3 Tage durch das Mekong-Delta


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February 26th 2010
Published: February 26th 2010
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Unsere Tour ins Mekong-Delta startet auch wieder mit einer zweistündigen Busfahrt die uns direkt nach Mekong-City bringt, von wo wir ins Motorboot umsteigen und die vier Inseln im Mekong besuchen: Phoenix-Island, Turtle-Island, Crocodile-Island, Dragon-Island.
Auf den verschiedenen Inseln lernen wir wie wir aus Kokos-Milch Süßigkeiten hergestellt werden und dürfen diese probieren.
Wir fahren mit Fahrrädern durch die kleinen Dörfer, wo Sabrina und Ich vom Tourguide zu einer Zuckerrohr-Limonade eingeladen werden, und dann natürlich zu spät zum Lunch kommen weil wir uns verfahren haben.
Nach dem Mittagessen besuchen wir noch eine Obstplantage und probieren dort verschiedene Obstsorten, von denen ich die Hälfte noch nie gesehen habe.
Dabei bekommen wir auch noch eine vietnamesische Gesangspräsentation, also das volle Touristenprogramm.
Dafür sind die Inseln wunderschön. Da sie von kleinen Kanälen durchzogen sind steigen wir auf Ruderboote um, deren Führerinnen uns durch die uns durch die von Palmen und dichtem Bewuchs gesäumten Kanäle schippern.

Dann heißt es leider noch einmal drei Stunden Bus fahren, bis wir am Abend in einem kleinen Ort unser Hotel - und dort leider ein Vierbettzimmer- beziehen.
Zu Abend essen wir mit unseren Mitbewohnerinnen mal wieder in einer Garküche am Hafen und bummeln danach noch über den Nachtmarkt. Insgesamt ein super schöner Tag auch wenn die Sonne gnadenlos war und die abendlioche Dusche mehr als überfällig.

Tag 2 beginnt mit einem Weckruf um 06.00 Uhr viel zu früh, um 06:30 heißt es Auschecken und Frühstücken. Dann steigen wir mal wieder aufs Boot um und schippern zu den berühmten "Floating Markets" auf dem Mekong.
Auf kleinen Ruderbooten und großen Kuttern, die jeweils das, was sie verkaufen am Mast gehisst haben, sodass man von weitem sehen kann, wo es Ananas oder Zwiebeln gibt, wird hier alles verkauft, was man Essen kann.

Der Markt beginnt schon um 04.00 Uhr morgens und es gibt auch kleine Boote, die den "Marktbesuchern" und Verkäufern zwischendrin heiße Suppe zubereiten.
Alles in Allem hatte ich irgendwie eine idyllischere Vorstellung von diesem Markt und bin etwas enttäuscht. Es sind zuviele laute Motorboote, die übelst stinken, so wie auch der Fluss, in den die Leute all ihren Müll werfen.

Wir fahren weiter und besuchen eine "Reifabrik", ein Familienunternehmen, dass alles mögliche aus Reis herstellt, von Reismilch und Reisnudeln über Reispapier bis zu der Asche aus verbranntem Reis, die als eines der besten Düngemittel gilt.

Dann sehen wir im Laufe des Tages noch mehr Fruchtplantagen, eine Elephantenfisch-Zucht und eine Krokodilfarm. Aber irgendwie macht mich die Hitze heute nur fertig und das Touristenprogramm stresst mich etwas.

Nach dem Mittagessen machen wir uns mal wieder im Bus auf in Richtung kambodschianische Grenze, wo wir die Nacht verbringen werden.
Dort besichtigen wir noch ein spektakuläres Kloster auf einem Berg, von dem man wirklich einen super schönen Blick über die Reisfelder in der Ebene bis nach Kambodscha herüber hat.

Dann endlich wieder die langersehnte Dusche in einem leider ziemlich schmuddeligen Hotel... zum Abendessen kauft uns Sabrina dafür eine "Variation von tropischen Früchten".

Morgen heißt es Xin Ciau Vietnam und Hallo Kambodscha!!!

Um 06.00 Uhr werden wir wieder unsanft aus unseren Träumen geholt...und es geht wieder aufs Boot, auf dem wir heute fast den ganzen Tag verbringen werden.
Als erstes besuchen wir eine Fischfarm, dann ein traditionelles Dorf der Cham-Minderheiten, wo unsere Reiseführerin mich unbedingt in einem Sarong fotografieren will.
Den Rest des Tages fahren wir mit dem Boot durch das Mekong-Delta, mal durch schmale Kanäle, wobei man das Leben der Leute am Fluss hautnah erleben kann, mal durch den Hauptarm, der hier mehrere hundert Meter breit ist.
Gegen Mittag erreichen wir die Kambodschanische Grenze wo wir auf Grund der Visa-Angelegenheiten etwa 2 Stunden Pause machen und essen.
Dann passieren wir die Grenze, ein netter Beamter haut etwa 10 Stempel in meinen Pass, auf mein Visum und auf meine Departure-Card und dann sind wir im Königreich Kambodscha.
Schon bald wird es auf dem Boot allerdings unglaublich warm und das herumgesitze geht an die Nerven zumal wir jetzt in der Mitte des breiten Stromes fahren und es nicht mehr viel am Ufer zu sehen gibt.
Und so sind wir trotz netter Gesellschaft zweier Jungs aus Hessen dann einfach nur froh, als wir gegen 17 Uhr wieder Land unter den Füßen haben und den Bus nach Phnom Penh, die Hauptstadt Kambodschas besteigen.
Hier fallen uns direkt einige Unterschiede zwischen den beiden Nachbarländern auf: die Büffel am Wegesrand sind weiß und nicht mehr dunkel, die Häuser stehen alle auf Stelzen, die Leute auf der Straße fahren zwar ebenso halsbrecherisch wie die Vietnamesen, hupen aber nicht andauernd, was die Fahrt erheblich entspannt.
Außerdem scheint uns alles etwas gepflegter, die (dennoch ärmlichen) Häuser, die Gärten, der Straßenrand ist nicht so zugemüllt und zahllose wunderschöne Tempel stehen am Wegesrand.

Ich bin positiv überascht von diesem Land und freue mich auf die nächsten Tage!!!


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