ON TOUR - Woche 032 (Vietnam)


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April 29th 2012
Published: April 30th 2012EDIT THIS ENTRY

23.04.12
Um 07.45 Uhr stand ich bereits beim Reisebüro. Kurz nach 08.00 Uhr fragte ich einmal, wann denn genau das Boot losfahren würde. Eine Frau bemühte sich nach nochmaligem Fragen um mich und brachte mich mit ihrem Motorrad 20 Meter weiter zum Hafen. Diese kurze Strecke hätte ich knapp auch noch zu Fuss geschafft. Als ich im Boot sass, mussten wir natürlich trotzdem noch warten. Und als wir endlich losfuhren, machten wir zwei Minuten später wieder einen Halt, um den Tank aufzufüllen. Wir fuhren etwa eine Stunde, bis wir wieder eine Viertelstunde im Nirgendwo einen Halt machten, kein Mensch wusste weshalb. Irgendwann ging es weiter zur Stelle, wo wir Kajak fahren konnten. So paddelten wir etwa eine Stunde in der Gegend umher, was ganz schön war. Man konnte wieder einmal so richtig die Natur spüren. Zurück auf dem Boot gab es ein feines Mittagessen, danach ging es weiter zur Halong Bay. Hier waren plötzlich viele Schiffe zu sehen und es war wieder überfüllt von Touristen. Wir besuchten die imposante Höhle Sung Sot. Die Aussicht von hier wäre genial gewesen, wäre nur das Wetter etwas besser gewesen. Leider war es heute schon die ganze Zeit stark bewölkt. Nun fuhren wir die gesamte Strecke wieder zurück und machten noch einen Halt auf Monkey Island. Eigentlich hätten wir hier 20 Minuten Zeit gehabt zum schnorcheln, aber niemand war daran interessiert, da es erstens zu kurz war und zweitens die Sonne sich überhaupt nicht mehr blicken liess. So verweilten wir nur kurz am Strand und gingen wieder zurück auf das Boot, welches uns nach Cat Ba zurück brachte. Ich ging gleich etwas essen und kurze Zeit später gesellten sich Andi und Philipp, welche auf derselben Tour waren, auch dazu. Auch heute traf ich wieder einige bekannte Gesichter, unter anderem Dina und Pierre aus Deutschland, welche ich gestern im Reisebüro kennenlernte. Ich redete lange Zeit mit ihnen und plötzlich tauchten auch Chantal und Bilu wieder auf. Nochmals ein bisschen quatschen. Die Zeit vergeht hier einfach zu schnell, weil man immer wieder dieselben Touristen antrifft und ein paar Worte mit ihnen wechselt. Als ich beim Reisebüro vorbei kam, konnte ich es nicht lassen, ihnen kurz und sachlich mitzuteilen, dass der Service überhaupt nicht mit dem übereinstimmt, was sie versprechen. Der Typ war wie bereits gestern äusserst aggressiv und schrie mich an. Schliesslich sagte ich, dass andere Touristen für dieselbe Tour weniger bezahlen und einen besseren Service kriegen. Das nervte ihn so sehr, dass er sagte, dass wenn ich die beiden Touristen, die dieselbe Tour machten für weniger Geld, in sein Büro bringen würde, er mir das Geld zurück geben würde. Ich glaubte sowieso nicht an seine Aussage und traf auch die beiden Touristen nicht an. Vietnamesen sind nette Leute, solange man nicht reklamiert. Aber wenn man reklamiert, werden sie zu kleinen Bestien.

