Nonne für einen Tag


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March 19th 2015
Published: March 19th 2015
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Mein wunderschönes ZimmerMein wunderschönes ZimmerMein wunderschönes Zimmer

Ekoin Tempel, Koyasan
Die letzte Nacht im Hostel war furchtbar, eine schrecklich laute und rücksichtslose Chinesin hat bis 03.00 Uhr rumgekramt und das Licht an gehabt und dann ab 06.30 Uhr schon wieder so einen Lärm gemacht, dass keiner mehr schlafen konnte. Da waren mir die höflichen wenn auch stummen Japanerinnen deutlich lieber. Meine kleine Rezeptionistin macht aber alles wieder gut, als sie mir zum Abschied einen handgeschriebenen Brief mit einem englischen, japanischen und deutschen Dankeschön überreicht. So süß!

Dank der doofen Chinesin bin ich wenigstens schon gegen halb 10 am Bahnhof in Kyoto. Ich muss nun vier mal umsteigen, bis ich an meinem heutigen Tagesziel Koyasan ankomme und trotz der immer pünktlichen und sehr regelmäßig verkehrenden Zugverbindungen dauert der ganze Spaß 4 Stunden. Es sind alles local trains, also solche, die an jedem Baum halten, ständig muss ich mich an einem Bahnhof neu orientieren und wegen verschiedener Zuglinie auch noch verschiedene Tickets kaufen. Und am Ende warte ich auch nochmal 40 Minuten auf den letzten Anschluss, allerdings wenigstens mit Gesellschaft: Shae aus Hawaii will auch nach Koyasan und ist ähnlich orientierungslos wie ich. Irgendwann haben wir es aber geschafft und sitzen in der Bummelbahn, die sich immer höher die Berge hinaufschraubt, vorbei an kleinen Dörfern, durch etliche Tunnel und hinein ins Gebirge, immer dicht am Abgrund entlang. Koyasan ist ein Hochplateau, das von acht Gipfeln umschlossen ist und mit dichtem Zedernwald bewachsen ist. Zudem ist es auch der Name für den dort liegenden riesigen Klosterkomplex, der der wichtigste Sitz der Shingon-Schule, einer mit 10 Millionen Anhängern recht signifikanten Ausrichtung des japanischen Buddhismus ist. Um die 1000 meist junge Mönche leben hier in über 110 Tempeln, außerdem gibt es eine Universität für religiöse Studien. Man sollte meinen, ich hätte langsam genug von Tempeln, 110 neue muss ich mir sicher nicht noch anschauen, aber neben der beeindruckenden Natur, gibt es hier noch eine Besonderheit: das so genannte Temple Lodging. Einige der Tempel im Kloster nehmen Gäste auf, die dann ganz traditionell wohnen und einen kleinen Einblick in das Alltagsleben der Mönche bekommen. Das bedeutet, schlafen auf Tatami-Matten , vegane Verpflegung und um 06.30 Uhr Morgengebet. Ich bin gespannt. Mein Tempel hat zudem ein Onsen, ein traditionell japanisches Bad mit heißem Thermalwasser und bietet eine kostenlose Einführung in die Ajikan-Meditation an.

Als ich in meinen Schlafraum gebracht werde, liegen dort schon ein Pyjama, ein Bademantel, der sogenannte Yukata, und frische Badetücher bereit. Außerdem eine Kanne heisses Wasser zum Tee machen. Hier oben ist es regelmäßig recht frisch, so hatte es letzte Woche sogar noch Minusgrade. Ansonsten besteht der Raum aus zwei riesigen Fenstern, die zum schönen Tempelgarten hinaus zeigen und mit papierbespannten Schiebeläden abgedunkelt werden können. In der Mitte des Raumes ist ein kniehoher Tisch mit Sitzkissen und einer dicken Decke darüber ( der so genannte Kotatsu), die bis zum Boden reicht. So wird hier normalerweise diniert, man schiebt die Beine unter die Decke unter den Tisch, und die darunter befindliche Heizung wärmt dir die Beine.

