Schwimmen mit den Walhaien - Cebu


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Asia » Philippines » Cebu » Oslob
January 10th 2018
Published: March 6th 2018
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Air Asia brachte mich von Boracay nach Cebu City. Hier stieg ich in einen Bus, der mich in den Süden der Insel brachte. Das Noordzee Resort in Boljoon war nun mein neues Zuhause. Das Resort war ein Hostel, direkt am Meer, mit Liegen, schwimmender Insel und fantastischem Essen. Ich wusste sofort, dass ich es hier länger aushalten werde. Da die Busfahrt 4 Stunden dauerte, erreichte ich das Resort im Dunkeln. Überall brannten romantische Lichter und ich checkte in ein Mehrbettzimmer mit Meerblick und Balkon ein. Gibt es etwas Schöneres als beim Einschlafen das Meer bei offener Tür rauschen hören zu können und beim Aufwachen die laue Briese des Windes riechen und spüren zu können?

Ich bewegte mich den ganzen ersten Tag lang kaum vom Fleck. Der Liegestuhl, das Meer uns das leckere Essen bestimmten meinen Tag. Am Nachmittag traf ich auf der Straße Schulkinder, die gerade auf dem Weg nach Hause waren. Gemeinsam liefen wir ins nächste Dorf und sie zeigten mir einen kleinen Aussichtspunkt, von welchem man auf das gesamte Dorf Boljoon blicken konnte. Eine Bäckerei verkaufte kleine süße Brotkugeln und ich verliebte mich sofort. Auf dem Rückweg kaufte ich mir eine lokale Simkarte. Ab diesem Zeitpunkt war ich rund um die Uhr erreichbar. Nach 2 Monaten war das ein seltsames Gefühl, denn ohne mobile Daten ist das Leben manchmal viel entspannter.

Am zweiten Tag musste ich sehr früh aufstehen, denn ich hatte einen aufregenden Tag vor mir. Um 5.00 Uhr nahm ich den Bus Richtung Oslob und kam eine Stunde später am Eingangstor des Walhaizentrums an. Hier war die Hölle los. Menschenmassen versammelten sich am Strand und ALLE wollten mit den Walhaien schwimmen gehen. Im Minutentakt fuhren die Boote hin und her während eine Dame am Ufer alle 5 Minuten einer anderen Gruppe die Verhaltensregeln erklärte. Nach einer Stunde Wartezeit war es dann soweit. Ich stieg in das kleine Boot und konnte es kaum fassen. Nur wenige Meter vom Ufer entfernt tauchte der erste Walhai auf und im Wasser schwammen Menschenmassen umher. Ich hatte einen externen Kameramann gebucht und auf Anweisung hieß es für mich abtauchen und in die Kamera lächeln. Das war gar nicht so leicht, denn der Walhai kam echt super nah und ein Foto allein mit dem Walhai war schier unmöglich, da irgendein fremder Fuß oder eine Hand immer mit im Bild war. Ich versuchte den Moment zu genießen und die Kamera zu vergessen.

An Land warteten immer noch viele Menschen. Ich ließ mir die Fotos aufs Handy übertragen und setzte mich in den nächsten Bus. Es war gerade mal 8.00 Uhr und ich machte mich auf sämtliche Wasserfälle der Umgebung zu begutachten. Der absolute Oberhammer! Ich startete mit den Aguinid Falls, bei welchem man an einem Seil steile Wände erklimmen musste und größere Steine als Sprungbrett umfunktionierte. Weiter auf dem Roller und dem Auto zweier Einheimischer ging es zu den Hidden Falls, mit dem Bus zu den Dao Falls und zuletzt mit einheimischen Touristen aus Manila zu den Inambakan Falls. Auf dem Weg dorthin erfuhr ich über die Haltung der Hähne und wie diese gefüttert werden um anschließend für Hahnenkämpfe genutzt werden zu können. Denn um mich herum saßen rund 50 Hähne am Boden oder auf ihren Stangen. Ich besiegte mal wieder meine Höhenangst und sprang von hohen Steinen in kleine Pools. Teilweise musste ich mit angezogenen Knien springen, da die meistern Pools nicht sonderlich tief waren. Aber seit meinem Bungeesprung in Südafrika folge ich deren Slogan: „Face Fear“ - aber nur was die Höhe angeht! 😊 Auf dem Rückweg wartete ich auf den Bus. Ich war mittlerweile 2,5 Stunden Busfahrt von meinem Hostel entfernt und weit und breit war kein Bus zu sehen. Während ich wartete kam ich mit vielen netten Männern ins Gespräch, kaufte einer Dame etliche Stücke gepressten Reis ab und sah einer Schulgruppe bei ihren Proben fürs bevorstehende Festival zu. Nach über 2 Stunden Wartezeit kam endlich mein Bus und ich fiel tot müde in mein zauberhaftes Bett. Das war ein langer, aber absolut ereignisreicher Tag.


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