24.04.12
Um 08.00 Uhr fuhr ein lokaler Bus Richtung Norden der Insel, somit konnte ich direkt beim Nationalpark aussteigen. Bereits im Bus traf ich einen Guide, welchem ich gleich ein paar Fragen stellte. Beim Parkeingang kaufte ich mir ein Ticket und lief der Reisegruppe hinterher. Ich fragte den Guide auch, ob der Weg gut signalisiert sei oder ob man sich leicht verlaufen könne, da meinte er nur, ich solle ihm folgen. Dies machte ich so und lernte ein paar Leute der Reisegruppe kennen. Der Weg führte durch den tropischen Dschungel und wir mussten diverse kleine und grosse Hügel hinauf- und hinunter wandern. Der Guide erklärte den Leuten eigentlich nichts, aber die Leute waren auch nicht gross interessiert, wenn wir irgendein Tier sahen. Ich hingegen nahm mir meine Zeit und machte Fotos, wenn man schon mal etwas zu sehen bekam. Es gab zwar keine grösseren Lebewesen zu sehen, aber immerhin sah ich einen giftigen Tausendfüssler, viele Schnecken, einen speziellen Käfer, eine knallgrüne Raupe und viele Schmetterlinge. Nach ein paar Stunden laufen kamen wir an eine Kreuzung. Der Guide meinte, hier könne ich auf den Hügel wandern, um die Halong Bucht zu sehen. Dies tat ich auch und trennte mich von der Gruppe. Der Aufstieg dauerte etwas mehr als eine halbe Stunde, aber die Mühe hatte sich gelohnt. Die Aussicht war herrlich und ich war ganz alleine! Nun ging es denselben Weg hinunter und weiter bis zum Dorf Viet Hai, wo ich die Reisegruppe wieder antraf, welche hier Mittagspause machten. Die restlichen 5 Kilometer liefen wir auf ebener Strasse weiter bis zum Hafen. Ich unterhielt mich die ganze Zeit mit Florence aus Frankreich. Als wir beim kleinen Hafen ankamen, durfte ich mit der Reisegruppe auf das Boot. Heute war das Wetter super. So konnte ich nochmals richtig schöne Fotos machen von der Lan Ha Bucht und die schöne Umgebung richtig geniessen. Zudem sah ich heute die vielen schwimmenden Dörfer, welche die gestrige Tour eigentlich beinhaltet hätte. Nach etwa einer halben Stunde machten wir eine kleine Badepause, die meisten Leute blieben jedoch auf dem Boot. Danach ging es nochmals etwa eine halbe Stunde weiter bis zum Hafen in Cat Ba. Von dort aus wurde die Reisegruppe von einem Minibus abgeholt und ich lief die 2 Kilometer zurück ins Zentrum. Abends traf ich per Zufall auf das dänische Pärchen und erzählte ihnen die Story von gestern mit der Reiseagentur. Sie waren sofort bereit, mit mir zum Reisebüro zu gehen, um die Sache zu klären. Als der Typ uns sah, war er gleich wieder auf 180 und konnte sich nicht beherrschen. Alle Erklärungen halfen nichts, er stritt alles ab und glaubte uns gar nichts. Er hörte auch nie zu, sondern schrie uns dauernd an. Als ich genau so zurück schrie, erschrak er sehr und war nahezu am heulen, weil er sich nicht mehr zu helfen wusste, sich im Rahmen zu halten. Er wäre beinahe ausgetickt, die Leute mussten ihn festhalten. Ich nehme an, Vietnamesen mögen es nicht, wenn sich eine Frau so aufführt, aber alles muss ich mir nun doch nicht gefallen lassen. Als sein Chef hinzu kam, war die Sache nicht besser. Er schrie uns ebenso an und hörte überhaupt nicht zu, oder tat zumindest so. Die beiden waren sowas von aggressiv und kindisch. Aber leider haben sie es einfach nicht nötig, einen guten Service zu bieten, da sie im Lonely Planet Reiseführer stehen. Wir gaben schlussendlich auf, es machte keinen Sinn, noch mehr Energie zu verschwenden, aber es war auch gut, denen mal richtig die Meinung zu sagen. Ich ging etwas essen und danach zurück ins Hotel, um etwas zu lesen.

25.04.12
Heute war ich um 07.00 Uhr schon wieder hellwach, obwohl ich hätte ausschlafen können, es ist ja meistens so. Gegen 09.00 Uhr ging ich zum Strand, doch leider war das Wasser nicht mehr so ruhig wie vor zwei Tagen und somit auch ziemlich schmutzig. Ich setzte mich eine Weile hin und kehrte dann zurück ins Zentrum. Dort traf ich Florence von gestern wieder und ein paar Meter weiter traf ich noch Benoit, den ich schon in Hanoi getroffen hatte. So verweilte ich noch etwas mit schwatzen und ging danach zum Markt, um dort meine obligatorische Cola zu kaufen, ohne masslos über den Tisch gezogen zu werden. Da ich vergessen hatte, über Nacht meinen Computer aufzuladen, kehrte ich ins Hotel zurück, um dies zu tun. Immerhin war es dank Klimaanlage schön kühl im Zimmer und ich hatte endlich genug Energie, um mein Tagebuch zu schreiben. Erst kurz vor 15.00 Uhr ging ich nochmals ans Meer, setzte mich wieder an die Stelle mit der schönen Aussicht und erledigte einige Sachen am Computer. Heute liefen zwar etwas mehr Touristen an mir vorbei, aber die Atmosphäre war trotzdem sehr gediegen. Am Abend plauderte ich wie immer mit bekannten Touristen. Irgendwann war ich jedoch so hungrig, dass ich wieder zum selben Restaurant ging wie gestern. Heute sassen jedoch einige Leute des Restaurants am Tisch und luden mich zu sich ein. Ich durfte ein paar verschiedene Gerichte versuchen, ich kam mir jedoch etwas komisch vor, mitten ins Essen zu platzen. Ich bestellte mir dann noch eine Nudelsuppe und redete eine Weile mit ihnen. Hung lud mich später noch in einem schwimmenden Restaurant auf ein Bier ein. Die Unterhaltung war gut, aber wie immer würde dies auf dasselbe hinaus laufen, so musste ich schon früh genug mitteilen, dass ich nun ins Hotel zurück möchte. Er fuhr mich also zur Unterkunft zurück und wir verabschiedeten uns, ohne ein weiteres Treffen abzumachen.