Junge Mönche in der Ausbildung servieren hier morgen das Frühstück und werden mir heute Abend auch aus dicken Kissen mein Bett auf dem Boden bereiten. Alles sehr Japanisch. Bevor der Meditationskurs beginnt bleiben mir noch ca. 2,5 Stunden und die verbringe ich tatsächlich lieber nicht mit Tempel besichtigen sondern auf dem Okunoin, einem großen buddhistischen Friedhof, der von uralten Baumriesen überwuchert wird. Es hat ein wenig etwas von Angkor Wat, wie sich die Natur hier ihr Revier wieder erobert und es ist tatsächlich ein so magischer und friedlicher Ort, dass ich fast 2 Stunden sprachlos hindurchwandere. Vom einen Ende zum Anderem sind es ca. 2 km, überall stehen kleine Schreine, alte Steintore, schiefe Gräber und halb verfallene Statuen. Dabei ist dieser Ort keineswegs tot, es gibt Sektionen, wo auch noch neue Gräber angelegt werden und ich sehe viele junge Mönche, die hier arbeiten, Gräber freilegen und Pfosten reparieren, die von den Wurzeln der riesigen Zedern einfach aus dem Boden gedrückt wurden. Steinerne Laternen, völlig mit Moos bewachsen, und kleine Altare, die in den ausgehöhlten Stämmen der Bäume errichtet wurden, säumen den Weg und immer mal wieder sind kleine Statuen mit Opfergaben geschmückt. Als ich gerade am anderen Ende des Friedhofes ankomme, beginnt es heftig zu regnen und ich bin froh dass ich den Rat eines Mönches befolgt habe und einen Regenschirm mitgenommen habe. Hier regnet es wohl öfter Mal. Aber gerade im strömenden Regen ist die Stimmung auf dem Friedhofsgelände noch ergreifender und so genieße ich auch den Rückweg nochmal in vollen Zügen.

Zur Meditation finden sich dann vermutlich auf Grund des Wetters, fast alle Gäste des Tempels in der kleinen Meditationshalle ein. Für Japaner und Ausländer getrennt, wird der Ursprung der Ajikan-Meditation erklärt. Ich versuche es auch mal: Der Buchstabe A (in Sanskrit Ajikan) ist der erste Laut in jedem Alphabet der Welt und in der Regel das erste Geräusch, dass ein neugeborenes Baby von sich gibt. Es ist also der Ursprung Allen Seins und Ajikan-Meditation bedeutet die Meditation auf Form, Klang und Bedeutung des Buchstaben A, der hierbei auch als Mantra benutzt wird. Ich glaube so in etwa wurde das erklärt. Wir fangen aber erstmal mit einfachen Sitz- und Atemübungen an und versuchen unsere Gedanken nur auf unseren Atem zu fokussieren. Mir fällt es ja immer schwer, mich auf so etwas einzulassen und ruhig dasitzen ist auch nicht so mein Fall, dementsprechend kreisen meine Gedanken um alles außer meinem Atem aber der praktizierende Mönch findet, dass sich das mit der Zeit legt. Wir sollen jeden banalen Gedanken wegdrängen, indem wir ihn wie ein Blatt an einem Baum im Wald betrachten und dabei versuchen nur das große Ganze, den Wald, zu sehen. Ich gebe mir größte Mühe und der Regen prasselt auch so schön auf das Dach der Meditationshalle, dass es irgendwann tatsächlich klappt und ich zumindest für kurze Zeit einfach nur atme. Als Fortgeschrittene werden wir dann dadurch irgendwann eins mit dem "Supreme Buddha", der in der Shingon-Lehre praktischerweise auch mit dem Buchstaben A in Verbindung gebracht wird. So schliesst sich der Kreis ein wenig und obwohl ich keine Ahnung von Buddhismus und Meditation habe, war das eine schöne interessante Erfahrung. Allerdings hat mir eine halbe Stunde auch völlig gereicht.

