Next stop: Sequia National Park...
Wir machen uns also auf, packen das Auto, verabschieden uns von Gudrun und Billy und fahren los... 1/2 Mile... dann drehen wir wieder um. Ich habe die Kamera vergessen...
In dem moment ruft auch schon Gugi an um uns das zu sagen und Billy kommt mit seinem Jeep angebraust um uns vor dem National Park noch abzufangen.
Ok, nun sind wir endlich unterwegs... Der Verkehr aus L.A. ist ziemlich angenehm... wir lassen L.A. langsam hinter uns liegen und passieren die grossen Waldbraende, sehen können wir davon zum Glück nichts, aber man riecht sie.
Langsam verlassen wir L.A. der Verkehr wird deutlich weniger und es zieht sich eine endlos erscheindende Straße eine Hügelkette hinauf. Das Bild um uns herum wird immer karger.
Braune bis dunkelgelbe Sandhügel durchsetzt von Steinen und Gestrüpp. Aber die Weite in der man sich hier immer Befinden, diese Dimensionen... einfach Wahnsinn. Wir durchquerene nun den L.A. National Forest... nur sehen wir eigentlich keine Bäume.
Nach ca. 3h erreichen wir den Anfang des Nationalparks... es ist immernoch sehr warm ca. 35°C. Vor uns liegt eine eher unwirtliche Landschaft aus kargen Felsen, ein paar Sträuchern, vereinzelten Bäumen... hier sollen also die Sagenumwoegenen
Sequias stehen, 80Meter hoch, 12 Meter dick? In dichtem grün?
Nun gut, wir erstehen den America the Beatiful Pass, der uns sicher alle Eintrittspreise in Nationalparks sparen wird und fahren ein... 20mi bis zu unserem Ziel, Moro Rock...
aber diese 20 mi ziehen sich durch endlos scheinende Serpentinen stetig bergauf.
Es wird kühler und grüner... und da ist er der erste große Sequia... also anhalten und Picture Picture. Sehr beeindruckende Lebewesen, riesig und die Rinde ist faserig und ganz weich.
Wir fahren weiter zum General Sherman... einem riesigen Baum, dem größten Baum der Welt, es gibt höhere und dickere, aber keinen mit dieser Gesamtgröße. Sehr sehr beeindruckend.
Danach auf zum ersten Camping... wir entschließen uns für einen kleinen Umweg um an einem höher gelegenen Campingplatz zu übernachten und es stellt sich als Glücksgriff raus.
Ein wunderschöner Platz, wir haben eine große Stelle mit Tisch und Bank und allem drum und dran und werden nach dem essen von unseren netten Nachbarn noch auf einen Nachtisch eingeladen.
Wir teilen mit ihnen ihr Lagerfeuer... so haben wir uns das vorgestellt. Achso, wir befinden uns mitlerweile in der Bear ACTIV Area... alles muss in Bear-Boxes... sogar die Zahnbürste...
Nun gut, die Nacht ist
recht hart (was den Untergrund betrifft) aber ansonsten ruhig. Morgens kommen zwei Rehe bis auf 3 Meter an unseren Zeltplatz heran. Wahnsinn...
Wir machen uns Zeitig auf und verabschieden uns von unseren Nachbarn. Wir beschließen nicht den Highway zu nehmen, sondern durch die Landschaft zu fahren... was sicherlich schöner war, aber extrem viel Zeit gekostet hat.
Zwischendrin wird getankt und wir kaufen noch ein bischen was für die Fahrt.
Death Valley wir kommen. Und leider vergehen noch weiter 3h... bis wir da sind. Mitlerweile ist es halb 6 als wir die Hügelkette vor dem Death Valley passieren...und das ohne Air Condition, weil wir den Motor und das Fahrzeug schonen Wollen bei 100°F ... und es im Übrigen auf Hinweistafeln steht...
Ok, wir fahren schier ewig ins Tal ab... es wird immer wärmer... 115°F... wir sind am Eingang... ok noch eine Stunde bis Sonnenuntergang... wir rasen also los Richtung Bad Water... dem niedrigsten Punkt der USA... ca. 800m unter N.N auf halbem Weg geht leider schon die Sonne unter. Wir steigen aus und genießen das Schauspiel. Alles wird wie beim Alpenglühen in ein sanftes orange-rote getauft.
Bad Water ist... halt der tiefste Punkt der USA und mitten in
einem Salzsee... und es ist erdrückend warm... immernoch...
Weiter zu Devils Golf Course... mitlerweile ist es fast dunkel... aber das licht reicht noch um die obskuren Salzformationen zu betrachten.... und da wir allein sind... hören wir sie ständig arbeiten... von der Hitze am Tag ausgedehnt ziehen sie sich nun zusammen. Aber diese Stille... so absolut... sonst nichts nur wir.
Wir machen uns danach auf und Verlassen das Death Valley in Richtung Las Vegas...
Allerdings machen wir in Pahrum Station und fallen ins Best Western ein... nur noch schlafen... es war ein lange Tag.
Part of trip:
Summer of '09