Kambodscha update!


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July 19th 2013
Published: July 19th 2013
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Es regnet in Stooooeeeeemen! Seit gestern Abend, also der prefekte Zeitpunkt, um mal wieder ein update zu geben! :D

Doch davor nochmal an dieser Stelle alles Gute zum 27. Romana! Hab nen super Tag und ein tolles Jahr! :D

Bei dem letzten Eintrag waren Sascha und ich noch in Cimaja aufJava. Letztendlich haben wir tatsaechlich fast die gesamte Zeit, die wir zur Verfuegung hatten, dort verbracht und sind erst kurz vor Ablauf des Visums nach Jakarta zurueck. Dort haben wir die Stadt ein Wenig angeschaut, es gibt nicht so viel zu sehen, dafuer waren wir aber abends weg. Scheinbar gibt es in Jakarta nur einen einzigen grossen Club. Dieser heisst Stadium und ist wirklich was Besonderes! Ich glaube, das Gebaeude war mal eine Oper, es gibt also Balkone und eine Buehne... die Macher dieses Clubs haben dazu noch ein sehr sehr maechtiges Soundsystem da reingepackt, wenn man mal in der Mitte der Tanzflaeche steht, vibriert man! Dazu wurde noch ein Drache mit 10m Spannweite an der Decke gehaengt und auf diesem reitet eine nackte Nixe mit Laserschwert... schon verrueckt! Da waren wir zwei Abende, beide Male haben wir locals kennen gelernt und hatten glaube ich beide eine sehr gute Zeit!

Mit diesen Partyabenden noch in den Knochen machten wir uns dann auf unseren Rueckflug bereit, von Jakarta nach Singapur und dann am naechsten Morgen weiter nach Phuket. Eigentlich wollten wir in Singapur, wo wir 8 Stunden Aufenthalt hatten, in die Stadt und uns ein Wenig umschauen, nach intensiver Internetrecherche mussten wir aber feststellen, dass da an einem Mittwoch Abend/Nacht nix geht 😞 der Einreisestempel blieb uns also verwaehrt 😉

In Phuket haben wir ein super gemuetliches und billiges Zimmer bekommen, das beste auf der ganzen Reise bisher, und haben da deshalb noch ein Paar Tage verbracht! Zu der Zeit fing es langsam aber sicher an, immer mehr zu regnen, der Monsun ist wohl gerade in vollem Gange! Dort, nach 4 Monaten des Reisens zusammen, haben Sascha und ich uns dann getrennt!! Sascha wollte unbedingt den Freediving Kurs auf Koh Tao machen, den er leider aus Gesundheitsgruenden das letzte Mal nicht machen konnte, und ich wollte weiter nach Kambodscha. Vom 7.7 an (glaube ich) ging mein Reiseabenteuer also alleine weiter... Plan ist es, dass wir uns im augus in Laos wieder treffen.

Ich nahm also von Phuket bis Bangkok einen uebernachtbus und bin gut angekommen. In Bangkok hatten wir ja schon einige Zeit verbracht, mir kam die Stadt also recht bekannt vor und das alleine Reisen machte noch nicht so einen grossen Unterschied. Nach einem Erholungstag in Bangkok nahm ich dann einen weiteren Bus Richtung Siem Reap in Kambodscha. Es ist hinlaenglich bekannt, dass die Kambodschanischen Grenzbeamten alle sehr korrupt sind und einem die Einreise erschweren koennen. Nicht nur das, sondern auch die Reiseveranstalter versuchen, durch "krumme Dinger" mitzuverdienen. Ich fuhr also mit dem Bus an die Grenze und kurz vorher wurden alle Leute an einem Art Cafe 500m vor der Grenze ausgeladen. Dort wurde einem erzaehlt, fuer einen Aufpreis von ca. 3Euro im Vergleich zum Preis an der Grenze uebernehmen die Leute die ganzen Formalien... klingt verlockend, besonders, wenn man alleine unterwegs ist und sich den Stress ersparen will, aber der Aufpreis betraegt eher 25Euro... Von dieser Masche hatte ich aber schon gelesen (yeah, endlich mal gut vorbereitet!) und hab mich bis direkt an die Grenze fahren lassen, obwohl das denen sichtlich nicht passte, grrr! Dort beginnt das ganze von Neuem, die Grenzposten sagen, sie wollen 40Euro, ueber dem Schalter steh gross 20Dollar fuer ein Visum, wenn man die Posten darauf anspricht, kommt man wieder ganz hinten in die Schlange 😞 Das hat genervt, aber meine finanziellen Mittel gehen langsam zur Neige, ich hatte ein Buch dabei, und ich unterstuetze ungern Korruption, also hab ich eben gewartet und diskutiert und hab letztendlich 20Dollar und 5Euro gazalt... zwar immer noch nicht ganz korrekt, aber ich wollte die Leute auch nicht zu sehr reizen. Damit war leider immer noch nicht genug! Die Leute aus meinem Bus, die das erste Angebot im Cafe angenommen hatten, kamen nach ca 45 in dem Bus vorbei, ich stieg ein und wir wurden alle zu einer Art Busbahnhof mitten im Nirgenswo 10km hinter der Grenze gefahren... dort wurden dann alle darueber informiert, dass man nun fur einen Aufpreis einen schnellen Bus/Taxi bis nach Siem Reap gefahren werden kann, oder aber 4 Stunden warten muss und der Bus dann weiter faehrt... naja, wie gesagt, keine Kohle, dafuer ein Buch, also hab ich ein Paar Seiten weiter gelesen und kam endlich am Abend in Siem Reap an. Da wollte noch ein Tuk Tuk Fahrer mich abziehen, aber das stoerte schon garnicht mehr und mittlerweile konnte ich gut damit umgehen 😉

In Siem Reap, Phnom Penh und nun in Sihanoukville, wo ich mich gerade befinde hat sich leider der Eindruck bestaetigt, dass man hier sehr sehr hinter dem Geld her ist. Kambodscha ist vergleichsweise arm und da kann man das natuerliich verstehen, aber die Art, wie das oft gemacht wird, ist recht unfreundlich. Was aber nicht heisst, dass es nicht auch hilfreiche und nette Kambodschaner gibt 😊 davon hab ich zum Glueck auch einige getroffen!