Danach ist es fast schon Zeit zum Abendessen, das im Dining Room im Haupthaus serviert wird. Wir sitzen auf dem Boden und jeder bekommt zwei kleine Tische mit etlichen kleinen Schälchen vor sich gestellt. Ich bin mir nicht sicher, was ich alles esse, aber es ist Gemüse-Tempura dabei, Sesamtofu in Sojasauce, allerlei eingelegtes Gemüse, eine Misosuppe mit Pilzen, ein Hotpot mit Algen, Reis, Obst und noch ein paar andere Sachen. Alles ist wenig gewürzt, die Shingon Kost verbietet neben allen tierischen Produkten auch z.B. Knoblauch und Zwiebeln aber dennoch auf seine einfach Art sehr lecker. Da ich nicht zu Mittag gegessen habe verputze ich alles restlos und bin auch ganz froh, dass die Abendessenszeit hier schon um halb 6 ist. Danach gehe ich auf mein Zimmer, wo noch ein Kalligraphiebogen mit einem buddhistischen Sutra auf mich wartet. Traditionell wird dieses Sutra, das so genannte "Herzenssutra" , mit Tusche abgepaust und soll ähnlich einer Meditation dem Ausführenden innere Ruhe bringen und ihm einen Wunsch erfüllen, an den man während des Schreibens denken soll. Dafür
 Abendessen im Tempel Abendessen im Tempel Abendessen im Tempel

Ekoin Tempel, Koyasan
muss man aber eine komplizierte Routine vorher durchführen, was ich leider verpeile, weil ich es erst zu spät gelesen habe. Und funktionieren soll es auch nur, wenn man die 14 Zeilen japanischer Schriftzeichen ohne abzusetzen abschreibt. Auch das lese ich zu spät. Trotzdem gebe ich mir größte Mühe und tatsächlich ist das Abpausen der wunderschönen Schriftzeichen sehr entspannend, ähnlich wie man bei Malen nach Zahlen auch irgendwie abschaltet, nur dass das Ergebnis besser aussieht (finde ich, was ein Japaner jetzt dazu sagen würde weiß ich nicht). Insgesamt brauche ich übrigens fast eine Stunde dafür!! Aber das reicht nun mal nicht, wenn man Buddha beeindrucken will, ich habs schon vorher vermasselt.

Damit mir vielleicht doch noch ein Wunsch in Erfüllung geht, muss ich also andere Register ziehen. Ich beschrifte ein Soegomagi, ein Holzstück, das traditionell in der Morgenzeremonie von einem Priester verbrannt wird, bezahle 2,50 € und gebe es für das morgendliche Frühgebet beim Abt des Tempels ab.

Der Regen prasselt so gemütlich gegen mein Fenster, dass ich jetzt eigentlich schon bald bettreif bin, besonders nach der letzten, fast schlaflosen Nacht. Allerdings möchte ich unbedingt noch das hauseigene Onsen ausprobieren. In Japan gibt es sie überall, diese öffentlichen oder auch hauseigenen Bäder, die aus vulkanisch erhitzten natürlichen Quellen gespeist werden. Ich ziehe meinen Yukata an und stapfe durch den Regen ins Haupthaus des Klosters, wo es für Männer und Frauen getrennt Baderäume gibt. Hier gibt es zum Glück nicht so viele Regeln wie sonst heute zu beachten, gebadet wird nackt und vorher wird sich abgeduscht. Ist ja soweit nichts Neues. Was aber neu für mich ist: in Wasser zu sitzen, das gefühlt kochend heiß ist, und zwar so heiß, dass sich meine Haut innerhalb von Sekunden krebsrot färbt. Zunächst bin ich wenig entspannt aber nach einer Weile gewöhnt man sich an die Hitze. Es ist eher wie Sauna als wie Baden, es strengt den Körper richtig an und man kann nur ein paar Minuten im Bad bleiben. Aber danach bin ich wirklich bettreif genug um es mir in meinem Tatamibett gemütlich zu machen. Der einzige Nachteil dieser schönen Zimmer ist, dass die Wände quasi auch nur papierbespannte Türen sind und man jedes Geräusch aus dem Nebenzimmer hört.

