Totgesagte leben länger! oder Fotos von Füßen


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China's flag
Asia » China » Guangxi » Guilin
January 13th 2017
Published: January 27th 2017
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Unser WanderpfadUnser WanderpfadUnser Wanderpfad

Oben rechts ist der Golden Buddha Aussichtspunkt.
Ich möchte das jetzt endlich abschließen und das auch vorrangig für mich selbst tun. Sollte manch ein Eintrag mal etwas Zeit brauchen, dann möchte ich mir einfach etwas mehr Zeit nehmen, um diese Episode auch ausreichend zu würdigen. Es ist auch nicht wichtig ob es irgendjemand liest, wobei es natürlich schön ist, sollte jemand Gefallen daran finden. Es geht an dieser Stelle weiter mit dem Besuch meiner Eltern. Der erste komplette Tag zusammen in China war vorbei und am 20. März war ein Ausflug geplant, doch alles dazu könnt ihr jetzt lesen.

Schon die Hinfahrt zu den Longji-Reisterrassen bei Guilin wurde leider erschwert, weil ich mich auf den Geschäftsinstinkt der Chinesen verlassen habe. Wir wollten nämlich irgendwie dorthin gelangen und ich habe einfach jemanden vor dem Hauptbahnhof angesprochen und dieser hat sich um ein Gefährt bemüht, aber sich dummerweise dabei auch Zeit gelassen. Was Papa nicht unbedingt gefallen hat. Aber wir sind nach zweieinhalb Stunden angekommen und es hat auch nicht mehr geregnet. Und das ist mehr als die halbe Miete, wo es doch auf dem gesamten Weg geregnet hat und die Nebelschwaden in den Bergschluchten hingen, durch die wir gefahren sind. Obwohl ich mir sicher war, dass das an einem anderen Tag wesentlich schneller gegangen wäre. Jetzt standen wir also inmitten dieses Parks, wo die lokale Minderheit in alter Tradition leben darf und aus dem ganzen Gebiet nur die eine Straße führt, auf der wir auch hineingekommen sind. Für die Gondel auf den Golden Buddha Aussichtspunkt war kein Geld da und es gab auch keinen Automaten. Außerdem wäre das überhaupt nicht unser Stil gewesen. Wir sind auf die Aussichtsplatform gewandert, wie es sich gehört. Auf dem Weg sind uns andere Wanderer, Pferde in der Ferne und viel Wortwitz begegnet. Für letzteres mache ich vor allem meine Eltern verantwortlich. Aber was macht man denn sonst beim Wandern, als reden? Der Weg war vor allem durch Treppen geprägt, aber das lag wohl daran, dass es Terrassen waren. Und das, was uns auf der Aussichtsplatform passiert ist, das wird immer noch gerne als Anekdote erzählt. Wir standen da so rum und haben den Blick genossen und Papa hat uns drei Verbliebenen auch fotografiert. Plötzlich kam dann ein Chinese und hat angeboten uns zu fotografieren. Das erste Bild war auch in Ordnung, doch die Reisterrassen waren nicht zu sehen, weshalb wir ihm zu verstehen gegeben haben, er soll versuchen mehr von oben zu fotografieren. Das hat er dann auch getan… Auf den nächsten drei Bildern waren nur noch unsere Oberkörper bis zu den Füßen drauf oder auch nur die Beine. Auf jeden Fall sind das grandiose Erinnerungen. Der Abstieg, den wir nach einer kurzen Pause angetreten sind, hat ungefähr genauso lange gedauert, wie der Aufstieg, obwohl wir einen anderen Weg genommen haben. Unten, zurück an dem Ort an dem wir angekommen sind, stand diesmal ein Bus, der nach Guilin fuhr. Den haben wir natürlich genommen. Und haben wieder zweieinhalb Stunden gebraucht, bis wir zurück in Guilin waren. Etwas hat am Abend im Eingangsbereich des Restaurants den Blick meiner Familie auf sich: Einen großen Behälter, in dem neben dem Schnaps auch noch Schlangen schwammen. Aber nachdem diesem wanderintensiven und dementsprechend anstrengenden Tag, sind wir früh im Bett gelandet.


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