Von Honduras nach Nicaragua : 2 Tage in León


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Published: April 21st 2018
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Dienstag, den 12. April, sind Rebecka und ich früh aufgestanden, um das erste Boot um 7h zurück zum Festland, nach La Ceiba, zu nehmen. Wir waren etwas traurig, Utila zu verlassen, denn wir hatten eine tolle Zeit dort, aber nun ja, es war Zeit weiterzuziehen.

In La Ceiba wartete ein Agent von unserem Bus Unternehmen auf uns und hat uns und 3 andere Leute in Taxis gesteckt die uns zu einem Einkaufszentrum brachten. Dort sollten wir bis 9h45 auf ein Boot aus Ruotán warten sollten. Wir fragten in der Zeit den Busfahrer ob es eine Ausreisegebühr für Honduras gibt und er meinte, die gäbe es nicht, allerdings gäbe es für Nicaragua eine Einreisegebühr von 14$US die man nur in US Dollar zahlen kann! °_° Daher haben Rebecka und ich die Wartezeit genutzt um zu einer Bank gegenüber zu gehen um unser Geld in Dollar zu tauschen. Leider muss man dort ein Konto besitzen um Geld tauschen zu können, aber ein sehr netter Mann hat unser Gespräch mit dem Bankangestellten mitbekommen und hat das Geld für uns getauscht. So nett! ‹3

Als wir die Bank verließen war es bereits 9h40, also noch früh genug für unseren Bus, aber der Busfahrer kam uns bereits entgegen, wir sollen uns doch beeilen, sie hätten schon seit 30 Minuten fahren wollen, denn das Boot aus Ruotán sei früher gekommen oder so !!!!! Naja, nicht unsere Schuld! Außerdem war niemand im Bus böse auf uns, also alles gut. :-)



Die Busfahrt war schrecklich lang und das erste Shuttle das wir nahmen war total voll und zu klein. Glücklicherweise haben wir in San Pedro Sula das Shuttle gewechselt und bekamen ein besseres. Während der 15-stündigen Fahrt haben wir mehrere Filme gesehen und, Gott sei Dank!, gab es im Bus eine Klimaanlage. Wir hatten mehrere Pausen von denen wir bei einer gratis frisches Obst und Kokuswasser bekamen und wir bei einer lange genug Zeit hatten etwas zu Mittag zu essen. Wir kamen schlussendlich erst um 23h an der Grenze zu Nicaragua an und es war total komisch, sie ließen keine Ausländer mehr ins Büro rein. Wir mussten unserem Busfahrer unsere Pässe und das Geld geben und er gab es dann den Beamten. Wir mussten rund 30 Minuten warten um 7 Pässe gestempelt zu bekommen ! Komischerweise bekamen wir keinen Stempel, dass wir ins Land reingekommen sind, denn wenn man in Guatemala und in Honduras war brauch man den anscheinend nicht... Komisch, aber gut, mehr Platz in meinem Pass. ^_^



Um 1h morgens sind wir dann endlich in León in Nicaragua angekommen und, schrecklich müde wie wir waren, sind wir nach dem Check in sofort ins Bett gefallen.



An nächsten Morgen haben Rebecka und ich gemütlich gefrühstückt und sind dann losgezogen, León entdecken. Es ist wirklich eine sehr schöne Kolonialstadt mit vielen wunderschönen Gebäuden und einer tollen Atmosphäre. Wir haben den Tag genossen, sind gemütlich durch die Straßen gewandert, haben ein bisschen eingekauft und gut gegessen.

Nachmittags sind wir zum Museum der Traditionen und Mythen gegangen, aber dieses Museum war seinen Besuch echt nicht wert. Es könnte echt cool sein, aber es gab absolut nicht genügend Erklärungen und unser Guide war ein bisschen zu freundlich zu 2 alleine reisend Frauen... Außerdem sprach er nicht gut Englisch und man verstand ihn kaum...



Die einzig schlechte Erfahrung, die ich in León hatte, war in einem Elektroladen. In Utila wollte mein iPad auf einmal nicht mehr laden und ich hatte Angst, mein iPad hätte ein Problem, hoffte aber, es wäre nur ein Problem mit dem Ladegerät. Also bin ich zu einem Elektroladen gegangen um ein neues Ladegerät zu kaufen. Sie sagten mir, es wäre ein original Apple-Ladegerät und falls es nicht funktionniere, könne ich es wieder zurückbringen. Und natürlich ging es nicht! Also bin zurückgegangen um meine 15$US zurückzubekommen, aber selbstverständlich bekam ich sie nicht zurück ! Sie meinten, sie würden es mir höchstens gegen ein neues austauschen... Also habe ich ein neues bekommen, aber das funktionnierte auch nicht, also habe ich 15$US für nichts ausgegeben... Aber naja, man gibt soviel Geld für Blödsinn aus, was solls...

Ich hatte nur Angst, mein iPad hätte ein Problem. Deshalb haben wir dann beschlossen, am nächsten Tag erst nach Manágua zu fahren, bevor wir weiter nach Granada fuhren, denn nur in Manágua gab es einen Apple Store.