Beim Morgengebet erwarte ich eigentlich einen ganzen Haufen Mönche, aber es sind nur zwei anwesend. Die halbstündige Zeremonie findet im Haupttempel statt, danach gibt es in einem kleinen Nebentempel noch eine
Da brennt er, mein WunschDa brennt er, mein WunschDa brennt er, mein Wunsch

Ekoin Tempel, Koyasan
Feuerzeremonie, bei der auch der kleine Holzstab mit meinem Wunsch verbrannt wird. Das Morgengebet besteht aus vielen Mantras, gesungen oder gesummt, dazu werden immer wieder irgenwelche Klangschalen, Becken und Ähnliches geschlagen. Der Tempel ist nur mit Kerzen und Laternen beleuchtet und opulent geschmückt. Es riecht extrem nach Räucherstäbchen, was ich so auf nüchternen Magen überhaupt nicht ertrage. Die japanischen Tempelgäste und auch einige der westlichen Gäste, führen während der Zeremonie ein kleines Ritual durch indem sie irgendein Pulver in die Schale mit den Räucherstäbchen werfen und sich dann mehrfach verbeugen. Ich verzichte auf das Prozedere weil mir erstens immer schlechter wird von dem Geräuchere und weil ich es zweitens irgendwie uncool finde ein religiöses Ritual durchzuführen was nicht nur mir selbst nichts bedeutet sondern von dem ich nichtmal weiß was es generell bedeutet. Ich frage mich auch bei den anderen westlichen Touristen ernsthaft, ob das alles Buddhisten sind denn die wissen scheinbar auch nicht so Recht was sie da machen. Die Feuerzeremonie ist toll, es gibt keine Räucherstäbchen und die Kombination aus prasselndem Feuer, Paukenschlägen und dem eindringlichen Gesang der beiden Mönche packt mich irgendwie. Und ich schaue andächtig zu, wie mein Wunsch verbrannt wird. Als ich zurück auf mein Zimmer komme steht dort schon mein Frühstück, bestehend aus Miso-Suppe, Reis, Algen, eingelegtem Rettich und Tee. Es haut mich nicht so um wie das Abendessen aber er schmeckt. Da es schon wieder angefangen hat in Strömen zu regnen, beschließe ich, mich auf den Rückweg zu machen. Klatschnass komme ich nach dreimaligem Umsteigen und insgesamt vier Stunden unterwegs in Tanabe, einem kleinen Strandort auf der Kii-Halbinsel an. Bei dem Wetter gibt es hier eigentlich nicht viel zu machen hatte ich gedacht, aber als ich in meinem kleinen Guesthouse einchecke, hört es plötzlich auf zu schütten und klart ein wenig auf. Also ziehe ich mich trocken an und erkunde den Ort. Tanabe ist mit Sicherheit im Sommer ein netter Urlaubsort, es gibt einen riesigen Strand und alles läuft hier ganz gemütlich. Der Kleinstadtcharme mit den engen Straßen und dem entspannten Verkehr, kleinen Läden, alten Holzhäusern und den obligatorischen Schreinen hier und da lädt zum Bummeln ein und so laufe ich ein paar Stunden lang einmal die ganze Stadt ab, gehe noch zur Touristeninformation, zur Post zum Geldwechseln und sehe während der ganzen Zeit keinen einzigen Nichtjapaner. Es gibt auch ein kleines Ausgehviertel mit vielen Bars und Restaurants aber die meisten Läden haben saisonbedingt geschlossen. Ich esse also noch eine Suppe und gehe dann zurück ins Guesthouse. Ich habe einen "Japanese Style"- Schlafsaal gebucht, bin aber der einzige Gast dort und habe so wieder einen schönen, mit Tatamimatten ausgelegten Raum ganz für mich alleine. Für uns als Europäer etwas befremdlich ist allerdings dass es keine Schlüssel für die Zimmer gibt und auch die Haustür immer offen steht. Das war im Kloster auch schon so. Allerdings gab es da noch einen Safe. Ich glaube, wir können uns garnicht vorstellen, wie es ist, sich immer so sicher fühlen zu können, wie die Japaner es tun. Als alleinreisende Frau natürlich das perfekte Urlaubsland!

