Pátzcuaro - eine Stadt mit kolonialem Charme


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January 23rd 2011
Published: January 24th 2011EDIT THIS ENTRY

Nach fünf Tagen Fahrt sind wir (endlich!) in Pátzcuaro gelandet. Den Tipp bekamen wir zuletzt von Kanadiern in La Ticla, die Pátzcuaro als den Ort mit dem schönsten kolonialen Charme bezeichnen. Patzcuaro liegt etwa 60 km von Morelia entfernt an dem gleichnamigen Lago Pátzcuaro, dem zweitgrößten See in Mexiko.
Wir folgen ihrem Rat und fahren den Campingplatz Villa Pátzcuaro an. Wir sind positiv überrascht – nur gute 50 m von der Hauptstraße entfernt befindet sich dieser liebevoll angelegte Rasenplatz mit kleinem Pool, neu gebauter Dusche und sogar einem Gartenhaus mit Kamin. Internet ist überall zu empfangen. Spätestens da macht mein Herz einen Freudenhüpfer. Zuletzt war die Anreise mit guten 35 Grad im Schatten und herzhafter Kurvenfahrt auf der Mex. 37 durch die Berge recht stressig gewesen. Wie sehnte ich mich nach einer Dusche! Hans hatte sich unterwegs schon Erleichterung verschafft und hat sein Shirt kurzerhand in eine Wanne mit Wasser getunkt und übergezogen.
Mit uns waren gerade mal zwei RVs mit Kanadiern sowie einem mexikanischen Wohnmobil auf dem Platz. Wieder einmal bestätigte sich, dass die Amerikaner in Mexiko dieses Jahr durch die Panikmache der Presse ausbleiben.
Direkt von unserem Standort machen wir uns in das Centro auf. Pátzcuaro war früher die Hauptstadt der Tarasken, die vom Fischen und der Landwirtschaft lebten. Sie sind sehr vielseitig begabt und stellten kunsthandwerkliche Produkte her. Diese werden heute noch in Pátzcuaro angeboten. Jedes Dorf um den See hat dabei seine Spezialität. Von Tonwaren, Kupferarbeiten, Holzschnitzereien bis zu Stick- und Webwaren findet man hier alles. Wir halten uns länger im Casa de los Once Patios (Haus der elf Patios) auf. Hier sind Artsanias-Läden untergebracht, durch die wir schlendern. Eine beschauliche Atmosphäre. Am belebten Plaza Gertrudis Bocanegra finden wir ein Straßencafé und schauen dem bunten Treiben zu. Schuhputzer, Taco-Stände und Musikanten sorgen für ein typisches Bild eines mexikanischen Plazas.
Nachmittags unternehmen wir noch eine Autotour um den See und erleben das dörfliche Treiben der Indigenas (indianische Stämme). Kühe und Pferde laufen frei herum und grasen neben der Straße. Die Collectivos, Kleinbusse, rasen die Straße entlang und bringen die Mexikaner zurück in ihr Dorf. Kunsthandwerk wird überall an der Straße angeboten.
Wir sehen die Insel Janitzio mit ihrer übergroßen Statue. Am 1. November wird hier der Dia de los Muertos besonders eindrucksvoll begangen. Mit fackelbeleuchteten Booten fahren die Mexikaner zur Insel und ehren die Toten. Auf den Friedhöfen wird mit Picknick und Tanz bis in den Morgen die Erinnerung an die Toten begangen. Jetzt verstehe ich erst, was die Totenköpfe und Skelette als Thema des Kunsthandwerks für die Mexikaner bedeuten. Ich fand es recht schaurig, die Skelettpuppen in den Schaufenstern auszustellen – es stellt jedoch einen wichtigen Teil des kulturellen und religiösen Lebens der Mexikaner dar.



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