf. Die Polizei versucht dann möglichst ohne großes Aufsehen diese unangenehme Situation schnellstmöglich zu klären.



Die Aborigines- Frage:

Es gibt nicht viel was einen Australier so schnell in Rage versetzt, zu Mindest wenn er nüchtern ist. Doch die Frage nach dem Umgang mit Ureinwohnern kann aus einem freundlichen Gespräch über die Naturwunder dieses Kontinents ein offenes, oft einseitiges Streitgespräch werden lassen. Es ist nicht leicht für einen multikulturell geprägten Europäer zu verstehen das ein Land, ja ein ganzer Kontinent, geformt von Immigranten aus aller Welt, sich derart Rassistisch gegenüber den „Anderen“ verhalten kann. Offen gesagt macht es mir Angst, zu sehen das die Mischung aus zivilisierten, westlich orientierten Menschen, die Grenzen und Eigenarten der unterschiedlichen europäischen Völker hinter sich gelassen haben um dann, vereint, noch größere Mauern in ihren Köpfen zu errichten und aus zu bauen. Es sind vor allem die Aborigines in den Städten, welche den sozialen Bodensatz der Bevölkerung bilden und verwildert, betrunken, Klebstoff und Benzin schnüffelnd auf den zentralen Plätzen herumlungern. Verantwortlich gemacht für die meisten Diebstähle, Überfälle, Unruhen, für das trockene Klima im Land und das Ozonloch, wird diese Volksgruppe, unterstützt durch monatliche „Entschädigungszahlungen“ der australischen Regierung, über kurz oder lang den Weg eines Irdischen gehen und gemeinsam mit den Inkas und den Indianern in die ewigen Jagdgründe eingehen.



Unsere Liste ist lang und das Geld rinnt mit jedem Tag ohne Arbeit schneller durch die Hände. Doch wir haben unser für Asien geplantes Budget nicht überschritten und im Moment ist die Unterkunft frei. Alles in Ordnung soweit. Als erstes beantragen wir uns je eine Steuernummer online. Das wäre in 10 Minuten erledigt. Dauert aber etwa zwei Wochen bis wir den Brief mit der Nummer erhalten. Nächstes Ziel, Bank. Wir brauchen ein Konto. Auch das lässt sich in den Zwischentagen erledigen. Dauert aber etwa zwei Wochen bis wir die Geldkarte erhalten. Wir besorgen uns ein pre-paid Handy um auch telefonisch erreichbar zu sein und schreiben uns bei allen Backpacker- Jobagenturen ein die wir in der Stadt finden können.

Jeden Tag stehen wir früh auf, durchforsten das Internet und die Lokalen Zeitungen nach Stellenangeboten. Vergleichen Angebote von Campervans, wir brauchen schließlich ein Auto über kurz oder lang, und feilen mit freundlicher Unterstützung von Jeff, der Urlaub hat und nun den ganzen Tag Fern schaut oder am PC sitzt, an unseren Lebensläufen. Bewaffnet mit den Bewerbungen, einigermaßen ordentlicher Kleidung und dem Lächeln von jungen, dynamischen und erfolgreichen Weltreisenden führt unser fast täglicher Weg mit der Bahn in die Innenstadt, wo wir absolut keine Ahnung haben was das eigentlich alles soll und wo wir letzten Endes hin wollen. Die schwarzen Bretter in den Hostels, an denen manchmal Stellen ausgeschrieben werden, die Jobagenturen, die Zeitungsinserate, der mitleiderregende Gang in Cafe´s und Restaurants wo unsere „CV´s“ prompt vom Dankeschön über, in den Mülleimer unterm Tresen verschwinden. So langsam verfliegt die gute Laune und die Ideen werden immer schlechter und als ob wir in einer abstrusen Sitcom gefangen wären, steht auch noch Silvester vor der Tür.

So unpassend wie eine Darminfektion drängt sich dieser Abend fast unverschämt in den Mittelpunkt. Wir versuchen zu entspannen. Die Dinge setzen zu lassen. Es nützt ja doch nichts, denken wir uns und beschließen den Abend mit dem verständlicherweise immer noch angeschlagenen Jeff zu verbringen.

Es zieht uns nach Fremantle.

Etwas südlich von Perth gelegen ist die Stadt so etwas wie der alternative Gegenpol. Eine Straße voller Bar´s und Cafés die passenderweise auch noch „Cappuccino- Strip“ heißt, dazu die passenden Leute, ein Riesenrad am Hafen und jede Menge kleiner Boutiquen die Selbstgemachtes verkaufen. Unsere Stimmung steigt mit jedem Schluck aus der Plastikflasche voll mit Vodka- Orange- Eigenmischung. Fast wie zu Hause, wie in den vergangenen Jahren, mit den Freunden am Elbufer, bei klirrender Kälte und atemberaubendem Feuerwerk. Nur das die Freunde weit weg sind und das Elbufer vom Strand des Indischen Ozeans ersetzt wird und das Thermometer steht bei angenehmen 20° und Feuerwerk ist viel zu gefährlich, also verboten. Verboten ist für uns auch der Club in den wir gern wollen, da wir leider unsere Reisepässe nicht dabei haben und man uns anhand unserer Führerscheine wohl nicht identifizieren kann. Was für ein kleinkariertes Land dieses Australien. Nur gut das die Hintertür unbewacht ist und wir zumindest um 12 Uhr gemeinsam mit vielen anderen anstoßen können, bevor uns die Security den Weg nach draußen Zeigt. Zum Glück gibt es auch noch vernünftige Menschen und so verbringen wir den Rest des verkorksten Abends in einem Irish Pub, wo man auch ohne ID Prüfung feiern kann. Um 2 Uhr Morgens ist dann aber Schluss. Immerhin eine Stunde länger als an normalen Wochenenden. Als wir auf dem Rückweg am Hauptbahnhof in Perth eine Stunde auf den Anschluss Zug warten müssen, genieße ich das übliche Schauspiel von betrunkenen Halbstarken und taumelnden Frauen, streitenden Typen, verzweifelten Versuchen die Liebe des Lebens wieder zu bekommen nach dem SIE sich aus dem Staub gemacht hat weil ER seine Zunge in den Mund des Aufrisses-des-Abends gesteckt hat, da hilft es manchmal nur das Smartphone auf dem Boden zu zerschmettern. Eine filmreife Vorstellung umringt von einer ganzen Hundertschaft von Polizeibeamten findet ihr dramatisches Ende. Das Publikum liebt ein Happy End, aber die besten Filme sind die, die keines Haben. Ich schließe meine Augen. Die Bahn setzt sich in Bewegung. Ein neuer Tag beginnt, ein neuer Monat, ein neues Jahr egal ob Popcorn- Kino oder genialer Kultfilm.



by Patrick Bauer



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