26.04.12
Den heutigen Tag verbrachte ich praktisch vollständig am Computer. Die Arbeiten und eMails haben sich wieder einmal aufgestaut. Zudem war das Internet seit längerer Zeit so langsam, dass ich die Fotos kaum auf den Server laden konnte. Am späteren Nachmittag machte ich einen Mini-Spaziergang und abends ging ich noch kurz etwas essen. Das war es dann aber auch schon mit körperlicher Betätigung.

27.04.12
Ein weiterer Tag mit Arbeiten erledigen war angesagt. Zwischendurch gönnte ich mir aber auch eine Abwechslung mit lesen. Gegen 15.00 lief ich erneut zur Stelle, wo man die schöne Aussicht geniessen konnte. Dieser Ort strahlt irgendwie sehr viel Ruhe aus. Als ich später dem Strand entlang ins Zentrum zurück kehren wollte, traf ich auf Günter aus Deutschland sowie Hubi und Bili aus der Schweiz. Alle drei waren mit dem Vietnamesen Phong unterwegs, der seit über 20 Jahren in Deutschland lebt und zwischendurch Reisen durch Vietnam begleitet. Die vier Herren luden mich zu einem Bier und zum Nachtessen ein. Es wurden viele verschiedene Gerichte aufgetischt und das Essen war sehr fein. Alleine kann man sich natürlich kaum soviele Portionen bestellen und von allem probieren. Zum Abschluss gingen wir noch einen Kaffee trinken. Wir verbrachten einen lustigen Abend, da war es wieder einmal Nebensache, dass meine Pläne etwas durcheinander kamen. Zurück im Zimmer redete ich noch eine Weile mit einem Australier, so wurde es heute wieder einmal viel später als gedacht.

28.04.12
Ab heute sind Ferien für die Vietnamesen angesagt, sodass sich die Insel im Verlaufe des Tages füllen wird. So hatte ich keine Wahl, ich musste auschecken, da die Hotels alle seit einer Ewigkeit ausgebucht sind. Ich kaufte mir das Busticket für Hanoi und wollte noch ein paar Sachen am Computer erledigen, aber leider funktionierte das Internet nicht. Um 11.00 Uhr checkte ich aus, durfte jedoch noch bis zur Abfahrt im Hotel bleiben, um noch etwas zu arbeiten. Auf dem Weg zur Bushaltestelle begegnete ich noch Hung, so konnte ich mich auch gleich von ihm verabschieden. Pünktlich um 13.15 Uhr fuhr der Bus los und der gesamte Transport bis Hanoi klappte wieder einwandfrei. Gegen 17.45 Uhr kamen wir an. Auf dem Weg zum Hotel kaufte ich noch etwas im Supermarkt ein, dann bezog ich ein Zimmer, welches ich mit einer Engländerin teilen konnte. Leider funktionierte auch hier mein Internet nicht mehr, es lag anscheinend an meinem Computer. Die Engländerin kam bis früh morgens nicht zurück, sodass ich nicht einmal eine Ahnung hatte, mit wem ich das Zimmer teilte.

29.04.12
Zum Glück fand ich heraus, wie ich mein Internet wieder zum laufen bringen kann, sonst wäre es sehr dumm gelaufen, da die nächsten paar Tage praktisch nur Arbeiten am Computer angesagt sind. Als die Engländerin aufwachte, quatschten wir kurz, aber die Namen auszutauschen, hatten wir sogar vergessen. Sie verliess das Hotel kurze Zeit später und ich wechselte gegen 11.30 Uhr in das Zimmer, das ich bis anhin hatte. Die Putzfrau meinte es sei gereinigt, doch heute war ich damit überhaupt nicht zufrieden. Es ist einfach komisch, sobald sich ein Problem ergibt, sprechen die Leute plötzlich nicht mehr englisch. Ich hatte ihr dann jedoch auch ohne englisch erklärt, dass das Klo und der Boden eher versifft als rein ist. Widerwillig putzte sie das Klo. Mit der WC-Bürste wusch sie zuerst die Innenseite und dann den Rest des Klos, auch den Sitzring - igitt igitt, man sollte wohl besser nicht zuschauen. Bis am späten Nachmittag war ich auf meinem Zimmer, es war unglaublich heiss, man kam fast nicht vorwärts mit arbeiten vor lauter Schwitzen. Erst gegen 18.00 Uhr schaffte ich es mal kurz hinaus, um etwas essen zu gehen. Im Restaurant traf ich Fritz aus Deutschland. Wir tranken noch etwas zusammen und machten einen kurzen Spaziergang, dann verabschiedeten wir uns auch schon wieder.


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