Antarktis


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Antarctica's flag
Antarctica » Antarctica
January 16th 2015
Published: January 28th 2015
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Es hat ein paar Tage gedauert, aber nun steht der Antarktis Blog mit vielen Fotos und zwei eigenen Videos!

Wir sind am späteren Nachmittag mit unserem Gepäck und viel zusätzlichem Proviant zum Hafen spaziert, wo die Plancius und das Expeditionsteam bereits auf uns warteten. Als erstes haben wir unsere Kabine bezogen, welche zu unserem Erstaunen eine Suite war. Offensichtlich hatten wir Glück und wurden upgraded. Schon bald haben wir den Hafen Richtung Antarktis verlassen und als erstes Stand der Rettungsdrill auf dem Programm: Schwimmweste holen, anziehen und raus zum Rettungsboot. Glücklicherweise war dies nur eine einmalige Übung und dabei blieb es auch auf der ganzen Fahrt. Es schien eine ganz tolle Reise zu werden, denn schon nach 2 h im Beagle Channel haben wir die ersten Delfine gesichtet. Es war eine ganz seltene Rasse und sogar einige des Expeditionsteams waren völlig aus dem Häuschen. Während den zwei Tagen Überfahrt durch die „Drake Passage“ gab es diverse Vorträge und Instruktionen, so dass es uns nicht langweilig wurde. Zudem wurden wir kulinarisch verwöhnt und man ist vor allem im Speisesaal und Observationsdeck mit vielen Passagieren ins Gespräch gekommen. Das Wetter war sehr gut, trotzdem haben wir vorsichtshalber ein Pflaster gegen die Seekrankheit hinter das Ohr geklebt. Am dritten Tag haben wir die ersten Vorboten der Antarktis gesichtet: einen Eisberg sowie einige Pinguine auf einer Eisscholle und sogar mehrere Wale.

Am vierten Tag haben wir endlich die ersten Inseln der Antarktis erreicht und das Schiff hat den Anker geworfen. Wir haben uns fürs Kajakfahren vorbereitet und waren ganz angespannt, ob und wie wir das meistern werden. Vom Zodiak ging es in einem Rutsch ins Kajak rein, welches von mehreren Personen stabilisiert wurde. Wir hatten den Dreh mit dem Paddeln schnell raus, aber die Angst vor dem Kentern war selbstverständlich immer im Hinterkopf. Während den nächsten 3 Tage waren wir 6 mal mit dem Kajak unterwegs. Viele Pinguine, Seelöwen und Seehunde haben wir auf Eisschollen, im Wasser und auf den Felsen am Land aus der Nähe beobachten können. Etwas seltener haben wir Wale vom Kajak aus gesichtet. Teilweise haben wir uns von weitem ganz langsam an die Tiere „angeschlichen“ oder es kamen uns Gruppen von Pinguinen springend entgegen. Die Kulissen der Gletscher und Eisberge war sensationell. Meistens war es windstill, nur bei einer Tour kämpften wir uns durch die Eisschollen und gegen den Wind. Ein weiteres Highlight war ein Minkwal, welcher sich an die Zodiaks und Kajaks ran machte, als wir die Kajaks vom Schiffs ins Wasser liessen.



Die erste Nacht in der Antarktis haben wir nicht auf dem Schiff sondern im Biwack auf einer kleinen Insel verbracht. Dahinter war ein Gletscher, von welchem regelmässig Eis mit tosendem Lärm abgebrochen und ins Meer gestürzt war. Einmal brach vermutlich ein 50 x 50m grosses Stück ab, wodurch eine Flutwelle entstand, welche die Pinguine und einen Seehund vom einer kleinen Insel weggespült hat. Während dem in Südamerika die Hunde ständig zu Helena kamen, watschelte hier ein Pinguin zu ihr und schlief etwa 4 m neben ihrem Biwack. Viel schlafen konnten wir nicht:


• Der Gletscher hat die ganze Nacht recht viel Lärm gemacht.
• Dunkel wurde es in der Nacht nicht wirklich, weil wir uns auf dem 64° Breitengrad befanden.
• Schon um 5 Uhr morgens wurden wir geweckt und es ging zurück aufs Schiff, wo wir uns 1 h vor dem Frühstück ins warme Bett liegen konnten.



Unsere Kajaklehrerin organisierte für uns Kajaker eine zusätzliche Landung bei einer britischen Museumsstation auf dem antarktischen Kontinent. Hier gab es hunderte Pinguine mit Jungen in den Nestern, welche aus kleinen Steinen von den Eltern gebaut werden. Einige Pinguine trugen regelmässig Steine mit dem Schnabel zum Nest, um es zu vervollständigen. Andere kamen mit Futter vom Meer für die Jungen zurück. Am Abend gabs auf dem Deck am Heck ein BBQ und später eine Disco mit Blick auf die Pinguinkolonie. Das ganze Wirkte total sureal.

Am letzten Morgen in der Antarktis konnten wir im Eiswasser neben den Pinguinen schwimmen gehen. Tage zuvor hat eine extrem Schwimmerin, welche mit ihrem Betreuungsteam auch an Bord des Schiffes war, bereits einen neuen Weltrekord aufgestellt:

Unglaubliche 2.3 km in 52 min bei einer Wassertemperatur von 1°
http://www.skymetweather.com/content/sports-and-weather/world-record-swim-in-antarctic-ocean-for-indian-swimmer-bhakti-sharma/

Nun haben wir das gleiche versucht, wobei wir gerade mal 3 m geschwommen sind und vielleicht 10-20 Sekunden im Wasser verbracht haben.

Auf der Rückfahrt nach Südamerika hatte es viel mehr Wind und Wellen als zuvor. Glücklicherweise funktionierte das Pflaster sehr gut, jedoch musste man sich beim Herumlaufen immer gut festhalten und die Stühle wanderten im Speisesaal beim Essen herum. Leider wurde der Käptaincocktail gestrichen, da kurz vor dem Servieren alle Sektgläser wegen einer grossen Welle um fielen. Zurück im Hafen haben wir uns auf dem Pier vom Expeditionsteam verabschiedet.

Nun fühlte es sich an, wie wen man vom einem Traum aufwacht. Wir werden diesen Traum aber nie vergessen.




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5th March 2015

Nice entry....
.... And it is a amazing place the Antarctica. From a fellow Antarctica and South America traveler.......

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