Ich verbringe den Abend mit (um-) packen und organisatorischer Vorbereitung für die nächsten drei Tage. Ich werde auf dem Kumano Kodo, einem alten Pilgerpfad in die Berge wandern und unterwegs in kleinen Gasthäusern übernachten. Der Kumano Kodo ist eigentlich ein ganzes Netzwerk von Pilgerpfaden und hier in Tanabe beginnt nur einer davon. Ziel aller Pfade ist es die drei Heiligen Stätten Kumano Hongu Taisha, Kumano Nachi Taisha und Kumano Hayatama Taisha zu besuchen. Ich werde zumindest den ersten davon auf meinem Weg mitnehmen. Da es morgen früh auch nochmal regnen soll, habe ich beschlossen erst gegen Mittag aufzubrechen und nur eine kurze Route zu gehen denn Regen scheint hier immer gleich ziemlich heftig zu werden. Zum "Einstieg" des Pfades wollte ich eigentlich auch schon hinlaufen aber da kann ich jetzt auch den Bus nehmen und starte dann erst wenn es etwas besseres Wetter ist. Es ist zwar nicht wirklich kalt hier aber direkt zu Beginn klatschnass durch die Gegend zu laufen muss ja nicht sein. Zudem habe ich auch heute festgestellt, dass ich mir für den letzten Tag eine ziemlich heftige Tour mit 26 km und 950 Höhenmetern vorgenommen habe. Ich habe da wohl zwei Orte verwechselt, es heisst aber auch alles irgendwie ähnlich. Naja, da muss ich jetzt durch, die wenigen Unterkünfte am Wegesrand sind alle ausgebucht, ich kann also meine Route nicht mehr ändern, sonst habe ich am zweiten Tag keine Bleibe. Dafür kommt jetzt wirklich nur das Nötigste in den Rucksack, der Großteil meines Gepäckes bleibt im Hostel, und morgen wird sich halt nur ein bisschen warm gelaufen.



Neues aus der Kategorie " Beobachtungen aus Japan":

Japaner nehmen ihren Job super ernst, egal wie dämlich er ist. Ich habe noch nie gesehen, dass jemand, dessen Job einfach nur ist, ständig die gleiche Durchsage zu machen oder alle 5 Minuten wenn eine S-Bahn einfährt mit einem Fähnchen zu Winken, so konzentriert und mit einer solchen Würde seiner Arbeit nachgeht. Bei uns würde der Typ Kaugummi kauen, ständig gelangweilt auf sein Handy schauen und würde nicht stramm stehen bis der nächste Zug einfährt. Und er würde auch keine Touristen davon abhalten in den falschen Zug zu steigen wenn das nicht seine Aufgabe ist. Dieses Land "funktioniert" mit Sicherheit auch deshalb so gut, weil jeder seine Aufgaben wahrnimmt und sie ordentlich erledigt. Und dabei noch verdammt wichtig aussieht!

Wie schlürft man eigentlich richtig? Heute habe ich mal wieder Ramen (Nudelsuppe) gegessen. Und wie ich jetzt schon oft beobachtet habe, schlürft man die langen Nudeln darin lautstark statt sie abzubeißen oder gar zu versuchen sie auf sonstige Weise mit den Stäbchen elegant in den Mund zu schieben. Angeblich ist das sogar sehr höflich und zeigt, dass es einem schmeckt. Die Japaner, sowieso der Inbegriff der Höflichkeit, haben das richtig gut drauf und so herrscht in den Suppenlokalen immer eine gewissen Geräuschkulisse. Da ich natürlich auch gerne zeigen will, dass es mir schmeckt, versuche ich jetzt aber schon seit über einer Woche das hinzubekommen, was mir meine gute Kinderstube vor Jahrzehnten abtrainiert hat. Wenn ich versuche zu schlürfen klingt es irgendwie als würde ich versuchen ein Kätzchen anzulocken Oder es kommt garkein Geräusch heraus. Aber ich arbeite daran. Schon etwas besser geht es übrigens seit ich verstanden habe dass man den Mund nicht spitz macht (=Kätzchen anlocken) während man die Nudeln "reinzieht" sondern stattdessen den Mund halb offen lässt!!

Gehsteige werden überbewertet. Gibt es hier eigentlich nie. Wenn man Glück hat gibt es mal eine Art markierten Seitenstreifen auf dem man gehen kann oder einen Rinnstein. Komisch. Aber überfahren wurde ich trotzdem noch nicht.


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Ekoin Tempel, Koyasan
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Buddha

Saiho-Ji Schrein, Tanabe


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