Frau muss man sein


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Asia » Cambodia » South » Kampot
November 5th 2017
Published: November 13th 2017
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Weltreise

Berlin-Bangkok-Siem Reap-Sihanoukville-Koh Rong Sanleom-Koh Rong-Kampot-Kratie-San Molorom-Saigon-

Gestern wollte ich dann mit der Fähre zurück nach Sihanoukville fahren. Leider hatte ich am Vorabend mein Ticket im Hostel gelassen, sodass ich keinen Platz reservieren konnte. Vor Ort erklärte mir die Dame jedoch, dass die Fähre bereits voll sei. Das passte mir leider gar nicht, da ich bereits mein Busticket in die nächste Stadt gekauft hatte und diesen dann verpassen würde. Aber was habe ich in meinem bisherigen Leben gelernt? Dreistigkeit siegt immer! Mit einer Selbstverständlichkeit zeigte ich mein weißes Ticket ohne Sitzplatz vor (alle anderen hatten ein rosafarbenes Ticket) und stieg auf die Fähre. Ein kleiner irritiert er Blick des Angestellten und ich fuhr mit 😊

In Sihanoukville nahm ich dann den Bus nach Kampot. Ich fuhr 2 Stunden durch kleine Dörfer bis ich endlich ankam. Vor Ort fielen schon die Tuk-Tuk-Fahrer über mich her. Ich wusste aber noch gar nicht wo ich hin sollte, denn ich hatte noch gar kein Hostel gebucht. Nach einer kleinen Internetrecherche lief ich zum Hostel gleich um die Ecke.

Das Nachtleben von Kampot hatte viele Bars und auch einen Rummel zu bieten. Ich gönnte mir eine lokale Suppe mit Nudeln und Hühnchen und einen ausbaufähigen Crêpe mit Schokolade. Anschließend lief ich die Promenade entlang bevor ich mit 3 älteren Männern im Zimmer in mein Bett fiel.

Sonntag Morgen lieh ich mir den Roller vom Inhaber meines Hostels. Ich machte mich auf den Weg zum Bokor Hill, der eine tolle Sicht versprach. Nach kleineren und größeren Kurven kam ich auf einer Plattform mit einem Buddha an. Dort verweilte ich einer Weile bis jemand meinen Helm mit Schlüssel darin ins Gebüsch hinunter warf. Weg war er, der kleine Schlüssel. Ich begann die Nadel im Heuhaufen zu suchen und musste mich von älteren Frauen belehren lassen, dass man Schlüssel ja auch in den Rucksack tut. Ja na toll, hinterher ist man ja immer schlauer! Doch ich bin ja einen Glückspinsel!!! Nach 15 Minuten suchen fand ich ihn- Puh! Zurück am Roller lernte ich Piedro kennen. Er war mit seinem Motorrad da und wollte ein Stück mit mir zusammen fahren. Doch dann kam alles ganz anders!!!!

Die Lenkersperre wollte sich nicht lösen. So ein Mist! Ich fragte einheimische Busfahrer vor Ort, doch niemand konnte mir helfen. Piedro bot mir an mich auf seinem Motorrad mitzunehmen. Ähm, Motorrad, ohne Schutzkleidung, in einem fremden Land, mit einem fremden Mann....meine Mama hätte mich umgebracht. Aber ich hatte keine andere Wahl. Hätte ich laufen sollen? Ich war fast eine Stunde gefahren.

Ich setze mich bei Piedro aufs Motorrad und wir fuhren noch zu den umliegenden Aussichtspunkten. Dann fuhren wir zurück in die Stadt, berichteten meinem Verleiher was passiert war und gingen etwas Essen. Wir besichtigten auch noch die Salzfelder. Zum umliegenden Wasserfall sind wir dann aber nicht mehr gefahren, da es sehr nach Regen aussah. Puh, alles gut! Piedro ist ein echt guter Fahrer und ich fühlte mich keine Sekunde unsicher. Wobei ich gestehen muss, dass ich zwischendurch doch mal dran gedacht hat was passiert wenn...

Piedro ist Spanier, 42 Jahre alt und wohnt und arbeitet an einer Schule in Kampot. Es hat sich sogar angeboten mich morgen zu den Pfefferfeldern, zum Wasserfall und zum Strand zu fahren. Ich bin gespannt was mich erwartet!


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