Auf unserem Weg zurück zum Hostel haben wir bei einer Tour Agentur angehalten, wo wir ein paar Franzosen trafen, die uns sagten, sie hätten dort ein richtig gutes Geschäft gemacht und die Volcano boarding Tour für nur 25$US anstatt für 30$US bekommen. Wir waren vorher nicht sicher, ob wir die Tour machen möchten, aber der Preis war echt gut und es gab ein gratis TShirt und ein gratis Bier dazu. Also haben wir beschlossen, die Tour für den nächsten Morgen zu buchen. Zu erst wollten sie und 30$US zahlen lassen, aber als wir ihnen von dem Preis erzählten, den sie den Franzosen gemacht hatten, haben sie uns die Tour auch an 25$US gelassen. :-)

Wir haben den Abend dann gemütlich im Hostel verbracht, gekocht und gechillt.



Am nächsten Morgen haben wir gefrühstückt und um 8h45 wurden wir dann für unsere Volcano boarding Tour abgeholt. Wir waren mehr oder weniger 20 Leute, viele davon Franzosen, und alle waren total nett. Die Tour bestand darin, den Cerro Negro Vulkan hochzuklettern, was ungefähr 40 Minuten dauerte. Es war ein ganz netter Hike, an sich nicht schwierig, aber die Bretter waren relativ schwer im Wind auf dem Vulkan. Es war allerdings nichts verglichen mit unserem Hike zum Acatenango Vulkan. :-)

Der Aufstieg war richtig schön, denn die Landschaft rund herum war wunderschön. Der schwarze Sand des Vulkans, gemischt mit dem Weiß des Magnesiums, rot eines anderen Minerals und Gelb des Schwefels. Es gab noch ein paar andere Vulkane in der Nähe und die Landschaft war wirklich unglaublich. Wenn man ungefähr 1cm Sand wegschob, konnte man spüren wie heiß der Vulkan ist, denn der Vulkan ist immer noch aktiv. Er ist das letzte Mal vor 20 Jahren ausgebrochen und diese Vulkanart soll eigentlich alle 6 bis 7 Jahre ausbrechen, was bedeutet, dass ein Ausbruch schon lange überfällig ist. Anscheinend kann der Vulkan egal wann ausbrechen, ist schwer vorherzusagen, und wenn man Pech hat, ist man gerade dort zum Volcano boarding wenn er ausbricht und man überlebt es halt nicht. Aber naja, wir hatten Glück, er blieb ruhig. ^_^

Ich hatte eigentlich erwartet, dass das Volcano boarding wie das sandboarding in Chile ist, das ich vor 2 Jahren gemacht habe, aber es war ganz anders. Wir bekamen einfache Bretter, die einem Snowboard keineswegs ähneln, und wir saßen bei der Abfahrt darauf und standen nicht. Es war also mehr wie Schlittenfahren. Es war trotzdem richtig lustig und Rebecka und ich waren die schnellsten unserer Gruppe mit ungefähr 45km/h. :-)



Als wir zurück nach León kamen, haben wir unser gratis Bier getrunken und sind dann zurück ins Hostel um den Rest unseres Abendessens vom Tag vorher zu essen. Gegen 15h haben wir dann ein überfülltes, kleines öffentliches Shuttle nach Manágua genommen. Glücklicherweise waren wir die Ersten im Shuttle und konnten unser Gepäck im Koffer vom Shuttle unterbringen, während ein Inder und ein Australier ihr Gepäck auf einem Sitzplatz unterbringen mussten und so 3 anstatt 2 Sitzplätze zahlen mussten. Diese beiden Typen waren ganz nett und wir haben die Fahrt damit verbracht, mit ihnen übers Reisen zu reden. 90 Minuten später kamen wir dann endlich in Manágua an und konnten aus dem überfüllten Shuttle aussteigen.

Dort wurden wir dann total von einem Taxifahrer verarscht, der uns viel zu viel hat zahlen lassen für die Fahrt zu unserem Hostel... Aber was solls, wir waren müde, schmutzig und wollten einfach ins Hostel und Duschen. ^_^



Nach einer wundervollen Dusche sind wir dann zum Einkaufszentrum um die Ecke gegangen wo wir einen Apple Store fanden und etwas fürs Abendessen einkauften. Wir hatten ein super leckeres, tolles Abendessen zu denen wir ein paar leckere Bier genossen haben. Wir wollten eigentlich einen Film schauen, aber, wie immer, war es mal wieder zu spät und wir waren zu müde dazu. Also haben wir einfach ein bisschen gechillt und sind früh ins Bett gegangen. :-)



Am nächsten Morgen haben wir eine typisches Frühstück aus Nicaragua gegessen : Reis mit Bohnen, Ei und Toast. Sehr lecker! :-) Danach sind wir dann zurück zum Apple Store gegangen, denn ich hatte am Abend vorher nicht genug Geld dabei, denn das original Ladegerät von Apple ist teuer. Zum Glück funktionniert es einwandfrei und mein iPad funktionniert jetzt wieder richtig! Es war wohl nur ein Problem eines billigen Ladegeräts. :-D

Danach sind Rebecka und ich dann um die Ecke zu McDonalds gegangen, um von dort aus einen Chickenbus (billiger lokaler Bus) nach Granada zu nehmen.


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