In Siem Reap hatte ich Glueck und fand durch Zufall das wohl angesagteste Hostel der Stadt. Fuer laeppsche 2,5Dollar die Nach bekam ich ein Bett in einem Dorm, als alleine Reisender ziemlich ideal. Da habe ich auch schnell nette Leute kennen gelernt und hatte ein Paar schoene Abende! Tagsueber hab ich mir ein Rad gemietet und mir die eigentliche Sehenswuerdigkeit der Stadt angeschaut, die Tempel von Angkor! Wenn ich mich recht erinnere, gibt es auf einem riesigen Gelaende ueber 100 Tempel aus verschiedenen Epochen der Khmer geschichte. Alleine darueber koennte ich sehr viel schreiben, mache es aber ein bisschen kuerzer 😉 Die Tempel liegen ziemlich tief im Urwald und sind zT weit auseinander, am ersten Tag hab ich mir also ein Paar "kleinere" Tempel angeschaut, die aber trotzdem sehr beeindruckend waren, wenn man bedenkt, dass sie um die 1.000 Jahre alt sind! Eigentlich unvorstellbar, dass Menschen schon vor so langer Zeit zu sowas faehig waren, ich hab echt gestaunt! Einige dieser kleineren Tempel wurden quasi so gelassen, wie sie waren als man sie "wiederentdeckt hat" sind also ueberwachsen und sehen recht mysterioes aus. Ich war zur Mittagszeit dort, wo vernuenftige Leute eher am Pool liegen, es war also angenehm leer und verlassen! Am zweiten Tag war ich dann bei den beiden groessten Tempeln Angkor Wat und Bayon. Diese brachten mich noch viel mehr zum Staunen, da sie noch viel viel groesse sind, als die anderen Tempel und noch dazu mit tausenden von Figuren, Reliefs und Verzierungen versehen sind! Alleine, um das zu sehen, ist Kambodscha ein Besuch wert!

Nach Siem Reap fuhr ich anch Phnom Penh, eine grosse Stadt, die genauso busy ist wie jede andere Grosse Stadt! Weil das Backpackerviertel anscheinend vor ein Paar Jahren an einen Investor verkauft wurde, gibt es kein richtig etabliertes neues Backpacker Viertel... ich wusste also nicht so genau, wohin mit mir und hab ein Zimmer mitten im Zentrum genommen... irgendwie hat mich die Stadt an Berlin erinnert, ich hatte halt das erst Mal seit langem dieses Grossstadtgefuehl, vielleicht vermisse ich Berlin auch einfach 😉 In Phnom Penh selbst gibt es (auch nach Auskunft der Locals) nicht viel zu sehen ausser die "killing fields" und ein Gefaengnis, wo die Roten Khmer noch vor recht kurzer Zeit furchtbare Dinge machten. In dem Gefaengnis wurde "Feinde" des Regims gequaelt, um belastende Aussagen zu machen, dann vor die Stadtgrenze gefahren und in Massengraebern in den Killing Fields umgebracht! Wirklich deprimierend, sich das anzusehen, bei den Killing Fields gab es aber eine sehr gute Audioguide, die einiges erklaert hat.

Nach diesen recht duesteren Ausfluegen in Phnom Penh bin ich weiter gefahren nach Sihanoukville, einem ehemals kleinen Fischerdoerfchen und jetzt Kambodschas Strandressort Nr. 1. Leider regner es immernoch wild, aber gestern war sehr schoen und ich war mal wieder am Strand :D Hier gibt es auch wieder einige Backpacker und sogar zwee Berliner, die ich kennen gelernt hab! Untergekommen bin ich zunaechst in einer bar, die auch Zimmer vermietet. Von gestern zu heute war meine 2. Nacht, und obwohl es zwei wilde und unvergessliche Abende gab, musste ich da nun raus. In der Nacht hat es wie gesagt gestroemt ohne Ende und ein Teil des Dachs ist locker geworden. Das Teil hat die ganze Nacht im Wind geflattert und ich konnte nicht schlafen, dann gegen 3 Uhr heute frueh, fing es an, von der Decke auf mein Bett zu tropfen. Also hab ich mein Bett zur Seite geschoben, dann fing es aber an, an mehreren Stellen richtig runter zu laufen... das gab also eine schlaflose Nacht und heute frueh stand das ganze Zimmer 2cm unter Wasser und ich hab mir beim hin und herwaelzen irgendwas am Ruecken eingeklemmt und laufen und sitze nun nur noch ganz starr und versuche mich nicht zu bewegen 😉 jaja, Backpacker haben es manchmal nicht leicht!

Das wird aber sicherlich bald wieder vorbei sein, und dann werde ich mich wohl langsam aber sicher in Richtung Laos aufmachen... wie immer gibt es aber noch keine konkreten Plaene 😉 Bilder kann ich leider gerade keine hochladen, weil der PC hier keinen Kartenleser hat, das hol ich dann aber bei naechster Gelegenheit nach!



Liebe liebe Gruesse an alle Leser,

in nicht all zu ferner Zeit bin ich wieder da und langsam fange ich an, mich darauf zu freuen!

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